Planungsdezernat nimmt AfD-Antrag zum Anlass, noch ein bisschen mehr zu erzählen

Es gibt keinen Grund, den rumpeligen Marienweg zur Fahrradstraße umzubauen

Für alle LeserMan muss schon ein gewisses Rumpelpotenzial haben, um auch nur auf die Idee zu kommen, auf dem südlichen Marienweg mit dem Fahrrad fahren zu wollen. Zumindest verblüffte im Frühjahr der Vorstoß der Leipziger AfD-Fraktion, den Marienweg im Rosental als Fahrradstraße ertüchtigen und dann auch gleich noch die Bahnstrecke unterqueren zu wollen. Man hatte da so was gehört von einer Baumaßnahme an der Strecke.

„Die bis in die 70er Jahre funktionierende Querungsmöglichkeit mittels Bahnschranke verwahrloste zunehmend und wurde dauerhaft geschlossen. Da die Bahn derzeit für die Jahre 2019ff umfangreiche Modernisierungsarbeiten bis hin zu Brückenbauarbeiten plant (Sanierung/Neubau), sollte hier die Möglichkeit einer Unter- oder Überquerung mit geprüft werden“, hieß es im Antrag der AfD, wo man meinte, den Marienweg als Fahrrad-Entlastungsstrecke für die Kirschbergstraße ausbauen zu können.

Viel Rad scheint man in der Fraktion nicht zu fahren.

Was dann auch das Dezernat für Stadtentwicklung und Bau jetzt in seiner Stellungnahme zumindest andeutet.

„Ob sich aus ihr eine relevante Entlastung des deutlich nördlicher liegenden und den Alltagsradverkehr direkter bedienenden Straßenzuges der Kirschberg- und Möckernschen Straße ergäbe, ist allerdings zumindest sehr fraglich. Aufgrund technischer, verkehrlicher und finanzieller Gründe kann die Maßnahme gegenwärtig aber nicht prioritär in Angriff genommen werden, weshalb auch eine vertiefende Untersuchung derzeit keinen sinnvollen Ressourceneinsatz darstellen würde“, betont es.

Wer im Rosental mit dem Rad fährt, findet einige gut befahrbare Radwege, die ein Befahren des alten Marienweges eigentlich überflüssig machen. Bis auf den nördlichen Abschnitt Richtung Möckern. Darauf geht die Verwaltung auch ein: „Der aktuelle Zustand des Marienweges stellt sich sehr unterschiedlich dar. Aus nördlicher Richtung und als Fortführung der Slevogtstraße kommend, führt der Marienweg als asphaltierte Sackgassenstraße bis zum an der Bahntrasse entlangführenden Heuweg.

Bis auf einige Unebenheiten im Asphalt ist dieser Teil von der Beschaffenheit sehr gut nutzbar und er wird mit Kfz im Wesentlichen nur von den anliegenden Kleingärtnern befahren, sodass Radfahrer hier auch heute schon und ohne Widmung als Fahrradstraße gute Bedingungen vorfinden.“

Vor der Bahnstrecke ist Schluss. Und dass hier mal eine Schranke war, ist auch nicht mehr zu sehen. Als ICE-Strecke ist dieser Abschnitt konsequent für jede Querung gesperrt. Weshalb Radfahrer auch schon lange ganz andere Routen nehmen. Ist ja nicht so, dass es keine Unterführungen unter der Bahnstrecke gibt.

Das hundertjährige Pflaster im südlichen Marienweg. Foto: Ralf Julke

Das hundertjährige Pflaster im südlichen Marienweg. Foto: Ralf Julke

 

„Durch die Bahntrasse ist der Marienweg dann in gerader Fortführung unterbrochen. Eine direkte Verbindung mit dem südlichen Teil, die nur durch eine Untertunnelung der Bahntrasse möglich wäre, muss aus zweierlei Gründen ausscheiden: Zum einen ist das für diese Strecke durchgeführte Planfeststellungsverfahren zur Modernisierung der DB-Anlagen und insbesondere zu den Brückenbauwerken über die Weiße Elster, Neue Luppe und Nahle bereits sehr weit fortgeschritten“, betont das Planungsdezernat.

„Im Rahmen des Anhörungsverfahrens hat die Stadt eine koordinierte Stellungnahme abgegeben, die kein Verlangen nach einer (auch mit zu finanzierenden) zusätzlichen Querung im Verlauf des Marienweges enthält. Die Stellungnahme wurde dem Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau am 31.01.2017 als Informationsvorlage zur Kenntnis gegeben und am 02.02. an die Landesdirektion verschickt.

