Der Fernwärmeausbau in Leipzig wird für
immer mehr Ortsteile langsam konkret. Die Südvorstadt gilt zwar als
Pilotprojekt und hier soll der Fernwärmeausbau eigentlich noch in
diesem Jahr starten. Doch in der Fernwärme-Ausbau-Planung von Stadt
und Stadtwerken sind auch weitere Ortsteile in Orange eingetragen.
Das heißt: Hier soll der Fernwärmeanschluss zwischen 2026 und 2030
beginnen. Für […]
Wie jetzt bekannt wurde, sind im Sommer die
Erinnerungstafeln für den Leipziger Rechtsanwalt Ludwig Goldwasser
und den Autor Simson Jakob Kreutner im Waldstraßenviertel gestohlen
worden. Nach den Worten von Melanie Eulitz vom Bürgerverein
Waldstraßenviertel sind die an ehemaligen Wohnhäusern der beiden
angebrachten Tafeln zwischen dem 17. und 24. Juli verschwunden.
„Das sieht nach einem judenfeindlichen […]
Die ohnehin gebeutelten Nutzer der
Georg-Schwarz-Brücken haben ab heute ein Problem mehr, dafür die
Anwohner der Waldstraße im Zuge einer aktuellen Maßnahme eines
weniger. Im gesamten Stadtgebiet fangen heute die kommunalen
Brunnen wieder an zu sprudeln. Und an der Trinitatis-Kirche wird am
Abend ein armenischer Kreuzstein enthüllt. LZ kennt die noch
geheime Inschrift und erläutert […]
Es gibt in Leipzig Ortsteile, die vom
Parkdruck besonders betroffen sind. Erst recht, wenn sie – wie das
Waldstraßenviertel – gleich ans Sportforum angrenzen, wo es zu
jeder Großveranstaltung regelmäßig zu einem massiven Aufgebot von
Kraftfahrern kommt, die ihr Auto irgendwo in Stadionnähe abstellen
wollen. Deshalb wurde im nördlichen Teil des Waldstraßenviertels
schon vor sechs […]
Ein Großteil der sogenannten
Gefährderanschreiben, welche die Polizei Sachsen anlässlich der
Fußball-EM verschickte, ging an Fans des 1. FC Lokomotive Leipzig.
Außerdem wird es aufgrund mehrerer Großkonzerte in den kommenden
Tagen zu Verkehrseinschränkungen in Leipzig kommen und Angela
Merkel wird 70. Die LZ fasst zusammen, was am Mittwoch, dem 17.
Juli 2024, in Leipzig, Sachsen […]
In der Waldstraße fahren seit Montag, 18.
Dezember, wieder die Straßenbahnen. Damit erübrigt sich die
Umleitung z.B. für Gaststättenbesucher über den Liviaplatz. Das ist
auch der richtige Zeitpunkt, das Pilotprojekt Liviaplatz wieder
aufzunehmen, das im März abgebrochen werden musste, um Autofahrern
Richtung Waldstraße die Abkürzung über den Platz zu ermöglichen.
Dabei war das Pilotprojekt auf […]
Hat Leipzig keine attraktiven Plätze mehr,
die eines Oberbürgermeisters würdig sind? Um den früheren
Oberbürgermeister der Stadt Leipzig zu ehren, soll jetzt eine
Teilfläche des Roßplatzes im Zentrum-Südost nach Dr. Hinrich
Lehmann-Grube (1932 – 2017), dem ersten frei gewählten
Oberbürgermeister nach der Friedlichen Revolution, benannt werden.
