Leipzig ist Teil der Bewerbung BERLIN+ zur Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele in Deutschland. Anfang April wurde die Kampagne „LEIPZIG BEWEGT“ vorgestellt, die künftig für die breite Unterstützung der Berliner Bewerbung durch den Juniorpartner Leipzig zum Einsatz kommt. Der Kanupark Markkleeberg ist in der Konzeption als Wettkampfstätte für Kanu-Slalom und Kajak-Cross fest gesetzt.
Am gestrigen Samstag (25. April 2026) wurde die Adaption „MARKKLEEBERG BEWEGT“ präsentiert. Die Kampagne ist in Kürze auf Bannern in Sportstätten, auf Großflächen im Stadtbild und natürlich im Kanupark Markkleeberg zu sehen.Â
Armin Schuster, Sächsischer Staatsminister des Innern, betonte die große Aufgabe und zugleich Chance durch die Bewerbung. Für den Erfolg Leipzigs mit Markkleeberg als Co-Partner von BERLIN+ sei ein breites Bekenntnis und die Mitarbeit vieler nötig.
„Leipzig ist sicher ein Filetstück für Berlin+, mit seiner Expertise im Spitzensport, der modernen Infrastruktur und einer lebendigen Stadtkultur der perfekte Olympiapartner. Gemeinsam mit Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zeigen wir, dass Olympia den Zusammenhalt in Deutschland stärkt und die Zukunft des Sports auf Jahrzehnte prägen wird. Sachsen treibt diese Bewerbung mit voran und schafft so neue Chancen für Athleten, die Region und den gesamten Sportstandort“, sagte Staatsminister Armin Schuster.
„Der Sport hat in Markkleeberg einen hohen Stellenwert. Mit dem Kanupark verfügen wir über eine Wildwasserstrecke für internationale Wettkämpfe. Olympische Spiele auf dieser Anlage wären für die gesamte Region ein absolutes Highlight. Wir sind dafür bereit. Das Olympia-Fieber ist in Markkleeberg längst ausgebrochen,“ betonte Markkleebergs Oberbürgermeister Karsten Schütze.
Dr. Skadi Jennicke, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur der Stadt Leipzig, erläuterte die aktuelle sportfachliche Konzeption für Leipzig mit der Nutzung bestehender Sportstätten: Neben dem Sportforum mit den beiden Arenen, einer neuen Multifunktionsanlage und der Nordanlage können die Neue Messe, der Kohlrabizirkus, der Kanupark Markkleeberg und die Innenstadt Austragungsorte sein. Hier sollen die Ballsportarten Fußball, Handball und Basketball sowie außerdem Reitsport, Kanu-Slalom und Kajak-Cross sowie die paralympischen Sportarten Rollstuhlbasketball und Rollstuhlrugby zu Gast sein.
Zu den Beteiligungsprojekten für die Leipziger Bürgerinnen und Bürger nannte sie unter anderem ein gemeinsames Stadtradeln mit Berlin. Bei der geplanten deutschlandweiten Aktion sammeln Berlin und Leipzig zusammen Kilometer mit dem Ziel, im Sinne der Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele bis zu 20,40 Mio. Kilometer zurückzulegen. „Wir wollen die Olympischen Spiele von Paris nach Kleinparis holen! Leipzig und Markleeberg bringen nicht nur Bewegung in die Region, sondern tragen mit zahlreichen Beteiligungsprojekten die olympische Idee Schritt für Schritt zu den Menschen“, so Dr. Skadi Jennicke.Â
Leipzigs Kulturbürgermeisterin präsentierte zudem mit Tom Gehler einen Botschafter für die Bewerbung. Der Radsportler hat am Freitag, 24. April, seine Tour „Linie26“ gestartet, eine Rad-Reise von Leipzig über Zentralasien bis nach Tokyo. Mit dem Branding „LEIPZIG BEWEGT“ sammelt er bis Ende September pro gefahrenem Kilometer Sponsorengelder, die zum Beispiel der Sportjugend Leipzig zugutekommen werden.
Für die Stadt Markkleeberg tragen künftig rund 30 Boote des Leipziger-Kanu-Clubs die Kampagne „MARKKLEEBERG BEWEGT“. Höhepunkte im Wettkampfkalender sind die ICF Junioren- und U23-Kanu-Slalom-Weltmeisterschaften in Krakau Ende Juni sowie die Deutschen Schülermeisterschaften in Hagen-Hohenlimburg (NRW).
Weitere Teilnehmer der Gesprächsrunde waren Jan Benzien, Vorstandsmitglied „Gold for Leipzig“, Claudia Kreibich, Fachbereichsleiterin Breitensport Landessportbund Sachsen, und Philipp Bludovsky, Vorstandsmitglied Sportjugend Leipzig. Jan Benzien stellte die Unterstützerkampagne „Deine Stimme für Olympia“ vor. Unter dem Leitgedanken „LEIPZIG BEWEGT“ setzt die Kampagne auf breite Unterstützung für Leipzig, den Freistaat Sachsen und die nationale Bewerbung. Bis zum 26. September 2026 sollen mindestens 10.000 Unterstützerstimmen gesammelt und die Begeisterung für die Bewerbung in der Stadt Leipzig sichtbar gemacht werden.
Claudia Kreibich schätzte die Strahlkraft der Bewerbung in die Sportentwicklung ein, beispielsweise in die Organisationsstrukturen des gemeinnützigen Sports und die Förderung des Kinder- und Jugendsports. Die Sportjugend Leipzig ist für eine junge Zielgruppe aktiv, die von der Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele in Deutschland profitieren und sogar daran teilnehmen kann. Philipp Bludovsky sprach zu Aufgaben wie Begegnung und Beteiligung, die die Sportjugend im Kontext der Bewerbung übernehmen kann.Â
Innerhalb der Bewerbung BERLIN+ werden die Olympischen und Paralympischen Spiele als gemeinsames Projekt über Stadt- und Ländergrenzen hinweg gedacht. Neben Sachsen gehören Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern zum Team.
Der nächste Meilenstein im laufenden Prozess der deutschen Olympiabewerbung ist der 4. Juni. Dann endet die Frist zur Einreichung der vertieften Bewerbungskonzepte beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). Am 26. September wählt die DOSB-Mitgliederversammlung dann den nationalen Kandidaten für die internationale Olympiabewerbung.
Alle Infos: www.leipzig.de/olympiabewerbung






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