Die Anhörung ist abgeschlossen, der Planfeststellungsbeschluss wird erwartet. Zum anderen ist das auf der südlichen Seite der Bahntrasse befindliche Grundstück mit dem ehemaligen Blockstellwerk bereits seit einigen Jahren von der Bahn an Privat verkauft worden, hier hat sich ein Künstler ein Atelier und Freiluftgalerie eingerichtet.“

Für die AfD sitzt Tobias Keller im Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau. Er müsste also Anfang 2017 mitgekriegt haben, wie der Verfahrungsstand um das Brückenbauwerk ist.

Wobei sich die Stadt Leipzig ein bisschen schwertat, ihre Wünsche für den Neubau der alten Brücken in der Elsteraue zu formulieren – sehr zur Beunruhigung der Leipziger Umweltverbände, die sich deutlich mehr Durchflussraum für den Hochwasserfall gewünscht haben und vor allem mehr Durchfahrtshöhe für die Unterquerungen unter der Strecke, auf die das Planungsdezernat auch eingeht.

„Statt der geradlinigen Querung der Bahntrasse sind die etwas westlich und östlich bestehenden Durchlässe im Zuge der die Neue Luppe und Weiße Elster überspannenden Eisenbahnbrücken nutzbar“, schreibt das Dezernat. „Während der nördlich der Bahntrasse gelegene Heuweg als Hinführung vom Marienweg in guter Qualität asphaltiert ist, sind die hauptsächlich genutzte Unterführung an der Neuen Luppe selbst und die südliche Hinführung in einem schlechten Zustand in ungebundener Bauweise.

Mit dem Neubau der Brückenbauwerke wird sich aber die Querungsmöglichkeit im Zuge des Elsterradweges an der Neuen Luppe deutlich verbessern. So wird die lichte Höhe der Unterführung auf 2,50 m angehoben und auch die Wegebreite erhöht. Die Querungsmöglichkeit unter den Bahnanlagen wird damit deutlich komfortabler und besser. Da anzunehmen ist, dass die südliche Zuführung vom Marienweg zu dieser Querung für den Baustellenverkehr genutzt wird, wird ggf. deren Wiederherstellung (in dann besserem Zustand) nach der Baumaßnahme der Bahn möglich.“

Diese (namenlose) Zuführung ist eine einzige Rumpelstrecke. Aber vielleicht hält die Verwaltung ja Wort und macht nach dem Brückenbau einen ordentlichen Radweg draus. Dann kann man endlich auch ohne Gehirnerschütterung vom Elsterradweg zum Marienweg fahren, wo man aus vielen guten Gründen mit dem Rad auf die Waldwege abbiegt.

„Der sich anschließende, rd. 1,5 km lange südliche Teil des Marienweges zwischen Bahntrasse und Waldstraße stellt damit den eigentlichen Schwachpunkt der Verbindung dar. Einerseits ist er sehr breit und praktisch ohne nennenswerten Kfz-Verkehr, da er nur als Zufahrt zum Klärwerk Rosental dient, andererseits befindet er sich aber in sehr unterschiedlichem und insgesamt für den Radverkehr nicht komfortablem Zustand aus Kopfsteinpflaster, Betonstrecken unterschiedlicher Qualität und Asphalt“, so das Planungsdezernat.

Wobei die Asphalt- und Betonteile nicht das Problem sind, sondern die uralten Kopfsteine aus den Zeiten, als der Marienweg tatsächlich mal die direkteste Verbindung von der Waldstraße durchs Rosental nach Möckern war und im Bahnwärterhäuschen, in dem heute ein Künstleratelier ist, die Bahnwärter noch emsig darauf achteten dass die Schranken rechtzeitig unten waren. Für die lange Liegezeit ist das Pflaster sogar noch sehr gut. Nur für Fahrräder überhaupt nicht geeignet. Er macht auch als direkte Radverbindung keinen Sinn.

„Eine grundsätzliche Qualitätsverbesserung ließe sich nur mit dem grundhaften Ausbau dieses Streckenabschnittes erreichen, der jedoch, wie der gesamte Marienweg, nicht Teil des Hauptradnetzes entsprechend des Radverkehrsentwicklungsplans 2010-2020 der Stadt und nicht in dessen priorisierten Maßnahmenlisten enthalten ist“, stellt das Planungsdezernat fest.