Die entsprechende Neubenennung hat die Stadtspitze jetzt auf
Vorschlag […]
2022 wurde der Liviaplatz im Leipziger
Waldstraßenviertel auf Beschluss des Stadtrates, einer Initiative
des Stadtbezirksbeirates Mitte folgend, fußgängerfreundlich
umgestaltet: Im Rahmen eines auf drei Jahre geplanten
Modellprojektes wurden innerhalb eines abgegrenzten Gebietes Bänke
und Pflanztöpfe sowie Papierkörbe aufgestellt, hinzu kam ein
öffentlicher Bücherschrank. Diese von den Anwohnerinnen und
Anwohnern gern und immer häufiger genutzte Platzgestaltung […]
„Zeit! Zeit!“, ist auch so ein beliebter
Ausruf von Oberbürgermeister Burkhard Jung, wenn in der Leipziger
Ratsversammlung zu viel geschwafelt, debattiert, diskutiert wird.
Das war am 9. Februar besonders eklatant. Es erzählt aber auch
davon, wie schwer es vielen Menschen fällt, auf den Punkt zu
kommen. Auch wenn die Öffnung des Liviaplatzes im
Waldstraßenviertel sicher […]
Die Stadt verändert sich. Und damit auch
der Stadtraum. Seit einigen Monaten gibt es im Waldstraßenviertel
auf dem Liviaplatz die „temporäre Umgestaltung“, mit der
ausprobiert werden soll, wie dieser bislang ungestaltete Platz
künftig zu einem attraktiven Stadtplatz werden könnte. Aber dann
starteten die LVB 2022 ihre Baumaßnahme in der Waldstraße. Und auf
einmal rätselten Autofahrer: […]
Am Freitag, dem 20. Januar, spielt RB
Leipzig gegen FC Bayern München. Zahlreiche Falschparker werden
wieder Fuß- und Radwege blockieren sowie Grünflächen zerstören,
dessen sind sich jedenfalls die Akteure von Verkehrswende Leipzig
nach den Erfahrungen der letzten Zeit sicher. Mit mehreren
Kundgebungen rund ums Stadion will Verkehrswende Leipzig
Oberbürgermeister Jung jetzt daran erinnern, den von […]
Eigentlich sollte der Einführung des
Bewohnerparkens im Waldstraßenviertel Schritt um Schritt ein
innerstädtischer Ortsteil dem anderen folgen. Aber so schnell geht
das nicht, teilt das Verkehrs- und Tiefbauamt (VTA) jetzt auf eine
Anfrage der Freibeuter-Fraktion mit. Nur wenn der Parkdruck
erheblich sei, könne man die Ausweisung eines Bewohnerparkgebiets
prüfen. Der Gesetzgeber macht es Kommunen auch […]
Sandra Haselbach aus Krostitz hat den
zweiten Preis gewonnen beim Denkmalpflegepreis 2022 der
Handwerkskammer zu Leipzig. Der Preis wurde auf der „denkmal“-Messe
am 25. November verliehen. Ihren Augen entgeht nichts. Sie mustert
mit den sprichwörtlichen Argusaugen die in luftiger Höhe bemalte
Fläche: Sie prüfen ausnahmslos jede Ecke und jeden Winkel der
Zimmerdecke. Sie flitzen von […]
In München brannten in der Nacht acht
Polizeiautos – wenige Tage vor dem G7-Gipfel in Bayern. In Sachsen
bittet die Polizei derweil die Bevölkerung um Mithilfe, um die
Täter/-innen eines Brandanschlags auf ein Impfzentrum im September
zu ermitteln. Außerdem hat das OVG Bautzen einen Eilantrag gegen
Bewohner/-innen-Parken im Waldstraßenviertel abgelehnt. Die LZ
fasst zusammen, was […]
Durch eine „bessere Abstimmung mit der
Polizei“ will Leipzigs Ordnungsbürgermeister die Wildpark-Probleme
rund um das Sportforum in den Griff bekommen. Erst im Mai
beantworte sein Dezernat dazu die Fragen der Grünen-Fraktion, die
thematisierten, was da nicht nur am 28. April beim Spiel von RB
Leipzig gegen die Glasgow Rangers falschgelaufen war. Doch bei den
Konzerten […]
Eigentlich ist sie schon lange ein Relikt
aus vergangenen Zeiten: die sogenannte Feuerbachschleife, jene mehr
oder wenige provisorische Straßenbahnhaltestelle in der
Max-Planck-Straße, an der speziell zu Fußballspielen
Sonderstraßenbahnen halten und einen Teil der Zuschauermengen
auffangen. Ab August soll diese Haltestelle ausgebaut werden. Dass
sie nun ausgebaut werden soll, hat auch damit zu tun, dass die
[…]
Man sieht es ihr nicht an, außer dass die
Fahrspur schon künstlich eingeengt ist und eine Begrenzung auf 9
Tonnen ausgeschildert ist. Aber die Leibnizbrücke, die im Verlauf
der Leibnizstraße den Elstermühlgraben überquert, ist reif. Reif
für den Neubau. In den Jahren 2027/2028 muss sie dringend erneuert
werden, heißt es in einer Informationsvorlage des Verkehrs- […]
Etwa 3.500 Haushalte saßen in einem Teil
des Leipziger Waldstraßenviertels seit spätem Montagnachmittag
aufgrund eines großflächigen Stromausfalls im Dunkeln. Seit dem
Abend hat sich die Situation etwas entspannt - doch noch immer sind
etwa 1.500 Haushalte ohne Stromversorgung.
