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Kulturdezernat will bauliche Einordnung des Heinrich-Budde-Hauses für 2019/2020 prüfen

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    Gefragt hatte der Stadtbezirksbeirat Nord. Übrigens schon im März 2016. So lange kann das dauern, bis man aus dem Leipziger Rathaus eine Stellungnahme zu Bauplänen am Heinrich-Budde-Haus in Gohlis bekommt. In diesem Fall hatte das Zaudern Gründe: der Kulturbürgermeisterwechsel kam dazwischen, ein neuer Betreiber wurde gesucht ...

    Den neuen Betreiber gibt es nun seit dem 1. Januar. Und für die ersten kleineren Maßnahmen hat man inzwischen auch eine Verständigung gefunden. Das Budde-Haus wird seit dem 1. Januar vom FAIRbund e.V. in freier Trägerschaft betrieben.

    „Zwischen dem neuen Betreiber und der Stadt Leipzig wurde einvernehmlich festgelegt, welche Schönheitsreparaturen und wo Verbesserungen der Ausstattung kurzfristig umgesetzt werden können. Die Kosten dafür werden gemeinsam getragen. Auf der Seite der Stadt Leipzig aus Mitteln des laufenden Werterhalts für Fachliegenschaften des Kulturamtes, die vom Amt für Gebäudemanagement bewirtschaftet werden“, teilt das Kulturdezernat jetzt den Stand der Dinge mit. „Im Außengelände wird im Auftrag des Kulturamtes der Wildwuchs beseitigt werden.“

    Und da der FAIRbund e.V. hier vor allem seine Kompetenzen als freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe einbringen wird, wird es dafür in diesem Jahr auch schon den ersten Baustein geben – und zwar draußen, im Freien: „Der Betreiber wird beim Kulturamt einen Antrag auf investive Verstärkungsmittel (Fördermittel des Freistaates Sachsen für investive Maßnahmen) für den Bau eines Spielplatzes im Außengelände stellen und sich außerdem um Fördermittel aus dem Programm ‚Lieblingsplätze für alle‘ des Freistaates Sachsen zur barrierefreien Erschließung des Erdgeschosses des Gartenhauses und der dort befindlichen Toilette bemühen. Beide Anträge werden vom Kulturamt befürwortet.“

    Was dann am Haus selbst passieren kann, muss freilich erst mit Finanzen untersetzt werden. Aber das ist nicht vor 2019 möglich, teilt das Kulturdezernat mit: „Im Jahr 2004 wurde die Fassade der Villa aufwendig saniert und das Gartenhaus grundlegend modernisiert. Im Jahr 2009 konnte mit Mitteln des Konjunkturpaketes II ein Teil der Fenster der Villa erneuert werden. Als Kultur- und Vereinshaus ist das Gebäude, das um 1890 als reines Wohnhaus errichtet wurde, in seiner bestehenden Struktur derzeit nur eingeschränkt nutzbar. Vor allem zur Gewährleistung des Brandschutzes müssen umfangreiche Maßnahmen umgesetzt werden. Die Kosten zur brandschutztechnischen Ertüchtigung des Gebäudes, wozu auch die Erneuerung der elektrischen Anlage zählt, sowie die Kosten für eine barrierefreie Erschließung des Gebäudes und der Geschosse mit einem Aufzug, wurden im Jahr 2015 im Auftrag des Kulturamtes ermittelt.“

    Das sind natürlich Gelder, die vom Stadtrat erst einmal in dieser Dimension bewilligt werden müssen: Danach ergeben sich für diese beiden Maßnahmen zusammen Kosten von rund 900.000 Euro. Für die abschließende  Erneuerung der Fenster würden zusätzlich Kosten von etwa 150.000 Euro entstehen.

    „Eine Senkung der Heizkosten bei der Betreibung des Gebäudes ist grundsätzlich anzustreben, wobei eine energetische Verbesserung aufgrund des Denkmalstatus des Gebäudes nur eingeschränkt möglich ist“, teilt das Kulturdezernat noch mit. „Für die Modernisierung der Heizungsanlage kann von ca. 50.000 € ausgegangen werden. Somit ergeben sich geschätzte Gesamtkosten von ca. 1,1 Mio €. Endgültige Angaben zu den Kosten können erst mit einer vertiefenden Planung getroffen werden.“

    Nicht berücksichtigt seien dabei Anforderungen des neuen Nutzers.

    Aber jetzt ist der Zeitpunkt, für die notwendigen Investitionen den nötigen Vorlauf zu schaffen. Eine Einordnung in den städtischen Haushalt wird für 2019/2020 geprüft, teilt das Kulturdezernat noch mit.

    Die Stellungnahme des Kulturdezernats.

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