7.9 C
Leipzig
0,00 EUR

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Durstexpress kauft Flaschenpost – haben wieder einmal ostdeutsche Beschäftigte das Nachsehen?

Mehr zum Thema

Mehr

    Der Bielefelder Oetker-Konzern hat den Getränkelieferdienst Flaschenpost gekauft und fusioniert ihn mit seinem Online-Getränkelieferdienst „Durstexpress“ zu einer neuen Marke unter dem Namen „Flaschenpost“. Das Unternehmen Flaschenpost beschäftigte zuletzt bundesweit etwa 7.000 Menschen in 23 Städten, Durstexpress war in zehn Städten vertreten.

    Während die Flaschenpost-Beschäftigten offenbar an anderen Standorten wie Berlin übernommen werden, sollen im Zuge der Fusion offenbar mehr als 500 bisherige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Durstexpress in Leipzig entlassen werden. Sie sollen sich neu bewerben und wollen nun einen Betriebsrat gründen.

    Der Leipziger Abgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion Marco Böhme steht mit ihnen in Kontakt und erklärt:

    „Wir sehen hier ein unerträgliches Geschäftsmodell ähnlich dem von Flixbus, Lieferando oder Foodora: Konkurrenten aufkaufen, Preise erhöhen und Beschäftigte ausbeuten. Bei Durstexpress in Leipzig waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerade dabei, einen Tarifvertrag zu erstreiten. Nun werden sie nicht einmal übernommen.

    Absurd ist: Nach den mir vorliegenden Informationen betrifft das nur den Standort Leipzig. Ich fordere Wirtschaftsminister Martin Dulig auf, für Aufklärung zu sorgen und sich für die Beschäftigten am Standort Leipzig einzusetzen. Wir stehen an der Seite der Beschäftigten.

    Ein solches Geschäftsgebaren schreit generell nach politischer Regulierung. Wenn Waren des täglichen Bedarfs auf online-Bestellung geliefert werden und letztlich trotzdem billiger sind als im Einzelhandel vor Ort, schadet das nicht nur kleinen regionalen Unternehmen. Die zusätzlichen Lieferfahrten belasten unsere Innenstädte und das Klima in unnötiger Weise.“

    Topthemen

    - Werbung -

    Aktuell auf LZ