Da kommt was zu auf die Bewohner des
Waldstraßenviertels und die Gohliser, denn 2022 verwandelt sich die
komplette Waldstraße in eine große Baustelle. Denn die Leipziger
Verkehrsbetriebe verlegen hier dann komplett neue Gleise im neuen
Gleisabstand. Und jetzt nutzt auch die Stadt diese Gelegenheit der
Vollsperrung, um die Waldstraßenbrücke zu erneuern.
Hin und her ging es ja 2019 beim ersten
Versuch der Stadt Leipzig, im Waldstraßenviertel das Bewohnerparken
einzuführen. Einige wesentliche Punkte waren überhaupt nicht
geklärt, als das neue Parkregime im Herbst 2019 begann. Der OBM zog
nach heftigem Protest von verschiedenen Betroffenengruppen die
Reißleine. Das ganze Paket ging in die Überarbeitung und am Ende
auch noch vor Gericht. Jetzt gibt es drei Bewohnerparkzonen. Und am
1. Oktober soll das Ganze endgültig in Betrieb gehen.
Im Mai hat zwar die Verwaltung schon
angekündigt, dass sich der Zuschnitt der Bewohnerparkzonen im
Waldstraßenviertel ändern wird, nachdem das Oberverwaltungsgericht
Bautzen die bisherige heiß umstrittene Regelung gekippt hatte. Aber
ein Problem wird damit noch nicht gelöst, mahnt jetzt der
Stadtbezirksbeirat Mitte an: Was wird aus den Bewohnern, die in
Leipzig „nur“ ihren Zweitwohnsitz haben?
Der erste Anlauf, das Waldstraßenviertel
mit einer Bewohnerparkregelung zu beglücken, ist ja bekanntlich
2020 erst einmal gescheitert, weil die gewählte Parkzone in ihrer
Ausdehnung einfach zu groß war für so eine Parkzone. Die Stadt war
also verpflichtet, die Zone so zu teilen, dass sich die möglichen
Laufwege der Betroffenen verkürzten. Das habe man jetzt
hinbekommen, meldet die Stadt.
Also noch einmal ran und überarbeiten. Am
Freitag, 11. September, reagierte das Verkehrs- und Tiefbauamt nun
doch auf den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts in Bautzen zum
Bewohnerparken im Waldstraßenviertel und setzt die Regelung außer
Vollzug. Das zweite Mal nach einem Jahr. „Ab Mittwoch, 16.
September, wird die Bewohnerparkregelung sowie das
gebührenpflichtige Parken in Zone E des Waldstraßenviertels
ausgesetzt“, teilte es mit.
