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Finanzierung für Radweg bis zum Teilungswehr Großzschocher steht, jetzt braucht es nur noch Fördermittel

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    Mit lauter kleinen Änderungsanträgen haben Leipzigs Stadtratsfraktionen noch eigene Gestaltungsideen in den Doppelhaushalt 2017/2018 eingebracht, den die Ratsversammlung Anfang Februar beschloss. Darunter ist auch ein kleines Stück Radweg, freut sich jetzt die Grünen-Fraktion. Sie hatte die grundhafte Sanierung des Elsterradweges zwischen Schleußiger Weg und dem Teilungswehr Großzschocher beantragt.

    Der entlang des Dammes des Elsterflutbettes führende Rad-/Gehweg ist an dem Wäldchen kurz nach dem Zugang zur Pistorisstraße seit dem Hochwasser 2013 in ziemlich desolatem Zustand. Nach der damaligen teilweisen Unterspülung des Weges wurde dieser notdürftig mit grobem Schotter wieder aufgefüllt. Ein sicheres Radfahren ist dort seither aber nicht möglich. Gerade entgegenkommende Radfahrer müssen in den tiefen Schotter ausweichen, begründeten die Grünen ihren Antrag und verwiesen darauf, dass der Freistaat Förderprogramme für den Radwegebau hat, die Leipzig durchaus nutzen kann.

    Ohnehin hatte der Stadtrat mit dem Sportprogramm 2016 bis 2024 beschlossen, den Elsterradweg zwischen Schleußiger Weg und Teilungswehr Großzschocher grundhaft auszubauen und so auch für Skater nutzbar zu machen. „Dies sollte aufgrund der oben beschriebenen dringlichen Erfordernisse nicht in die Zukunft verschoben, sondern schnellstmöglich umgesetzt werden“, fanden die Grünen. „Ebenso ist eine Übergangssanierung nicht sinnvoll, wenn ohnehin eine grundhafte Sanierung geplant ist, da dies doppelte Kosten für den Teilabschnitt bedeuten würde. Die Gesamtkosten für den Abschnitt des Radweges sind im Sportprogramm mit 250.000 Euro angegeben, welche sich durch die Fördermittel auf 25.000 Euro Eigenanteil reduzieren.“

    Das ist jetzt so beschlossen. Und es ist ein Baustein für eine attraktive Radwegeverbindung bis zum Cospudener See.

    „Die Asphaltierung des Elsterradweges zwischen Schleußiger Weg und dem Teilungswehr Großzschocher wird zur Folge haben, dass nicht nur Radfahrer, sondern nun auch Inlineskater zukünftig von der Leipziger Innenstadt bis zum Cospudener See eine hochattraktive und durchgehend asphaltierte Wegeverbindung genießen können“, erklärt dazu Michael Schmidt, sportpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion. „Nachdem wir im vergangenen Jahr bereits die Asphaltierung der ehemals gepflasterten und so insbesondere für Skater und Rennradler gefährlichen Rundwegkreuzung am Nordstrand des Cospudener Sees erreichen und feiern konnten, können wir uns nun auf den Lückenschluss zur Innenstadt freuen.“

    Bleibt noch die Frage nach dem Belag. Denn mit Rädern rollt es sich dann besser. Für Läufer aber geht klassischer Asphalt gehörig auf die Knochen.

    Ein Thema, bei dem Schmidt den Blick ins ferne Bayern empfiehlt.

    „Während eine Asphaltierung für Skater und Radfahrer Verbesserungen bewirken, sehen insbesondere Jogger dies als eher nachteilig“, sagt der Stadtrat der Grünen. „Wir haben der Verwaltung daher geraten, einen Blick nach Würzburg zu werfen, wo derzeit ein gedämpfter Asphaltbelag getestet wird und möglicherweise auch für diesen Streckenabschnitt eine Alternative zu reinem Asphalt darstellen könnte. Dies gilt es im Rahmen der Beschlussumsetzung zu prüfen.“

    Das mögliche Problem könnte aber in Dresden auftauchen: Im Rahmen der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr für die Förderung von Straßen- und Brückenbauvorhaben kommunaler Baulastträger ist u.a. der Neu-, Um- und Ausbau sowie die Instandsetzung und Erneuerung selbständiger oder im Zuge von kommunalen Straßen geführter Radverkehrsanlagen mit den dazugehörigen Einrichtungen mit einer Höchstförderung von 90 Prozent möglich. In diesem Bereich wurden Fördermittel bislang nur in sehr geringem Maße abgerufen. Leipzig hat 2014 nur 71.000 und 2015 nur 85.000 Euro Fördermittel für kommunale Radwege, und bis zum Frühsommer 2016 noch keine Mittel für 2016 beantragt. Aber es geht nicht nur Leipzig so. Andere Kommunen haben stapelweise beantragt und dennoch nur Kleckerbeträge bekommen, weil augenscheinlich im Verkehrsministerium das nötige Personal für die Bearbeitung fehlt. Die sächsische Sparpolitik macht sich an erstaunlich vielen Stellen negativ bemerkbar.

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