Leipzigs Verwaltung hat immer noch kein Verkehrskonzept für Großveranstaltungen im Sportforum

Über ein Jahr wurde seinerzeit im Leipziger Stadtrat über das Verkehrskonzept rund ums Sportforum diskutiert. Dann versank das Thema wieder tief im Schweigen, nachdem der Stadt nichts Besseres eingefallen war, als weitere Parkplätze im Auenbereich anzudenken. Doch mit dem Aufstieg von RB Leipzig in die 1. Bundesliga ist das Thema wieder da. Und nichts ist geklärt.

Immer wieder ersticken die angrenzenden Stadtgebiete in wildem Parkverkehr, dem augenscheinlich vom Leipziger Ordnungsdienst freie Hand gelassen wird. Ein Parkleitsystem gibt es immer noch nicht. Polizei und Ordnungsamt sind augenscheinlich nicht vor Ort, um die Wildparker abzuweisen.

Ein Thema, das die Grünen jetzt mal wieder mit einer Anfrage im Stadtrat thematisieren: „Falschparker, u. a. auf den Radfahrstreifen sind im Alltag ein ärgerliches und gefährliches Problem in Leipzig. Dieser Konflikt ist immerzu verstärkt erlebbar bei den verschiedenen Großveranstaltungen rund um das Stadion und die Arena. So sind bei Fußballspielen die Radfahrstreifen in der Marschnerstraße zugeparkt. Anwohner und Anwohnerinnen der Sport- und Kulturstätten im Waldstraßen- und Musikviertel erleben immer häufiger eine außerordentlich zugespitzte Parksituation in ihrem Wohnumfeld.“

Und sie zitieren Oberbürgermeister Burkhard Jung aus einem Presseartikel zum Aufstieg von RB Leipzig in die 1. Liga am 9. Mai 2016: „Ich bin überzeugt, dass wir mit den vorhandenen Möglichkeiten plus Ausbau auf 55.000 ein sehr gutes Stadion haben. Ich glaube, innerstädtische Stadien sind ein Zukunftsmodell. Wenn ich ein Stadion außerhalb auf die grüne Wiese baue, kommen damit verbundene Effekte nur noch sehr gering in der Stadt an. Ich spreche von Gastronomie, Hotellerie, Dienstleistungen. Es ist auch eine Chance, Verkehr anders zu organisieren. Bei der WM war es selbstverständlich, zu Fuß vom Hauptbahnhof ins Stadion zu gehen. …“

Die zitierte LVZ hatte noch gefragt: „Ist die Belastung im Waldstraßenviertel zu groß?“

Burkhard Jung: „Sie ist groß, ich verstehe die Sorgen. Wir arbeiten an einem deutlich besseren Verkehrskonzept gerade zum Schutz des Waldstraßenviertels. Aber ein Großkonzert belastet mehr als Fußball.“

Aber wie erwähnt: 2013 und 2014 wurde heftig über das Verkehrskonzept diskutiert. Teil dessen sollte auch ein neuer Parkplatz an der Erich-Köhn-Straße werden, ein Vorgang, mit dem sich der Grundstückseigentümer völlig überrumpelt fühlte.

Die meisten Probleme ließen sich schon mit einer konsequenten Parkraumbewirtschaftung und einer klaren Verkehrsregelung lösen. Aber das Thema scheut Leipzigs Verwaltungsspitze wie der Teufel das Weihwasser. Stattdessen hat man versucht, die Besucherströme mit einem Wegeleitsystem umzulenken. Auch das ein Verwaltungsakt, mit dem man vermeiden wollte, die Überlastung der inneren Jahnallee thematisch anzupacken, wo sich bei Großveranstaltungen alles staut: Straßenbahnen (die eigentlich die Gäste schnell an- und abtransportieren sollten), Kfz, Fußgänger – zugeparkt ist die Straße auch noch und mittlerweile sind auch die Fußwege mit Freisitzen verbaut. Hier spielen eine ganze Menge Leipziger Ämter „Ich weiß von nichts“ und „Es geht mich nichts an“.

Logisch, dass die Grünen-Fraktion sich jetzt fragt, ob die Stadt überhaupt nur einen einzigen Punkt, den sie sich 2014 vorgenommen hat, angepackt hat. Oder (aber das schreiben die Grünen nicht so hin), ob die Vorlage von 2014 auch wieder nur ein Versuch war, das Thema zu vertagen auf St. Nimmerlein.