Es war ein Erfolg vor dem Sächsischen
Oberverwaltungsgericht, den die Rechtsanwaltskanzlei Füßer &
Kollegen vor einer Woche verkünden konnte: Das Bewohnerparken, das
die Stadt Leipzig Ende 2019 eingeführt hat, ist zu einem großen
Teil rechtswidrig. Die Stadt muss die Anordnung gründlich
überarbeiten. Aber noch am 28. August erklärte die Verwaltung, dass
sie keine Notwendigkeit sieht, das Kassieren von Parkgebühren
deswegen auszusetzen.
Wie regelt man ein Bewohnerparken in einer
sächsischen Großstadt wie Leipzig eigentlich rechtssicher?
Jahrelang hat Leipzigs Verwaltung dafür eine Lösung gesucht. 2014
hatte der Stadtrat ein belastbares Verkehrskonzept fürs
Waldstraßenviertel beantragt – und zwar nicht, weil im Viertel zu
viele Autos parkten, sondern weil jede Arena-Veranstaltung zu Chaos
in allen umliegenden Straßen führte. Und sechs Jahre waren nicht
genug.
Der Stadtbezirksbeirat Mitte hatte den Ball
erneut ins Spielfeld gerollt und beantragte am 17. Juni 2020 eine
Anwohner-Parkscheinberechtigung auch für Menschen mit Zweitwohnsitz
im Waldstraßenviertel. Da war es also wieder, das Bewohnerparken in
einem der heiß debattierten Stadtviertel Leipzigs nahe der Arena.
Doch erneut tauchten rechtliche Bedenken auf, wurden
Bewohnerbeteiligungen zitiert und am Ende stand eine der knappesten
Entscheidungen, die der Stadtrat je erlebte.
Das Verwaltungsgericht Leipzig hat am
Montag, 27. April, zwei Anträge auf vorläufigen Rechtsschutz gegen
das ab dem 1. Januar 2020 im Waldstraßenviertel Leipzig geltende
Bewohnerparken abgelehnt. Das Bewohnerparken, so wie es nach der
Korrektur zum Jahresbeginn von der Verwaltung gestaltet wurde, ist
aus Sicht des Gerichts rechtmäßig. Wobei es ja zwei völlig
verschiedene Fallkonstellationen waren, über die das Gericht einen
Beschluss fassen musste.
Die Einführung des Anwohnerparkens im
Waldstraßenviertel ging ja mit einigem Geholper vor sich, denn mit
der strikten Fixierung auf Bewohner mit Erstwohnsitz wurden nicht
nur die ansässigen Gewerbetreibenden in eine Zwickmühle gebracht,
Probleme bekamen auch die 160 Bewohner/-innen mit Nebenwohnsitz.
Ihrer nahm sich der Stadtbezirksbeirat Mitte an. Doch der wird
jetzt vom zuständigen Ordnungsdezernat eines anderen belehrt. Da
gibt es nämlich einen Paragraphen.
„Ostern steht vor der Tür, nur leider sind
unser aller Planung dieses Jahr etwas eingeschränkt. Kein
Osterpicknick mit der Großfamilie, kein Festgottesdienst am
Sonntagmorgen, kein Speisen in feinen Restaurants oder Cafés“, lud
seit Beginn des Monats Familie Weise ein zu einem Hofkonzert am
heutigen Sonntag, 12. April, ab 11 Uhr. Dann wird es im im Block
zwischen Friedrich-Ebert-Straße, Christianstraße, Max-Planck-Straße
und Wettiner Straße ein bisschen wie in Italien.
4.000 Unterschriften hatten Juliane
Hauschild und Babis Kirilidis für ihre Petition gesammelt, mit der
sie das Aussetzen des Anwohnerparkens im Waldstraßenviertel
forderten. Der Petitionsausschuss des Stadtrates wird sich mit der
Petition erst am 6. März beschäftigen. Aber das Dezernat
Stadtentwicklung und Bau hat seine Stellungnahme dazu schon
formuliert. Die fällt erwartungsgemäß ablehnend aus.
Die Sportoberschule ist ausgezogen.