„Aufgrund des hohen Aufwandes und anders gesetzter Prioritäten sind Belagsverbesserungen daher hier gegenwärtig nicht vorgesehen und eine vertiefte Kostenprüfung sowie eine Ausweisung als Fahrradstraße derzeit nicht sinnvoll.“

Wobei trotzdem spannend wird, wie Bahn und Stadt ab 2019 den Radverkehr lenken wollen, wenn die Bahn hier den Komplettneubau der Brücken beginnt. Wobei die Bahn betont, dass man frühestens 2019 mit dem Bau beginnen werde. Also wohl eher 2020.

Umweltverbände fordern dringend gesetzkonforme Unterführungen unter den geplanten neuen ICE-Brücken

 

ElsteraueRosental
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 
2 Kommentare


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Buchvorstellung »Polens letzte Juden« und der Film »Sterne«
Foto: L-IZ

Foto: L-IZ

Am Montag, den 24. Juni 2019, 17.00 Uhr, laden das Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow, Vandenhoeck & Ruprecht Verlage sowie das Polnische Institut Berlin – Filiale Leipzig zu einem Gespräch zwischen dem Historiker David Kowalski und der Slawistin Anna Artwińska ein. Im Mittelpunkt steht die 2018 am Dubnow-Institut entstandene Publikation »Polens letzte Juden. Herkunft und Dissidenz um 1968«.
Minister weiß nichts von einem naturschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren zum Biotop am Holzberg
Das Naturparadies am Holzberg bei Böhlitz. Foto: BI Böhlitz

Foto: BI Böhlitz

Für alle LeserDass im einstigen Steinbruch am Holzberg bei Böhlitz zahlreiche streng geschützte Arten ein Zuhause gefunden haben, streitet Sachsens Landwirtschaftsminister gar nicht ab. Der Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Sächsischen Landtag, Wolfram Günther, hatte extra angefragt, wie es um den Arten-, Biotop- und Landschaftsschutz im Steinbruch Holzberg steht, der jetzt durch die geplante Verfüllung mit Schuttmaterial bedroht ist.
Vom Ausstieg aus der Kohle sind in Sachsen tatsächlich nur 4.800 Arbeitsplätze betroffen
Der Tagebau Vereinigtes Schleenhain soll das Dorf Pödelwitz schlucken. Foto Luca Kunze

Foto Luca Kunze

Für alle LeserWenn man der sächsischen Staatsregierung glauben wollte, dann ginge es beim Kohleausstieg in der Lausitz und im Mitteldeutschen Revier um fast 27.000 Arbeitsplätze, die irgendwie unmittelbar oder mittelbar mit Kohleförderung und Kohleverstromung zu tun haben. Die Zahl kolportierte die Staatsregierung auch wieder auf ihrer Website „Strukturwandel in den sächsischen Braunkohleregionen“. Eine Zahl, die der Landtagsabgeordnete Marco Böhme völlig unglaubwürdig fand.
Bis 2050 sollen alle Wälder in Deutschland ökologisch bewirtschaftet werden
Femelschlag im Waldgebiet Die Nonne. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserBeim Thema Klimawandel wird nun schon seit über 30 Jahren über die Abholzung der tropischen Wälder diskutiert. Die EU will jetzt – so berichtet jedenfalls die F.A.Z. – mit einem Maßnahmepaket der Urwaldvernichtung gegensteuern. Aber das Paket scheint wieder mal an den zerstrittenen Regierungen zu scheitern. Und in Deutschland? Auch hier steht ein kompletter Paradigmenwechsel an. So sehen es jedenfalls die Grünen im Bundestag. Und das sollte man zumindest ernst nehmen.
So aktuell wie vor 100 Jahren: Ohne Frauen keine Demokratie!
Homepage der Feministischen Sommeruniversität. Screenshot: L-IZ

Screenshot: L-IZ

Für alle LeserBevor am Samstag, 29. Juni, das „Leipziger Frauen*festival“ startet, gibt es am Freitag und Samstag die Feministische Sommeruni Leipzig 2019 „Ohne Frauen keine Demokratie!“, die auch daran erinnert, dass Frauen in Deutschland vor 100 Jahren zum ersten Mal ihr Wahlrecht ausüben durften. Der Kampf der Frauenbewegung ist natürlich älter. Und er hat seine Wurzeln in Leipzig.
Theateraufführungen „Casablanca Reloaded“ vom 6. – 7. Juli und 12. – 15. August
Foto: Armin Zarbock