Hier sind die Fragen, die die Grünen jetzt mal an die Stadtverwaltung haben:

Wie arbeiteten die Stadtverwaltung (u.a. Ordnungsamt), Sport- und Konzertveranstalter mit der Polizei bisher zusammen, um den allgemeinen fließenden Verkehr ohne Beeinträchtigungen aufrechtzuerhalten? Werden Falschparker während den Veranstaltungen mit großem Besucheraufkommen, u.a. auf Radfahrstreifen von Polizei und Ordnungsamt geduldet oder sanktioniert?

Was meinte der Oberbürgermeister, als er die zukünftige Nutzung und den Ausbau der Red Bull Arena erklärte und gleichzeitig dafür ein „deutlich besseres Verkehrskonzept“ ankündigte? Welche Veränderungen stellt er sich im Bezug auf dieses Verkehrskonzept vor? Wann wird dem Stadtrat eine entsprechende Verwaltungsvorlage vorgelegt?
     
Welche konkreten Maßnahmen für ein attraktiveres ÖPNV-Angebot in Zusammenspiel mit den vorhandenen P&R-Plätzen am Stadtrand sind im Ausbau?

Ist es seitens der Verwaltung vorstellbar, das Waldstraßenviertel vor dem Parkplatzsuchverkehr bei Veranstaltungen umfassend zu schützen, z. B. durch umfängliche Sperrungen sowie Anwohner- und Bewohnerparken?

Wird die Stadt Leipzig den Stadtordnungsdienst bei den genannten Großveranstaltungen gezielt in den betroffenen Wohngebieten einsetzen, um die StVO umzusetzen? Ist für den  Stadtordnungsdienst dazu eine Erhöhung der Personalstellen über den bereits mit dem Verwaltungsstandpunkt VI-A-02158-VSP-01 angekündigten generellen Ausbau absehbar notwendig?

Die Vorlage des Verkehrs- und Tiefbauamtes von 2014, welche Lösungen man rund ums Sportforum angehen wollte.

In eigener Sache

Jetzt bis 9. Juni (23:59 Uhr) für 49,50 Euro im Jahr die L-IZ.de & die LEIPZIGER ZEITUNG zusammen abonnieren, Prämien, wie zB. T-Shirts von den „Hooligans Gegen Satzbau“, Schwarwels neues Karikaturenbuch & den Film „Leipzig von oben“ oder den Krimi „Trauma“ aus dem fhl Verlag abstauben. Einige Argumente, um Unterstützer von lokalem Journalismus zu werden, gibt es hier.

