Der erste volle Tag der Leipziger Buchmesse 2026 zog am Donnerstag zahlreiche Gäste aus Nah und Fern an, es bildeten sich teils lange Schlangen. Und: Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hatte das Landgericht Dresden gegen einen Teenager verhandelt, der vor fast einem Jahr seine ältere Freundin erstochen hatte – nun fiel die Entscheidung. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 19. März 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.

Buchmesse 2026: Preisverleihungen und Promis

Unter großem Besucherinteresse und mit entsprechend viel Andrang und langen Schlangen begann am Donnerstag der erste volle Tag der Leipziger Buchmesse 2026, die gestern Abend, von Protesten begleitet, im Gewandhaus eröffnet worden war. Bis einschließlich kommenden Sonntag werden 2.044 Aussteller aus 54 Ländern ihre Neuheiten vor Publikum präsentieren können. 2026 steht die Buchmesse unter dem Motto „Donau – Unter Strom und zwischen Welten“, ein spezifisches Partnerland gibt es diesmal nicht.

Mit Spannung erwartet wird die Verleihung des Preises der Leipziger Buchmesse am Donnerstag. Ausgezeichnet wurden schließlich Katerina Poladjan in der Kategorie Belletristik, Marie-Janine Calic im Bereich Sachbuch sowie Manfred Gmeiner für die beste Übersetzung. Updates und Hintergründe können etwa hier im Ticker des MDR eingesehen werden. Wie dieser weiterhin berichtet, steht in diesem Jahr auch die sogenannte New-Adult-Literatur auf der Buchmesse im besonderen Fokus der Aufmerksamkeit.

Zu den erwarteten Promis gehören 2026 unter anderem Lukas Rietzschel, Alice Schwarzer, Sebastian Fitzek, Jana Hensel, Paul Maar, Lutz van der Horst und viele mehr.

21-Jährige nach Techno-Fest getötet: Freund (17) kommt in Psychiatrie

Emma hätte ihr Leben noch vor sich gehabt, doch wurde sie nur 21 Jahre alt: Im Mai 2025 tötete ihr Freund die junge Magdeburgerin nach einer Techno-Party in der Königsbrücker Heide bei Dresden. Rund ein Jahr später ordnete das Landgericht Dresden am Donnerstagmorgen an, den heute 17-Jährigen unbefristet in einer psychiatrischen Einrichtung unterzubringen. Die Entscheidung ist rechtskräftig. Verhandelt wurde insgesamt zehn Tage unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Teenager Emma in den Morgenstunden des 18. Mai 2025 nach dem Besuch einer Techno-Party in der Laußnitzer Heide mit einer Vielzahl von Messerstichen getötet hatte. Der damals 16-Jährige habe sich zur Tatzeit „im Zustand absoluter Schuldunfähigkeit“ befunden und sei auf Initiative seiner Eltern schon vorher behandelt worden.

Das Geschehen vom Mai sei laut Landgericht auf eine schwere psychische Erkrankung des Jugendlichen sowie auf Betäubungsmittel‑Einnahme zurückzuführen. Auch bei der benannten Techno-Party seien zahlreiche illegale Drogen konsumiert worden.

Anhaltspunkte für einen Mord erkannte das Schwurgericht keine, die Tat sei rechtlich als Totschlag einzuordnen und erfülle insbesondere nicht die Merkmale eines sogenannten Femizids: Die umfangreiche Würdigung vieler Beweismittel und Zeugenaussagen habe keinen Hinweis auf ein geschlechtsspezifisches Motiv erbracht, das zum grausigen Tod der 21-jährigen Emma führte.

Worüber die LZ heute berichtet hat:

Das Postamt der Freundlichkeit: Internationale Wochen gegen Rassismus

Bertolts Bruch und Friedrichs Fiasko – Den Faust im Genick I

Regionale Lebensmittel mit Trinkwasserschutz: Wassergut Canitz wird jetzt zur Marke

Eröffnung Leipziger Buchmesse: Protest gegen Weimer, Konzertflügel für Klima und Zurückrudern + Videos

Etwas weniger Unterrichtsausfall als vor einem Jahr: Löcherstopfen auf sächsisch

12 Süßigkeiten und 2 Todesfälle: Eine Kindergeschichte über das Sterben, das Naschen und das Freundefinden

Was sonst noch wichtig war:

In Leipzig wurde, wie der Generalbundesanwalt heute bekanntgab, ein mutmaßlicher IS-Kämpfer festgenommen.

Im Nahverkehr Sachsen-Anhalts wird gestreikt.

Überschattet von der krisenhaften Weltlage und einer Blockadehaltung von Ungarns Premier Viktor Orbán (62) begann der Brüsseler EU-Gipfel.

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