Augenblicklich wird das alte Schulgebäude in der Max-Planck-Straße
1 - 3 am Waldstraßenviertel als Interim für die 94. Schule genutzt,
deren Gebäude in Grünau derzeit saniert wird. Aber das
Waldstraßenviertel selbst braucht ja auch noch ein neues
Schulgebäude. Denn der Containerbau für die 5. Grundschule am
Sportforum ist nur ein Provisorium. Deshalb beginnen jetzt die
Planungen für den Umbau des 1888 erbauten Schulgebäudes in der
Max-Planck-Straße.
Es wird kein transparentes Verfahren.
Jedenfalls nicht so, wie es das Dezernat Stadtentwicklung und Bau
jetzt plant. Nach einem mittlerweile sehr vertrauten Muster: Man
verhandelt schon mal, macht Versprechungen und legt Dinge fest, die
jede künftige Bürgerbeteiligung ad absurdum führen. An eine – wie
von den Grünen beantragte – Evaluation der Pläne am Sportforum
denkt das Baudezernat gar nicht. Die Enttäuschung der Grünen über
„ihre“ erste Bürgermeisterin in Leipzig dürfte sich langsam in
Verzweiflung verwandeln.
Es wird nicht gutgehen mit dem seit 1.
Januar nun doch irgendwie angeordneten Bewohnerparken im
Waldstraßenviertel. Es schafft Probleme, wo es vorher keine gab und
löst ein Problem nicht, für das es vollmundig verkauft wurde. Schon
im vergangenen Jahr hat die Rechtsanwaltskanzlei Klaus Füßer
angekündigt, dass es auch mit der korrigierten Variante des
Bewohnerparkens juristisch nicht einverstanden ist. Am Freitag, 10.
Januar, hat sie für sich selbst Widerspruch gegen das im gesamten
Waldstraßenviertel eingeführte Bewohnerparken bzw. die insofern
inzwischen wieder unverhüllten Verkehrszeichen erhoben.
Offiziell gibt es den Liviaplatz gar nicht,
obwohl er der repräsentativste Stadtplatz im Waldstraßenviertel
ist. Der Bürgerverein Waldtraßenviertel veranstaltet hier seine
Bürgerfeste. Nur im Alltag sieht der Platz eher aus wie eine
überdimensionierte Parkfläche. Man fädelt sich zwischen geparkten
Autos durch, um schnell zur kleinen Brücke über den
Elstermühlgraben zu kommen. Nur zu logisch, dass der
Stadtbezirksbeirat Mitte beantragt hat, dem Platz endlich
Aufenthaltsqualitäten zu geben.
Die Mitglieder des Pro Leipzig e. V. haben
sich auf ihrer Mitgliederversammlung Ende 2019 deutlich gegen die
Regelung zum Anwohnerparken im Waldstraßenviertel ausgesprochen.
Hauptgrund ist die Tatsache, dass diese den einstigen
Entwicklungszielen des Viertels widerspricht. Das
Waldstraßenviertel war nach 1990 eines der ersten Stadtgebiete
Leipzigs, welches eine umfassende Rettung und Sanierung erfuhr.
Im November noch einmal kurzerhand
gestoppt, wird das Bewohnerparken im Waldstraßenviertel nun
offiziell am 1. Januar in Kraft treten. Vor allem der deutliche
Protest der Gewerbetreibenden hatte OBM Burkhard Jung noch einmal
bewogen, das Projekt zu stoppen. Am 3. Dezember meldete dann die
Verwaltung: „Zum Start des zunächst ausgesetzten Bewohnerparkens im
Waldstraßenviertel ab dem 1. Januar 2020 wird es auch Parkausweise
für Unternehmen geben.“ Aber das wird nicht reichen.
Ihren ersten Antrag „Waldstraßenviertel:
Kein Parkhaus auf der Fläche des ehemaligen Schwimmstadions!“
reichte die Grünen-Fraktion schon im August 2018 ein. Im März 2019
reagierte das Dezernat Stadtentwicklung und Bau endlich darauf mit
einem Beschlussvorschlag, in dem unverhofft wieder die
Verwaltungsvision einer Freilegung der Alten Elster auftauchte.
