In Sachsen fanden am Wochenende Protestaktionen von Eltern gegen die Schließungen von Schulen und Kitas statt. Auch in Taucha bei Leipzig, wo es während der Versammlung, auch zu verschwörungstheoretischen Äußerungen, seitens der teilnehmenden Personen kam. Die JSAG verurteilt jedwede Instrumentalisierung der aktuellen Situation für Verschwörungstheorien oder Extremismus. Sachliche Kritik geht neben kruden Äußerungen, rund um „Maskenzwang“ unter und verstummt.

Der Tauchaer Max Trotte, Vorsitzender der Jusos Nordsachsen und langjährige JSAG Koordinator dazu: „An der aktuellen Situation in Schulen kann man viel bemängeln. Zu schlechte Umsetzung von digitalen Unterricht, zu wenig Tests, das Impftempo sowie der Impfstopp, der auch Lehrerinnen und Lehrer betrifft und vieles mehr. Wer Kritik daran allerdings missbraucht um zu sagen, dass ‘Maskenzwang Kindesmissbrauch sei’ oder um zu vermuten, dass Bill Gates zwei Drittel der Menschheit ausrotten will, schadet unserer Demokratie.

Das Mittel des Protests, Kinderschuhe vor die Rathäuser zu stellen, ist ebenfalls eine geschmacklose Parallele, was das Gedenken an Opfer der Konzentrationslager verharmlost. Das ist weit ab jeder Realität und ich bin entsetzt, wie schamlos man das Thema ‘Bildung’ nutzt um so etwas zu verbreiten.“

Emily Pfeiffer, JSAG Regionalkoordinatorin und Schülerin in Leipzig fügt hinzu: „Wir als Jusos stehen für eine sachliche Diskussionskultur und sind jederzeit zu Debatten und Gesprächen mit jenen bereit, die Kritik äußern wollen oder ins Gespräch kommen möchten. Wir wollen allerdings nicht, dass Menschen diese Debatten zunichte machen, indem sie absurde Theorien verbreiten.“

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Sehr geehrte JSAG,
ich muss darauf hinweisen, dass die Kinderschuhe keinesfalls ein Parallele zu oder gar eine Verharmlosung der größten Katastrophe des letzten Jahrhunderts darstellen. Sie sollten sich darüber informieren, dass die Initiatoren dieser Protestbewegungen demokratische Ziele verfolgen, bevor Sie selbst derartig verunglimpfende Vergleiche suggerieren. Dass die Aktionen von sächsischen Bürgermeistern und Landräten unterstützt wird, sollte Beweis genug sein.
Natürlich versuchen auch politisch extreme Gruppierungen, erfolgreiche Bürgeraktionen für sich zu vereinnahmen. Dem können wir uns nur ganz deutlich entgegen stellen.
Es wird hier dazu aufgefordert, das Kindeswohl in der Coronapolitik höher zu bewerten. Wenn dazu aus medizinischer Sicht Masken erforderlich sind, dann ist das keine Körperverletzung und wird auch von den meisten Befürwortern akzeptiert.
Ich bitte Sie, nach Prüfung der dargelegten Fakten, Ihre Meinung und Ihre Äußerungen zu überdenken.
Vielen Dank.

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