„Jetzt geht’s um uns“ Mit einem bundesweiten Jugendstreiktag gehen Auszubildende und Studierende im öffentlichen Dienst der Länder am Donnerstag, 29. Januar 2026, gemeinsam auf die Straße, um ihren Forderungen in der laufenden Tarifrunde Nachdruck zu verleihen. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen werden junge Streikende aus den Bereichen Universität und Hochschule, Krankenhäuser und Landesbehörden zu den Aktionen im Rahmen der Tarifrunde 2026 in Leipzig erwartet.
Bundesweit kommen an diesem Tag an den Standorten Berlin, Hamburg, Hannover, Düsseldorf, Leipzig, Kiel, Rostock und an den Standorten der Unikliniken in Bayern junge Streikende zusammen und erhöhen vor der nächsten Verhandlungsrunde den Druck auf die Arbeitgeber. Das ist notwendig, weil die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) auch in der zweiten Verhandlungsrunde Mitte Januar kein verbindliches Angebot vorgelegt hat.
„Die hohen Lebensmittelpreise treiben viele Nachwuchskräfte in Existenznöte”, sagte Mika Hofmann, Mitglied der Bundesjugendtarifkommission. Auszubildende und dual Studierende seien besonders betroffen. „Die Preise mögen langsamer steigen, aber sie bleiben auf hohem Niveau. Es kann nicht sein, dass Auszubildende am Monatsende nur noch Nudeln mit Butter essen können”, so Hofmann weiter.
ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde für Nachwuchskräfte monatlich 200 Euro mehr, die unbefristete Übernahme von Auszubildenden und dual Studierenden im erlernten Beruf, sowie einen bundesweiten Tarifvertrag für studentische Beschäftigte (TVStud).
„Die rund 300.000 studentischen Beschäftigten arbeiten unter prekären Bedingungen. Niedrige Löhne, Kettenbefristungen und unbezahlte Überstunden gehören für sie zum Alltag“, sagt David Strömer, Landesbezirksjugendsekretär bei ver.di Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. „Diese Tariflücke im öffentlichen Dienst muss endlich geschlossen werden, denn nur sichere Stellen und eine angemessene Bezahlung ermöglichen kontinuierliche und gute wissenschaftliche Arbeit.“
Es müsse gerade bei den Nachwuchskräften in die Zukunft investiert werden, betont Strömer und verweist auf die bundesweit vielen unbesetzten Stellen im öffentlichen Dienst und den demographischen Wandel.
Streikkonferenz, Volkshaus, Karl-Liebknecht-Straße 30-32, 04107 Leipzig, Raum Erich-Schilling-Saal (5. Etage), 10 Uhr.






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