Eigentlich sollte das Bewohnerparken im
Waldstraßenviertel schon am 1. November starten, wurde dann aber
doch kurzerhand vom OBM auf dem 1. Januar verschoben. Denn
mittlerweile hatte eine Petition von Gewerbetreibenden im
Waldstraßenviertel über 4.000 Unterschriften bekommen. Initiatoren
waren Juliane Hauschild von Wohnfühl Immobilien in der
Funkenburgstraße und Babis Kirilidis von der Trattoria No. 1 in der
Waldstraße. Was Juliane Hauschild am meisten ärgerte, war die
fehlende Bürgerbeteiligung.
Wer darf künftig im Waldstraßenviertel
einen dauerhaften Parkausweis erhalten? Darüber wurde im
Zusammenhang mit dem sogenannten Bewohnerparken zuletzt viel
diskutiert. Nun musste sich der Stadtrat mit einem Antrag der
Freibeuter-Fraktion beschäftigen, die das auch für
Mitarbeiter/-innen der Gewerbetreibenden ermöglichen wollte. Die
große Mehrheit lehnte den Antrag jedoch ab.
Am 3. Dezember veröffentlichte die Stadt
Leipzig ihre Mitteilung zu den neuen Regeln zum Bewohnerparken im
Waldstraßenviertel, das am 1. Januar starten soll. Eine Regelung,
die zwar irgendwie dem Vorschlag der Freibeuter-Fraktion ähnelte.
Aber Sven Morlok, Fraktionsvorsitzender der Freibeuter im Leipziger
Stadtrat, kritisiert die von Oberbürgermeister Burkhard Jung
vorgeschlagene Ungleichbehandlung trotzdem auf ganzer Linie.
Das war zwar einerseits logisch,
andererseits auch etwas forsch, nachdem die Stadt mehrfach
versichert hatte, es habe genug Bürgerbeteiligung vor Einführung
des Bewohnerparkens im Waldstraßenviertel gegeben. Und das, obwohl
nicht nur Gewerbetreibende ihre Probleme mit der gefundenen
Regelung anmeldeten, die Anfang November in Kraft treten sollte,
von OBM Burkhard Jung aber kurzerhand ausgesetzt wurde. Was denn
nun? Selbst Rechtsanwälten ist das nicht klar.
Besonders Gewerbetreibende hatten so ihrem
Kummer mit den Regelungen, die die Stadtverwaltung für das
Bewohnerparken im Waldstraßenviertel ausgedacht hat. Sie kamen
irgendwie nicht drin vor. Aber die Aussetzung des Bewohnerparkens
zeigt auch: Tagsüber gibt es im Waldstraßenviertel eigentlich keine
Stellplatzprobleme. Man kann die Gewerbetreibenden also problemlos
mit unterbringen. Einen Vorschlag macht dazu jetzt die
Freibeuter-Fraktion.
Am 29. Oktober zog Oberbürgermeister
Burkhard Jung die Reißleine, nachdem zuvor in einer Veranstaltung
im Waldstraßenviertel deutlich geworden war, dass nichts von alldem
geklärt worden war, was die Stadt in Sachen Bewohnerparken
eigentlich hätte klären sollen. „Die Regelungen zum Bewohnerparken
im Waldstraßenviertel werden überarbeitet und zunächst nicht
umgesetzt“, so entschied Burkhard Jung in seiner Dienstberatung am
Dienstag, 29. Oktober.
Die Schulwegsicherheit in der Tauchaer
Straße in Plaußig-Portitz war Thema einer Einwohneranfrage in der
Ratsversammlung am Mittwoch, den 30. Oktober. Die Stadt sollte
erklären, warum derzeit keine Fußgängerbedarfsampel geplant sei.
Außerdem war die Verwaltung mit der Frage konfrontiert, warum im
Waldstraßenviertel zahlreiche Parkbuchten nicht mehr für Autos
genutzt werden können.
