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„Lernfabriken… meutern!“: Leipziger Studierende demonstrieren für bessere Bildung

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    Schätzungsweise mehr als 1.000 Menschen haben am Mittwoch für bessere Studien- und Arbeitsbedingungen an der Uni Leipzig demonstriert. Nach einer Auftaktkundgebung zogen die Demonstranten vom Augustusplatz aus durch das Zentrum und die Südvorstadt.

    Die Demonstration war Teil der überregionalen Kampagne „Lernfabriken… meutern!“, die sich für eine ausfinanzierte, gerechte Bildung und faire Arbeitsbedingungen an deutschen Hochschulen einsetzt. In der Messestadt hatten der Student_innenRat der Uni Leipzig, Schülerinitiativen und Uni-Mitarbeiter zur Teilnahme aufgerufen. Vor Ort präsentierten sich vor allem linke Organisationen. Eine Samba-Gruppe heizt den Demonstranten ein.

    „Besonders stolz sind wir darauf, dass sich auch Lehrende und Professoren zu einer Zusammenarbeit bereiterklärt haben. Am bekanntesten aus dieser Gruppe ist wohl Cornelius Weiss, ehemaliger Rektor der Universität Leipzig und ehemaliges Mitglied des sächsischen Landtags für die SPD, der unsere Forderungen unterstützt“, sagte Mitorganisator Albert Haas.

    Demonstration des Bündnisses "Lernfabriken... meutern!" am 21. Juni 2016 in der Leipziger Innenstadt. Foto: Martin Schöler
    Demonstration des Bündnisses „Lernfabriken… meutern!“ am 21. Juni 2017 in der Leipziger Innenstadt. Foto: Martin Schöler

    „Im Zentrum der Kritik stehen die flächendeckende Unterfinanzierung des Bildungssystems, der ungerechte Zugang zu Bildung und die inakzeptablen Beschäftigungsverhältnisse für Großteile des wissenschaftlichen Personals“, äußerte sich Senatsmitglied Carl Bauer. „Gerade vor der Bundestagswahl im September ist es wichtig, Probleme im Bildungssystem wieder in den Fokus zu rücken.“

    Demonstration des Bündnisses "Lernfabriken... meutern!" am 21. Juni 2016 in der Leipziger Innenstadt. Foto: Martin Schöler
    An der Demo beteiligten sich überwiegend linke Gruppen. Foto: Martin Schöler

    Bei der Auftaktkundgebung schlug ein Redner deutlich radikalere Töne an und spannte einen rhetorischen Bogen von im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlingen zum deutschen Bildungssystem. „Wollen wir ein Weiter so?“, fragte der junge Mann das Publikum. „Auf den Zustand, wie er jetzt ist, haben wir keinen Bock mehr.“ Das Bündnis „Lernfabriken… meutern!“ führt noch bis zum 23. Juni in acht deutschen Städten eine Aktionswoche durch. Anlass ist der Jahrestag der Unterzeichnung der Bologna-Erklärung am 19. Juni 1999, die eine transnationale Hochschulreform in Europa einleitete. Kritiker sehen in dem Bologna-Prozess eine Ursache für mangelhafte Studienbedingungen an den Hochschulen.

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