In einer Bar im Leipziger Norden gab es eine körperliche Auseinandersetzung. In der Nacht zum Sonntag brannte das Fahrzeug eines Immobilienunternehmens in der Südvorstadt. Und: Die USA haben den venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro mit seiner Frau gefangengenommen und nach New York gebracht. Die LZ fasst zusammen, was am Wochenende, dem 3. und 4. Januar 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus alles wichtig war.

Zwei Verletzte nach Streit in Gohliser Lokal

Kripo und Staatsanwaltschaft Leipzig ermitteln nach einem gewaltsamen Vorfall in einer Gohliser Bar. Das Geschehen in dem Lokal auf der Georg-Schumann-Straße ereignete sich laut Mitteilung der Polizeidirektion in der Nacht zu Samstag, etwa 00:10 Uhr.

Zwei Männer (27 und 24) seien körperlich aneinandergeraten, wobei nach Medienberichten ein spitzer Gegenstand im Spiel war. Die Kontrahenten wurden beide verletzt und zur Behandlung in eine Klinik gebracht. Die Ermittlungen zu den Hintergründen des Streits dauern an.

Kochstraße: Feuer an Transporter gelegt, womöglich politisches Motiv

Zudem wird ein Autobrand im Leipziger Süden gemeldet: In der Nacht zu Sonntag etwa 01:35 Uhr wurde laut Polizeidirektion das zu einer bekannten Immobilienfirma gehörende Fahrzeug, ein Opel Vivaro, in der Kochstraße angezündet.

Der Transporter und ein naher BMW X3 trugen erhebliche Schäden davon, deren Höhe zunächst noch nicht beziffert werden konnte. Eine Fahndung nach dem Täter oder den Tätern blieb bisher ergebnislos. Ermittlungsarbeit durch Spezialisten der Kripo wurde auch hier aufgenommen.

Zwischen Jubel und Protest: USA attackieren Venezuela und nehmen Machthaber Maduro gefangen

In der internationalen Politik wird die Nachrichtenlage des Wochenendes vor allem durch die US-amerikanische Intervention in Venezuela bestimmt: Am frühen Samstagmorgen um 02:00 Uhr (Ortszeit) wurden die Einwohner der venezolanischen Hauptstadt Caracas durch laute Hubschraubergeräusche und Explosionen geweckt.

US-Präsident Donald Trump (79) hatte seine Drohgebärden nach langer Spannung umgesetzt und das Land gezielt durch Luftschläge angegriffen. Sowohl Zivilisten als auch Streitkräfte Venezuelas sollen getötet worden sein.

Im Rahmen der Operation wurde Venezuelas mit harter Hand regierender Staatschef Nicolás Maduro (63), der seit 2013 als Nachfolger des verstorbenen Hugo Chávez fungiert hatte, mit seiner Frau gefangengenommen und das Paar nach New York ausgeflogen. Hier sollen sich beide vor Gericht verantworten.

Die USA lasten Maduro Illegitimität als Präsident und eine Verwicklung in den Rauschgifthandel an, bereits in jüngster Vergangenheit hatte Trump wiederholt mutmaßliche Schmuggler-Boote bombardieren lassen, deren Fracht zehntausende Leben in den USA bedrohen würde.

Doch obgleich nicht wenige Exil-Venezolanerinnen und -Venezolaner auf der Welt das US-Vorgehen begrüßen: Es gilt laut Experten als völkerrechtlich illegal und die Drogenproblematik nur als Vorwand. Vielmehr hätten es die USA auf die größten, zertifizierten Erdölreserven auf venezolanischem Staatsgebiet abgesehen, heißt es oft.

Transpi bei Demo. Foto: Böhme
Transparent auf der Demo in Leipzig gegen den US-Angriff auf Venezuela am Samstagabend, dem 3. Januar 2026. Foto: Lucas Böhme

In diesem Sinne äußerten sich auch Rednerinnen und Redner auf einer spontanen Kundgebung am Samstagabend ab 18:00 Uhr in Leipzig: Den USA wurden imperialistisches Machtgehabe, Kolonialdenken und eine aggressive Regime-Change-Politik vorgeworfen. Zudem kritisierten die Teilnehmer die verhaltene Reaktion von EU und Bundesregierung auf das Vorgehen der Trump-Administration.

Der Aufzug von etwa 100 Menschen zog zum Abschluss noch durch die Innenstadt, die Demo verlief laut Polizeiangaben friedlich.

Worüber die LZ am Wochenende berichtet hat:

2026, was kommt: Bessere Radfahrbedingungen auf der Naunhofer Straße

Trumps Angriff auf Venezuela: Drogen und Öl – ein Kommentar

Zwischen Landschaft und Leitbild: Wie entwickelt sich die Baukultur im Leipziger Neuseenland?

Wärme für Leipzig, Teil 4: Die Gasverteilungskosten sind in Grenzen zu halten

Urteil am Landgericht: Boxer soll nach versuchtem Totschlag an Trainer in die Psychiatrie

Wärme für Leipzig, Teil 3: Woher sollte in Zukunft unsere Wärme kommen?

Wenn Leipziger träumen: Leipziger Frühling im Herbst 1989

Was sonst noch wichtig war:

Am Samstag hat die Bergwacht Bad Schandau einen Wanderer gerettet: Der 51-jährige Leipziger war gestürzt und hatte sich verletzt.

Ein mutmaßlich in Anschlagsplanungen verwickelter Tadschike ist am Samstag nach Behördenangaben aus Deutschland ausgereist.

In Berlin sind tausende Haushalte nach einem gezielten Anschlag seit Samstag ohne Strom, der Zustand soll teilweise noch mehrere Tage andauern. Nach Medienberichten soll sich eine linksextreme Gruppierung zu dem Angriff bekannt haben.

In Griechenland fielen am Sonntag Flugverbindungen wegen einer technischen Panne aus, inzwischen soll der Betrieb langsam wieder anlaufen.

Empfohlen auf LZ

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Es gibt 3 Kommentare

Nachtrag: CDU und Identitäre sind hier nur beispielhaft genannt. Ich will niemandem irgendwelche terroristischen Gelüste unterstellen

Es hat wohl auf Indymedia ein Bekennerschreiben gegeben von einer linksextremen Gruppe.
Und warum sollen sich dann echte LINKE, warum Antifa und andere distanzieren? Warum soll sich nicht die CDU distanzieren oder die Identiitären?
Und nein, nur weil man nichts sagt, heißt das noch lange nicht, dass man diesen Terror gutheißt. Bisher hat die LINKE und auch die Antifa Terror abgelehnt.
Ein anderes Verbrechen in Berlin scheint dagegen Ihre Aufmerksamkeit nicht erreicht zu haben: das Abbrennen von 3 Kältebussen, mit denen Obdachlose versorgt wurden
Auch das ist Terror. Ja, gegen die letzten auf der sozialökonomischen Leiter, die kriegen ja eh immer allen Scheiß ab und sind Kummer gewohnt, gell?
Ich will nichts vergleichen, nichts schönreden. Beide Taten sind verabscheuungswürdig und die Täter gehören entsprechend bestraft.

Vor allem sollte man in diesem Übersichtstext auch die absurden Taten der Geisteskranken nennen, die in BERLIN Stromkabel abgebrannt haben, um Menschen bei Minusgrade leiden zu lassen. Warum distanzierte sich nicht DIE LINKE, die “Leipziger Zeitung”, die heterogene Leipziger “Antifa” (Antifakten) von diesen Verbrechern!? Es geht hier um TERROR. Wer schweigt, macht sich mitschuldig.

Schreiben Sie einen Kommentar