Zwei in Sachsen forschende Wissenschaftler erhalten mit ihren Projekten einen prestigeträchtigen ERC Synergy Grant: Prof. Gerhard P. Fettweis von der TU Dresden mit dem Projekt SWIMS und Prof. Dr. Bernd Sturmfels vom MPI für Mathematik in den Naturwissenschaften Leipzig mit dem Projekt UNIVERSE+.

Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow: „Herzlichen Glückwunsch zu diesem großartigen Erfolg. Der ERC Synergy Grant, der mit einer Millionenförderung verbunden ist, gilt als eine der renommiertesten Auszeichnungen der EU-Forschungsförderung. Die Erfolgsquote ist äußerst gering. Die Auszeichnungen zeigen erneut die Leistungsfähigkeit der in Sachsen tätigen Wissenschaftler.“

In dieser Förderrunde wurden insgesamt 395 Anträge eingereicht, 37 davon wurden positiv beschieden.

SWIMS (Stochastic Spiking Wireless Multimodal Sensory Systems):

Inspiriert von Bienen wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Dresden, Louvain-la-Neuve, Lausanne und Groningen erforschen, wie die energieintensive Informationstechnik nachhaltiger und ressourcenschonender betrieben werden kann.

Für das Projekt SWIMS beträgt die Fördersumme 13,5 Millionen Euro, davon gehen ca. 2 Millionen Euro an die TU Dresden.

https://tu-dresden.de/tu-dresden/newsportal/news/erc-synergy-grant-fuer-swims-paradigmenwechsel-in-der-digitalen-signalverarbeitung

UNIVERSE+ (Positive Geometry in Particle Physics and Cosmology):

Das Projekt UNIVERSE+ wird von Wissenschaftlern aus Princeton, Amsterdam, München und Leipzig geleitet. Das Team will eine neue mathematische Sprache schaffen. Ziel ist, physikalische Phänomene auf allen Skalen zu beschreiben, von den Wechselwirkungen der Elementarteilchen bis zur großräumigen Struktur des Universums. Die Förderhöhe beträgt 10 Millionen Euro.

https://www.mis.mpg.de/de/institut/presse/news/positive-geometrie-millionenfoerderung-universe-forschungsprojekt.html

Hintergrund:

ERC Synergy Grants fördern Teams von zwei bis vier vielversprechenden Forschenden. Die Projekte sollen zu Entdeckungen an den Schnittstellen zwischen etablierten Disziplinen und zu substanziellen Fortschritten an den Grenzen des Wissens führen. Denkbar sind die Entwicklung neuer Methoden und Techniken, auch durch ungewöhnliche Herangehensweisen.

Die Auszeichnung ist mit einer Förderung von bis zu zehn Millionen Euro plus möglicher Investitionen über einen Zeitraum von sechs Jahren verbunden.

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