Überzeugt? Dann hier lang zu einem Abo …

WaldstraßenviertelSportforumJahnalleeVerkehrskonzept
Print Friendly, PDF & Email
 
Ein Kommentar


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr


Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Leipzig wäre bereit, 20 Kinder aus griechischen Flüchtlingslagern aufzunehmen
Refugees Welcome. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDas Herz sitzt nun einmal links. Egal, was die neuen politischen Krawallmacher so erzählen, die so gern den Linksterrorismus beschwören und gleich mal alles, was aus ihrer harten und egozentrischen Sicht „links“ ist, mit verteufeln. Aber links bedeutet nun einmal auch Empathie mit den Schwächeren. Auch mit den Menschen, die in griechischen Flüchtlingslagern gestrandet sind. Den Kindern erst recht. Der Leipziger Stadtrat hat sich Ende März mit einer Resolution zur Aufnahme von Kindern und Jugendlichen bekannt. Aber wie steht die Stadtverwaltung dazu?
Philharmonie Leipzig erinnert mit Orchester-Video daran, wie überlebenswichtig Musik ist in dieser Zeit
Blick zum Turm der Peterskirche. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Freitag, 3. April, hätte es in der Peterskirche eigentlich das große Carmina-Burana-Konzert der Philharmonie Leipzig zusammen mit dem Philharmonischen Chor, Solisten und MDR Kinderchor geben sollen. Das war – wie jedes dieser Konzerte – fast ausverkauft. Und musste natürlich aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen abgesagt werden. Doch wie so viele Orchestermusiker in dieser Zeit wandten sich auch die Mitglieder der Philharmonie Leipzig mit einem berührenden Video an die Öffentlichkeit. Und es ging viral.
Wegbereiter. Wegbegleiter: Wie Paten, Stifter und Festivalintendanten begabten Musikern helfen beim Start
Heide Schwarzweller (Hrsg.): Wegbereiter. Wegbegleiter. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser„Wir alle erleben momentan surreale Zeiten, deren wirtschaftliche Folgen vor allem für eine Berufsgruppe spürbar real sind: Musiker“, schreibt uns Heide Schwarzweller, die nach Ende ihres Berufslebens einen innigen Wunsch in die Tat umsetzte: Sie hob einen Konzeptpreis für Musiknachwuchstalente ins Leben und benannte ihn nach Felix Mendelssohn Bartholdys begabter Schwester Fanny, die zu Lebzeiten nie die Chancen erhielt, die ihr Bruder hatte. Das Buch erzählt nicht nur von diesem Förderpreis.
Corona-Hilfe made in Leipzig: Initiativen, Ideen und Hilfsangebote aus der Zivilgesellschaft zur Milderung der Coronakrise + Update
Alles dicht im Einkaufsmekka Bahnhofspromenaden - nur Apotheken, Lebensmittelhändler und Drogerien haben noch geöffnet. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserIn den vergangenen Tagen ist nach dem atemlosen Zuschauen der hereinprasselnden Verfügungen und Veränderungen seitens des Freistaates Sachsen eine erste Welle von Ideen und Initiativen entstanden. Alle sollen dazu dienen, über die staatlichen Lösungsangebote hinaus, erste Auswirkungen der Corona-Krise abzufedern. Die LZ hat die besten Initiativen herausgesucht und hofft, dass sich je nach eigenen Prioritäten auch die Leser unserer Zeitung an der einen oder anderen gelungenen Idee beteiligen.
Ohne strenge Schutzauflagen wird ein Hochfahren des öffentlichen Lebens in Deutschland nicht zu machen sein
Lieber Abstand halten -auch am Cospudener See. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDer Umgang mit der Covid-19-Pandemie hat auch in Deutschland einige negative Seiten der Globalisierung offengelegt. So die durchaus beängstigende Tatsache, dass die Produktion wichtiger medizinischer Güter wie Schutzkleidung und Schutzmasken seit Jahren ausgelagert wurden nach Asien. Dabei ist gerade bei der Bewältigung einer Epidemie nationale Handlungsfähigkeit überlebenswichtig. Forscher der Leopoldina haben jetzt ihre zweite Einschätzung zu den Maßnahmen in Deutschland geschrieben.
Blinder Fleck: Solo-Selbstständige fallen bei Bund und Freistaat einfach durchs Raster
Wie lange reicht das noch? Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Corona-Krise zeigt nicht nur, welche Berufsgruppen tatsächlich systemrelevant und nicht ersetzlich sind. Sie zeigt auch, wer sofort in Nöte gerät, wenn alle öffentlichen Veranstaltungen abgesagt werden. Und wie unfähig heutige Politiker inzwischen sind, all jene Selbstständigen überhaupt mitzudenken, die das ganze Risiko der Selbstvermarktung tragen und in den vergangen Jahrzehnten erlebt haben, wie ihre Arbeit immer mehr prekarisiert wurde. Das thematisieren jetzt ein Offener Brief an Leipzigs OBM und eine Forderung der Gewerkschaft ver.di.
Auszüge aus Francis Neniks „Tagebuch eines Hilflosen“ #26
Wer Epidemien verhindern möchte, forscht vorsorgend. Grafik: L-IZ

Grafik: L-IZ

Für alle LeserUnd weiter geht's in der großen Ironie namens Geschichte, die wir gerade unsere Gegenwart nennen ... Die Trump-Regierung hat zwei Monate vor Ausbruch des Coronavirus heimlich, still und leise ein USAID-Hilfsprogramm zur Pandemiebekämpfung beendet. Das Programm war 2009 als Reaktion auf Ausbreitung der Vogelgrippe entstanden und trug den Titel „predict“ („vorhersagen“).
Zahl der privaten Pkw in Leipzig auch 2019 weiter gestiegen
Privatbesitz an Pkw in Leipzig 2019. Grafik: Stadt Leipzig

Grafik: Stadt Leipzig

Für alle LeserZurzeit sind zwar Straßenbahnen und Busse in Leipzig relativ leer. Fast hat man schon wieder vergessen, wie vollgestopft sie noch vor vier Wochen im Berufsverkehr waren. Und das trotz stagnierender Fahrgastzahlen. Dass Leipzig die Stärkung seines ÖPNV über Jahre viel zu sehr vertrödelt hat, macht noch eine andere Zahl sichtbar, die das Amt für Statistik und Wahlen am 1. April veröffentlicht hat.
Leckerland ist abgebrannt: Warum unsere Esskultur keine Kultur mehr ist und Großkonzerne alles nur noch schlimmer machen
Manfred Kriener: Leckerland ist abgebrannt. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserGanz so schlimm, wie es der Titel suggeriert, ist es nicht. Wir müssen nicht verhungern. Auch wenn das Buch pünktlich zum Ausbruch der Covid-19-Epidemie auch in Deutschland erschien. Geschrieben von einem, den das Thema als freien Journalisten seit Jahrzehnten umtreibt. Und zwar in der ganzen Breite: Klima, Essen, Trinken, Umwelt. So langsam spricht es sich auch an deutschen Mittagstischen herum, dass unser Essen eine Katastrophe ist. Auch für die Welt.
Leipzigs Umweltdezernat legt Umsetzungsbericht zum Klimaschutzprogramm vor, Stand 2016
Entwicklung der Treibhausgas-Emissionen in Leipzig. Grafik: Stadt Leipzig