Dass es keine leichte Übung werden würde,
war von Anfang an klar, als die Diskussion um das Anwohnerparken im
Waldstraßenviertel begann. Eigentlich ging es dabei anfangs nicht
mal um die Autos der Bewohner des Viertels, sondern um das
Parkchaos, das regelmäßig durch Besucher von Konzerten und
Fußballspielen im Sportforum ausgelöst wurde. Im Juli legte die
Verwaltung nun die Modalitäten für das Anwohnerparken offen. Und
erntet nun auch Kritik von IHK und Unternehmerverband Sachsen.
Nein, ein Stadtviertel ist mit dem
CDU-Antrag am Sportforum gar nicht vorgesehen. Und eine Schule mit
Sporthalle passt auch nicht hin, erklärte am Freitag, 28.
September, CDU-Stadträtin Sabine Heymann. Gemeinsam mit Falk
Warnecke, Stadtbezirksbeirat der CDU in Mitte, hatte sie die Presse
eingeladen, um die Hintergründe des CDU-Antrags „Stadträumliches
Konzept Sportforum Ostseite“ zu erläutern. Die Alte Elster stand
nicht grundlos im Papier.
Auf den ersten Blick liest es sich wie eine
völlige Umkrempelung des Grünen-Antrags „Waldstraßenviertel: Kein
Parkhaus auf der Fläche des ehemaligen Schwimmstadions!“, was die
CDU jetzt als Änderungsantrag vorgelegt hat. Und in gewisser Weise
ist es das auch. Denn statt nur die Parkfläche an der Arena für
einen Schulneubau zu sichern, will die CDU-Fraktion gleich ein
ganzes Quartier an dieser Stelle entwickelt sehen. Samt
Elster-Kanal und Parkflächen.
Jahrelang durften sich die Leipziger
darüber wundern, warum es die Stadtverwaltung nicht fertigbekommt,
rund um das Sportforum ein einigermaßen vernünftiges
Verkehrskonzept hinzubekommen. Warum es fürs Anwohnerparken im
Waldstraßenviertel genauso wenig eine Lösung gab wie für die
unübersehbaren Probleme in der Jahnallee. So recht wollte der eine
oder andere Verantwortliche im Rathaus nicht. Denn die Fraktion der
Autoliebhaber, die jetzt unbedingt auch noch ein Parkhaus dort
haben möchten, ist stark. Was die Grünen jetzt zum Reagieren
bringt.
Es hat am Ende tatsächlich acht Jahre
gedauert. Acht Jahre für ein Parkraumkonzept im Waldstraßenviertel.
Mit zwei abgelehnten Zwischenergebnissen unterwegs und am Ende
einem Vorschlag, der seit über einem Jahr durch die Gremien
geistert. Jetzt soll er endlich in den Stadtrat kommen: Das
Anwohnerparken im Waldstraßenviertel kommt. Und den Faulpelzen, die
mit ihrem Auto unbedingt in Stadionnähe parken wollen, wenn Fußball
oder Volksmusik passieren, wird die Bequemlichkeit verleidet.
Endlich, muss man sagen.
So richtig „vor die Welle“ scheinen die
Legida-Organisatoren um den neuen Vereinschef Patrick Filz auch
beim Anlaufnehmen zum angestrebten Rundgang am heutigen 9. Januar
2016 im Waldstraßenviertel nicht zu kommen. Dass man die rechte
Bewegung, zuletzt mehr ein Resthäufchen vergangener Tage, bei Loks
Vereinsführung nicht mag, ist seit einer kraftvollen Distanzierung
2015 bekannt. Beim Roten Stern oder der BSG Chemie darf man
schlicht davon ausgehen. Man versuchte also im Vorfeld mittels der
gewaltverherrlichenden Band „Kategorie C – Hungrige Wölfe“ die
Stimmung vor allem unter rechtsorientierten Hooligans noch etwas
aufzubessern. Erinnerungen an den Connewitzer Überfall scheut man
scheinbar nicht bei Legida.
