Bauprojekt Plagwitzer Brücke

Am Freitag wurde die Behelfsbrücke für Fußgänger und Radfahrer eingesetzt

Für alle LeserAm Freitag, 15. Juni, gab es mal einen Fototermin auf einer Baustelle – auf einer nicht ganz unspektakulären: Am 7. Mai starteten ja die Arbeiten für den Neubau der Plagwitzer Brücke im Zuge der Karl-Heine-Straße. Die halbe Karl-Heine-Straße ist aufgerissen, weil hier Wasserwerke, Stadtwerke und später auch die LVB alles gründlich erneuern. Die Plagwitzer Brücke aus dem Jahr 1961 steht noch.

Noch können Fußgänger und Radfahrer auf der nördlichen Seite die Plagwitzer Brücke überqueren. Aber das wird sich Mitte Juli ändern.

Dafür gab es am Freitag den Termin vor Ort, wo zwei riesige blaue Kräne nur darauf warteten, die 38 Meter lange und 2,50 Meter breite Behelfsbrücke einzuheben, die für ein Jahr den Fußgänger- und Radfahrerverkehr über die Weiße Elster aufnehmen soll.

Das Widerlager für die Behelfsbrücke am Ostufer der Weißen Elster. Foto: Ralf Julke

Das Widerlager für die Behelfsbrücke am Ostufer der Weißen Elster. Foto: Ralf Julke

Die Fotografen und Kameraleute waren für 8 Uhr bestellt – so ungefähr. Am Bau weiß man nie so genau, wann es wirklich losgehen kann. Die große Stahlkonstruktion der Brückenvermietung „Retro Bridge“ lag schon auf der Plagwitzer Brücke bereit. Die Zuwegung an den Ufern der Weißen Elster waren gebaut. Jetzt musste die Behelfsbrücke nur noch in die Kranschlaufen gehängt und schön langsam an den neuen Standort südlich der Plagwitzer Brücke gehievt werden.

Das dauerte dann doch ein Weilchen. Schaulustige fanden sich ein an den Absperrgittern. Und am Ende ging es dann an 9 Uhr recht flott, hob sich das tonnenschwere Metallteil, in dem die künftigen Verbindungsleitungen schon vormontiert waren und wurde dann von den zwei Kränen geruhsam an Verkehrsschildern und Brückengeländer vorbeigeschwenkt, um dann in wenigen Minuten die neue Position in den neuen Uferlagern zu finden.

Die Behelfsbrücke wird von den beiden Schwerlastkränen von der Plagwitzer Brücke gehoben. Foto: Ralf Julke

Die Behelfsbrücke wird von den beiden Schwerlastkränen von der Plagwitzer Brücke gehoben. Foto: Ralf Julke

Am Ende dauerte der Vorgang ganze 5 Minuten, bis die Behelfsbrücke wieder abgesenkt und eingepasst werden konnte. Ab jetzt dauert es noch ein Weilchen, bis auch Radfahrer und Fußgänger die Brücke nutzen können. Offizieller Inbetriebnahme-Termin für die Behelfsbrücke ist der 18. Juli. Bis dahin muss ja auch noch der Belag eingebracht werden und die Zuwegungen fertiggestellt werden.

Und dann wird auch der letzte Rest der alten Plagwitzer Brücke dichtgemacht, denn am 6. August soll dann endlich der Abbruch beginnen, ein Arbeitsschritt, der knapp einen Monat dauert. Der Neubau der neuen Brücke soll am 10. September beginnen. Sie wird als Einfeldbrücke (38 Meter lang, 22 Meter breit) gebaut. Das dauert ungefähr zehn Monate, wenn der Winter nicht zu sehr aus dem milden Rahmen fällt. Im Juli 2019 sollen dann Fußgänger und Radfahrer wieder über die dann neue Plagwitzer Brücke laufen und fahren dürfen.

Die Behelfsbrücke schwebt über der Weißen Elster. Foto: Ralf Julke

Die Behelfsbrücke schwebt über der Weißen Elster. Foto: Ralf Julke

Für Straßenbahn und Kraftfahrer dauert das Umleitungsregime noch länger, denn der eigentliche Straßen- und Gleisbau auf der Brücke ist dann von August bis Oktober 2019 geplant.

Mit allen Leitungs- und Straßenbauarbeiten auch in der Karl-Heine-Straße kostet das ganze Brückenprojekt 12,8 Millionen Euro, von denen 6,8 Millionen Euro Kostenanteil der Stadt sind.

Die Behelfsbrücke hat ihr Ziel erreicht. Foto: Ralf Julke

Die Behelfsbrücke hat ihr Ziel erreicht. Foto: Ralf Julke

Am Montag, 7. Mai, startet der Neubau der Plagwitzer Brücke

Plagwitzer Brücke
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