Die Gesellschaft muss nach Ansicht der Caritas noch entschlossener auf die Gefahren der Pandemie reagieren. Eine berufsgruppenbezogene Impfpflicht dÃŒrfe sich nicht auf PflegekrÀfte und Ärzt_innen beschrÀnken, sondern mÃŒsse BeschÀftigte aller Einrichtungen umfassen, die engen Kontakt zu vulnerablen Gruppen haben, sagte der Caritasdirektor des Bistums Dresden-Meißen, Matthias Mitzscherlich, am Dienstag in Dresden.

Weiterhin sprach sich Mitzscherlich fÃŒr eine differenzierte Impfpflicht in den Einrichtungen der Altenhilfe aus. „Die alten und kranken Menschen, die in unseren Einrichtungen leben sollen sich dort sicher fÃŒhlen. Dabei kann nur eine einrichtungsbezogene Impfpflicht helfen. In die Pflege und Betreuung alter und kranker Menschen sind viele verschiedene Berufsgruppen wie zum Beispiel Physio- und Ergotherapeuten einbezogen.“

Es helfe daher nicht, wenn nur die Pflegenden geimpft seien. Wenn alle, die nah an diesem Menschen arbeiten geschÃŒtzt sind, könne das Infektionsrisiko minimiert werden. „Die Impfung von Erzieherinnen und Erziehern ist besonders wichtig, da Kinder unter fÃŒnf Jahren noch nicht geimpft werden können“, so Mitzscherlich. Die im Änderungspaket des Infektionsschutzgesetzes beschlossenen Maßnahmen – verstÀrktes Testen und die VerknÃŒpfung des Zugangs zu GaststÀtten und Freizeiteinrichtungen mit dem Impfstatus – seien dringend erforderlich.

Weiter rief der Caritasdirektor die BÃŒrgerinnen und BÃŒrger des Freistaates erneut dazu auf, sich impfen zu lassen. „Ich möchte vor allem diejenigen ansprechen, die noch im Zweifel sind. Informieren Sie sich ÃŒber die Impfungen anhand von seriösen Quellen und lassen Sie die Impfung vornehmen. Die Entwicklung in Sachsen zeigt, dass zum großen Teil ungeimpfte Personen die Ursache fÃŒr die ungehinderte Ausbreitung des Corona-Virus im Freistaat sind.“

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