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EU-Kommissarin bei simul+Forum in Bulgarien: Staatsminister Schmidt wirbt für flexiblere EU-Hilfen bei Strukturwandel

Von Sächsisches Staatsministerium für Regionalentwicklung
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    Auf Einladung von Staatsminister Thomas Schmidt nahm EU-Kommissarin Mariya Gabriel am internationalen Fachforum der Zukunftsinitiative simul+ an der Trakischen Universität in Stara Zagora (Bulgarien) am Freitag (27. August 2021) teil. Es war das erste Forum der Zukunftsinitiative des Sächsischen Staatsministeriums für Regionalentwicklung in Bulgarien. Die bulgarische EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend zeigte sich begeistert vom Ansatz der Zukunftsinitiative.

    „Wir waren uns einig, dass wir neue Instrumente brauchen, um die Lücke zwischen Forschung und Markteinführung zu schließen – ein neues Denken hin zu einer stärkeren Anwendungsorientierung in Wissenschaft und Entwicklung. Genau das ist der Ansatz unserer Zukunftsinitiative und für eine gute Zukunft unserer Reviere und der sächsischen Automobilbranche. Die EU-Kommissarin hat uns dazu eingeladen, unsere sächsischen Erfahrungen einzubringen, wenn es jetzt darum geht, die neue europäische Innovationsstrategie zu entwickeln. So könnte die Zukunftsinitiative simul+ beispielhaft für andere Regionen werden“, sagte Staatsminister Schmidt.

    „Sowohl Kommissarin Gabriel als auch der Rektor Dobri Yarkov und ich teilen den Leitgedanken, dass wir ungenutztes Potenzial durch die Vernetzung von Forschung und Praxis in Innovation wandeln wollen. Nur so können wir nachhaltige Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit finden.“

    Im simul+ Forum stellte Staatsminister Schmidt den bulgarischen Teilnehmern aus Forschung und Wirtschaft die Zukunftsinitiative vor. Die sächsischen Delegationsteilnehmer und simul+ Netzwerkpartner präsentierten konkrete Projekte, aus denen sich bereits erste Ideen für Kooperationen in der Forschung und Entwicklung ergaben.

    „Innovationsbasierte Anwendungen sind der Schlüssel für eine gelingende Strukturentwicklung. Dabei helfen uns die europäischen Fördermittel des Green Deals sehr. Ich habe dafür geworben, dass wir in Sachsen und auch in Bulgarien für einen nachhaltigen Strukturwandel ein flexibleres europäisches Wettbewerbsrecht und längere Fristen für die Abfinanzierung der Mittel des Just Transition Funds benötigen“, sagte Staatsminister Schmidt.

    Hintergrund:

    Staatsminister Schmidt war am Dienstag zu einer Delegationsreise in die Republik Bulgarien aufgebrochen. Die 15-köpfige Delegation nahm Termine in Sofia und Stara Sagora wahr. Die Delegation setzte sich zusammen aus Vertretern von Firmen mit den Schwerpunkten Planung und Umweltengineering sowie Management in den Bereichen Bergbau und Umwelt. Ferner waren sechs wissenschaftliche Institutionen vertreten.

    In Sofia traf Staatsminister Schmidt die bulgarische Ministerin für regionale Entwicklung, Prof. Violeta Komitova. Daneben besuchte die Delegation die Technische Universität Sofia und die Universität für Bergbau und Geologie „St. Ivan Rilski“. Letztere unterzeichnete dabei mit der Technischen Universität Bergakademie Freiberg einen Kooperationsvertrag, um die Zusammenarbeit der beiden Hochschulen zukünftig zu vertiefen.

    Die Delegation reiste am Donnerstag weiter nach Stara Sagora. An der dortigen Trakischen Universität besteht ein Institut, das den Strukturwandel in Bulgarien wissenschaftlich begleitet. Die Delegation tauschte sich mit politischen Vertretern und Unternehmern aus Bulgarien zum Strukturwandel aus.

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