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Verschwörungstheorien

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Bild: Leni und Tom/Pixabay

Online-Veranstaltung „Verschwörungsmythen, Halbwahrheiten und Desinformation“

Wir leben in aufgeregten Zeiten: Gerade die Corona-Pandemie brachte und bringt fast täglich neue Halbwahrheiten, Gerüchte, gefälschte und verdrehte Informationen, Verschwörungserzählungen und Falschinformationen hervor. Sie greifen Raum, werden weitergeleitet und verbreiten sich rasend schnell - und erwecken so den Eindruck, die Realität widerzugeben. In Echokammern radikalisieren sich Menschen so sehr, dass sie sogar bereit sind, Gewalt auszuüben.

„Querdenken“ am 6. November 2021 in Leipzig. Foto: Tilly Domian

Jenaer Studie: Wie AfD-Wahlergebnisse und Corona-Inzidenzzahlen zusammenhängen

Am Freitag, 19. November, veröffentlichte das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt Jena unter Zusammenarbeit mit einem Epidemiologen vom Helmholtz Zentrum München eine Studie, die einen deutlichen Zusammenhang zwischen den AfD-Zweitstimmenanteilen bei der Bundestagswahl 2017 und den Anstiegen der Corona-Infektionszahlen in der ersten und zweiten Pandemiewelle 2020 - sowohl für Ost- als auch für Westdeutschland – zeigen.

Auch vor dem Corona-Testzentrum im Neuen Rathaus standen heute (22.3.2021) Schuhe. Foto: Privat

Elternprotest in Taucha von Verschwörungstheorien untergraben

In Sachsen fanden am Wochenende Protestaktionen von Eltern gegen die Schließungen von Schulen und Kitas statt. Auch in Taucha bei Leipzig, wo es während der Versammlung, auch zu verschwörungstheoretischen Äußerungen, seitens der teilnehmenden Personen kam. Die JSAG verurteilt jedwede Instrumentalisierung der aktuellen Situation für Verschwörungstheorien oder Extremismus. Sachliche Kritik geht neben kruden Äußerungen, rund um „Maskenzwang“ unter und verstummt.

Corona-Demonstration an der B96. Foto: Luise Mosig

Corona-Demos in der Oberlausitz: Mit Reichsflaggen für die Demokratie

Für alle Leser/-innenSeit April demonstrieren in Leipzig regelmäßig Menschen gegen die Corona-Maßnahmen, darunter auch einige Reichsbürger/-innen und Neonazis. In anderen Teilen Sachsens ist der Anteil der offenkundig rechtsradikalen Teilnehmer/-innen bei „Corona-Demos“ viel höher; Gegenprotest gab es dort aber lange Zeit nicht.

Das alles bestimmende Thema der letzten Wochen - als Graffiti in Leipzig verewigt. Foto: Marko Hofmann

Online-Debatte über Verschwörungstheorien, Wohlstand, Solidarität und die Bedeutung von Religion und Kunst in der Krise

Kurzarbeit, Gottesdienst im Internet, Desinfektionsmittel im Museum – Corona ist Teil des Alltags geworden. Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise sind trotzdem noch lange nicht absehbar. Aus dieser Unsicherheit heraus ist ein großer Gesprächsbedarf entstanden. Darum fordert die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung (SLpB) die Bürgerinnen und Bürger Sachsens in den kommenden Wochen auf zur Diskussion.

Weil gerade kein tolles Nerd-Bild zur Hand war ... Foto: Ralf Julke

Heute mal über Wissen und Bildung, Dunning und Kruger und die Gefühle von Wissenschaftler/-innen

Es gibt tatsächlich diese seltsamen Begegnungen, nicht nur bei diesen Hygiene-Demos, selbst in der Straßenbahn, wo eine doch schon etwas ältere, gartengebräunte und sehr von sich überzeugte Frau laut zu ihren beiden Schützlingen sagt: „Dass wir jetzt alle gechipt werden, ist jetzt offiziell. Das ist jetzt nämlich rausgekommen. Als Merkel kürzlich in China war ...“ Ja, was macht man da? Schreit man da vor Entsetzen? Oder guckt man lieber nach, ob man sein Handtuch dabei hat, um so schnell wie möglich wegzukommen, weil dieser Planet nicht mehr zu retten ist?