Es ist so ein richtiges Jahrzehnteprojekt,
diese Öffnung des Elstermühlgrabens. Erst hat es über zehn Jahre
gebraucht, um die Öffnung des in den 1960er Jahren verrohrten
Mühlgrabens überhaupt zu beschließen. 2004 kam der Beschluss
endlich zustande. Aber auch nur, weil der Neubau des Ranstädter
Steinweges im Vorfeld der Fußball WM 2006 drängte. Mit bekannten
Folgen.
Es gibt allerlei Relikte, die in Leipzig
ziemlich beziehungslos herumstehen. Man stolpert drüber, fragt
sich, was das ist – und in der Regel steht es nicht dran. Und man
ist ja sowieso schon verwirt, wenn man - wie Wolfgang Stoiber,
Vorsitzender des NuKLA e.V. - immerfort auf Spurensuche ist nach
Leipzigs Gewässer- und Auenlandschaften. Auch das ist ein reines
Rätselspiel.
LeserclubLeipzig und sein Nahverkehr. Wie
alt ist das Thema eigentlich? Stillschweigend haben die Leipziger
Verkehrsbetriebe in diesem Jahr 120 Jahre „Elektrische“ gefeiert.
Aber mit Strom ging es ja nicht los, sondern mit Pferden. Am 18.
Mai 1872 nahm die Leipziger Pferdeeisenbahn (LPE) ihren Betrieb
auf. Aber auch das war nicht der Beginn des Leipziger Nahverkehrs.
Der war schon zwölf Jahre früher.
Über ein Jahr wurde seinerzeit im Leipziger
Stadtrat über das Verkehrskonzept rund ums Sportforum diskutiert.
Dann versank das Thema wieder tief im Schweigen, nachdem der Stadt
nichts Besseres eingefallen war, als weitere Parkplätze im
Auenbereich anzudenken. Doch mit dem Aufstieg von RB Leipzig in die
1. Bundesliga ist das Thema wieder da. Und nichts ist geklärt.
Wer erinnert sich noch an den 12. Januar
2015? Das war war der Tag, an dem Legida in Leipzig ganz groß
aufmarschieren wollte im Waldstraßenviertel. Ein Tag, an dem das
zivile Leipzig 30.000 Gegendemonstranten mobilisierte, die
versuchten, den Marschierenden den Weg zu verstellen. Für einige
Gegendemonstranten hatte das damals ein Nachspiel.
Etwa 350 Menschen folgten am Mittwochabend
der Einladung der Stadtverwaltung zur Informationsveranstaltung
über eine geplante Asylunterkunft im Waldstraßenviertel. Neben
Besorgten und Unterstützern äußerte sich auch ein lokaler
Rechtsaußenpolitiker der AfD.
Leipzigs Sportoberschule soll einen
vierzügigen Neubau mit Dreifeldsporthalle bekommen.
Oberbürgermeister Burkhard Jung wird auf Vorschlag von
Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau und Schulbürgermeister Thomas
Fabian die Vorlage zum Baubeschluss in den Stadtrat einbringen. Die
neue Schule soll am Nordrand des Waldstraßenviertels als Teil des
zwischen Goyastraße, Max-Planck-Straße und Auenwald befindlichen
Mehrgenerationenprojektes entstehen, zu dem ein Altenpflegeheim,
betreutes Wohnen und eine Kita gehören.
Gute Bücher leben von der Faszination. Von
der Faszination der Leser, vom Begeistertsein des Verlages und vom
Fasziniertsein des Autoren von seinem Thema. Wer sich für sein
Thema nicht begeistert, sollte kein Buch draus machen. So einfach
könnte es sein. Für den Architekten Bernd Sikora und den Fotografen
Peter Franke ist das Faszinosum klar benennbar:
Zentrum-Nordwest.
Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird
gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk
und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch
Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag
beschlossenen Haushaltes.
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