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Landwirtschaftsminister Günther: Wir brauchen eine Trendwende im Landwirtschafts- und Ernährungssystem

Von Sächsisches Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft
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    Die Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) hat am Mittwoch (30.6.) ihren Abschlussbericht vorgestellt. Dazu der sächsische Landwirtschaftsminister und diesjährige Vorsitzende der Agrarministerkonferenz Wolfram Günther: „Die Landwirtschaft ist unter Druck. Die Rahmenbedingungen bevorzugen einseitig solche Wirtschaftsweisen, die nicht nachhaltig und gesellschaftlich nicht mehr akzeptiert sind. Die Unzufriedenheit damit ist groß, auch und vor allem bei den Landwirtinnen und Landwirten selbst.“

    „Die ZKL und mit ihr eine große Bandbreite von Verbänden haben viel Zeit und Arbeit investiert, um gemeinsam an einer Vision für eine zukunftsfähige Landwirtschaft zu arbeiten. Sie haben damit eine Aufgabe übernommen, die Bundeslandwirtschaftsministerien über mehrere Wahlperioden hinweg systematisch ausgesessen haben, auch aktuell. Jetzt ist der Aufgabenstau riesig.

    Der Abschlussbericht der ZKL führt Punkte auf, die auch mir am Herzen liegen, zum Beispiel eine Bindung der Tierhaltung an die Fläche, ein Ende von Agrarzahlungen ohne Beitrag zum Gemeinwohl oder die Feststellung, dass eine Senkung der Tierbestände einen Beitrag zum Klimaschutz leistet.

    Als Agrarministerkonferenz, deren Vorsitzender ich in diesem Jahr bin, haben wir vor wenigen Wochen den Einstieg in den Umstieg der EU-Agrarzahlungen für Deutschland beschlossen. Das ist ein Meilenstein. Die Zahlungen sind künftig deutlich stärker an Leistungen der Landwirtschaft für Umwelt, Artenvielfalt und Gemeinwohl gekoppelt.

    Perspektivisch will ich dahinkommen, dass hundert Prozent der Zahlungen an solche Leistungen gekoppelt sind. Auch dafür gibt der Abschlussbericht der ZKL definitiv Rückenwind.

    Mehr Mut hätte ich mir bei Vorschlägen zur Reduktion von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln gewünscht. Denn hier liegt ein entscheidender Schlüssel für den Erhalt der Artenvielfalt.

    Ich teile und begrüße die Feststellung der ZKL, dass eine ökologisch verantwortliche Landwirtschaft betriebswirtschaftlich und volkswirtschaftlich attraktiv sein kann. Ich füge hinzu: Sie muss es.

    Die einstimmige Empfehlung der ZKL ist ein Auftrag an die Bundesregierung, grundlegende Trendwenden im Landwirtschafts- und Ernährungssystem zu erreichen. Das gilt auch für Sachsen: Wir brauchen Rahmenbedingungen, die Umwelt, Klima und Artenvielfalt schützen, Tierschutz garantieren und der Landwirtschaft ein gutes Auskommen sichern.“

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