PD Dr. Oliver Decker Foto: Swen Reichhold/Universität Leipzig

Alles Verschwörung! Warum Verschwörungstheorien gerade in Krisenzeiten florieren

Bill Gates hat das Virus in die Welt gesetzt, die Regierung will die Bürger mit dem Virus versklaven und am Ende gibt es überhaupt kein Virus: Verschwörungen wie diese geistern seit Beginn der Corona-Krise durch die sozialen und alternativen Medien. „Viele Krisen erzeugen Angst und Ohnmachtsgefühle und sind mit Unsicherheit und Ungewissheit behaftet. Menschen streben aber nach Sicherheit und Gewissheit, nach Mustern, Sinn und Kontrolle“, sagt Kommunikationswissenschaftler Dr. Uwe Krüger.

Dr. Alexander Yendell. Foto: Swen Reichhold/Universität Leipzig

Kirche ist nicht der Gegenentwurf zu den Verschwörungstheorien der Rechtsextremisten

Es klingt so einleuchtend: Wer in die Kirche geht, glaubt seltener an Verschwörungstheorien. Jedenfalls interpretiert eine Studie der Universität Bern und der Universität Leipzig den Zusammenhang von Religiosität und Rechtsextremismus so, dass kirchlicher Glaube im Osten Deutschlands gegen Rechtsextremismus „immunisieren“ kann. Aberglaube geht dagegen in ganz Deutschland häufig mit rechtsextremen Einstellungen einher. Aber das könnte eine völlig falsche Interpretation sein.

Holm Gero Hümmler: Verschwörungsmythen. Foto: Ralf Julke

Verschwörungsmythen: Wie wir mit verdrehten Fakten für dumm verkauft werden

Die sogenannten „sozialen Medien“ haben im Internet einen Effekt erzeugt, der seit einigen Jahren auch in die reale Welt schwappt: Mit ihren Algorithmen führen sie Menschen zusammen, die sich ohne Facebook & Co. nie im Leben begegnet wären. Aus einzelnen „Verschwörungstheoretikern“ wurden auf einmal scheinbar große Netzwerke von Menschen, die den allergrößten Unsinn für wirklich halten, als hätten sie in der Schule gar nichts gelernt.

Podiumsdiskussion am 23. September: Verschwörungstheorien – Was können wir wissen, was wollen wir glauben?

Welchen Einfluss haben Verschwörungstheorien auf unsere Gesellschaft und auf welchen Ebenen kann man ihnen wirkungsvoll begegnen? – Der Erfolg rechtspopulistischer Positionen wie zum Beispiel von Donald Trump zeugt von einer Sehnsucht nach einfachen und überschaubaren Deutungen in einer komplexer werdenden Welt. In diesem Bedürfnis bauen Menschen ein Verhältnis zur Realität auf, das zunehmend ohne Fakten und Wissenschaftlichkeit auskommt.

Stephane Simon in „Diskussion“ mit Polizeipräsident Bernd Merbitz. Foto: L-IZ.de

Stephane Simon als Abziehbild eines “Unterdrückten” + Video

Er wird als vieles bezeichnet: Rechter, Neonazi oder Reichsbürger. Der Ex-Polizist Stephane Simon nimmt regelmäßig an Legida teil. Am Montag zog er beleidigend über Polizeipräsident Bernd Merbitz und L-IZ Journalisten her und krönte den Abend mit einem Angriff auf einen Gegendemonstranten am Rande der Jahnallee. Polizeibeamte nahmen ihn vorübergehend in Gewahrsam.

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