Grafik: Stadt Leipzig

Für alle LeserNicht nur die vielen Aktionsgruppen von Fridays for Future befürchten, dass die Anstrengungen, endlich etwas gegen die Klimaerwärmung zu tun, in Zeiten der Corona-Krise einfach vergessen werden. Gerade hatte man ja so viel Aufmerksamkeit geschaffen, dass Regierungen sich wenigstens zum üblichen theatralischen Handeln gezwungen sahen. Aber die Wirklichkeit – auch in Leipzig – sieht nach wie vor so aus, dass es nur in Millimeterschritten vorangeht. Auch im Energie- und Klimaschutzprogramm der Stadt Leipzig.
Die Johannes-Passion gibt es am Karfreitag als Live-Stream direkt aus der Thomaskirche
Blick zum Altar der Thomaskirche. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserOstern ohne Besuch der Kirche ist für viele Familien kaum denkbar. Aber schon in den vergangenen Tagen erlebten viele Menschen, wie die Kirchen umdachten und Gottesdienste per Live-Stream anboten. Und die Corona-Pandemie zwingt jetzt auch die Thomaskirche und das Bachfest zum umdenken. Eine öffentlich besuchte Bach-Passion ist derzeit unmöglich. Was tun? Auch die Passionsmusik gibt es in diesem Jahr am Karfreitag im Internet.
In der Holbeinstraße 58 wird ab Herbst endlich eine Kindertagesstätte für 200 Kinder entstehen
Der Garagenkomplex in der Holbeinstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMan kann ja die Schnecke auf der Klinke des Neuen Rathauses bewundern. Sie kommt langsam voran. Aber sie kommt voran. 2014 war das, als erstmals auf Vorschlag der Grünen über einen neuen Kita-Standort in der Holbeinstraße 58 in Schleußig diskutiert wurde. Jetzt endlich hat die Schnecke die ersten Runden hinter sich gebracht und das Dezernat Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule meldet: „In der Holbeinstraße 58 in Leipzig-Schleußig soll eine neue Kindertageseinrichtung mit 200 Plätzen entstehen.“
Biberzählung im Landkreis Leipzig: Zwischen 200 und 300 Elbebiber leben an Mulde und Weißer Elster
Der Elbebiber fühlt sich an der Mulde wohl. Im Landkreis Leipzig haben sich zwischen 200 und 300 Nager angesiedelt. Foto: Sven Möhring, Untere Naturschutzbehörde Landkreis Leipzig

Foto: Sven Möhring, Untere Naturschutzbehörde Landkreis Leipzig

Für alle LeserAuch in Leipzig wurden ihre Spuren mittlerweile gesichtet – am Elsterbecken zum Beispiel und an der Paußnitz. Im Landkreis Leipzig werden die emsigen Wasserburgenbauer seit einigen Jahren systematisch gezählt. Zwischen 200 und 300 Elbebiber leben im Landkreis Leipzig. Diese Einschätzung basiert auf einer Zählung, die von ehrenamtlichen Naturschutzhelfern und -helferinnen im vergangenen Winter vorgenommen wurde.
Very British: Eine herzhafte Liebeserklärung an die hierzulande kaum bekannte englische Küche
Carola Ruff: Very british. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEigentlich wäre ja derzeit die große Medienberichterstattung darüber fällig, wie der britische Premier Boris Johnson es nun schaffen will, Großbritannien aus der EU zu führen. Denn bis auf die feste Absicht auszutreten, liegt ja bislang immer noch kein einziger Umsetzungsvorschlag vor. Aber nun hat der Bursche selbst eine Corona-Infektion. Und ein kleines Büchlein macht jetzt – so völlig gegen den Trend – neugierig auf die so gern belächelte englische Küche.
Gastkommentar von Christian Wolff: Krise und Angst – Wir müssen aufpassen
Was ist das Wesentliche? Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserWir müssen aufpassen. Nicht nur, um einer möglichen Infektion durch das Coronavirus im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Weg zu gehen. Wir müssen vor allem aufpassen, dass wir in dieser Krise Haltung bewahren. Als einzelne Bürger, als Gesellschaft, als Demokraten. Denn in krisenhaften Zeiten gehen die Maßstäbe schnell verloren. Vor allem dann, wenn sich Krise und Angst paaren und zu einem in uns wild wuchernden Gestrüpp zusammenwachsen.