Foto: Armin Zarbock

Als die Casablanca-Filmbüchse verschwindet, sieht sich ein von seiner Ehe desillusioniertes Filmvorführer-Pärchen gezwungen, in die berühmten Rollen zu schlüpfen, um ihn nachzuspielen. Hingerissen vom besten Liebesfilm aller Zeiten finden sie wieder zusammen – mit Live-Musik, in schwarzweiß und mit vielen Hüten.
Kurt Masur entzaubert: Roland Meys Streitschrift deutlich erweitert im Buchhandel
Roland Mey: Kurt Masur entzaubert. Foto:Ralf Julke

Foto:Ralf Julke

Für alle LeserWie umgehen mit dieser DDR-Geschichte? Das ist auch in Leipzig eine Frage. Eine Frage, die auch Roland Mey umtreibt, der 1990 als Stadtrat für die SPD gewählt wurde, im Ruhestand aber überhaupt nicht ruhen will. Und dass der einstige Gewandhauskapellmeister Kurt Masur bis heute immer wieder als Held der Friedlichen Revolution gepriesen wird, findet er inakzeptabel. Seine kleine Broschüre „Kurt Masur entzaubert“ ist im Lauf der Jahre also immer seitenreicher geworden.
Vereinssoftware – im Digitalen Zeitalter ein Muss

Foto: SportMember

Nutzt euer Verein bereits eine Vereinssoftware? Nein? Dann ist es aber allerhöchste Zeit! Die richtige Vereinssoftware kann einem nicht nur einen Haufen Zeit, Arbeit und Nerven ersparen, sondern gibt einem darüber hinaus auch noch absolute Sicherheit, dass alles was im und um den Verein passiert, so läuft wie es soll! Und auch wenn ihr schon eine Vereinssoftware nutzt, lohnt es sich zu schauen, was sich auf dem Markt tut – denn die digitale Welt entwickelt sich zur Zeit schneller als man gucken kann.
33-Jähriger nach Misshandlung seiner Freundin verurteilt

Amtsgericht Leipzig. Foto: Martin Schöler

Für alle LeserDas Amtsgericht Leipzig hat einen 33-Jährigen wegen vorsätzlicher Körperverletzung, Nötigung und Verstoßes gegen das Waffengesetz zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Der Mann soll seine ehemalige Freundin in seiner Wohnung misshandelt haben. Er selbst stellte sich vor Gericht eher als Opfer dar.
Abschwung in Deutschland oder doch nur ein breitärschiges Aussitzen aller überfälligen Hausaufgaben?
Kassensturz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserOb Oliver Holtemöller, stellvertretender Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung (IWH), mit seiner Einschätzung recht hat, Donald Trumps Drohungen, weitere Handelshemmnisse vorzunehmen, seien die größte Gefahr für die Konjunktur in Deutschland, bezweifle ich. Der US-Präsident richtet zwar gewaltigen Flurschaden an. Aber er trifft die „Exportnation Deutschland“ da, wo sie aus eigenem Verschulden verletzlich ist.
Am 24. August in der Moritzbastei: Das Leipzig Pop Fest 2019
Quelle: Moritzbastei

Quelle: Moritzbastei

Am 24. August 2019 findet auf und in der Moritzbastei zum ersten Mal das LEIPZIG POP FEST statt. Auf drei Bühnen werden 10 Bands und Musiker*innen auftreten, im Rahmenprogramm wird es Panels und Podiumsdiskussionen geben, die sich rund um die Leipziger Musikbranche drehen.
Petitionsausschuss gibt der Verwaltung einen kleinen Arbeitskatalog zur Radstation im Hauptbahnhof mit
Bahnsteige 2 bis 5: Eigentlich jede Menge Platz für eine Fahrradstation. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserWahrscheinlich geht es gar nicht anders, als auf verschiedenen Wegen Druck zu machen auf die Verwaltung, damit sie einige Themen tatsächlich endlich ernst nimmt oder wenigstens zur Kenntnis nimmt, dass nicht die Bremser in der Stadtpolitik die Mehrheit der Leipziger vertreten. So hatte jüngst das Jugendparlament sich der ewig verschobenen Radstation im Hauptbahnhof angenommen. Außerdem gab es eine Petition, mit der sich jetzt der Petitionsausschuss des Stadtrats beschäftigte.
Das Programm des 17. Leipziger Hörspielsommers
Foto: Hörspielsommer e. V.

Foto: Hörspielsommer e. V.

Vom 6. bis 14. Juli 2019 findet mit dem 17. Leipziger Hörspielsommer das größte Hörspiel-Open-Air-Festival seiner Art auf dem Richard-Wagner-Hain in Leipzig statt. Auch dieses Jahr dürfen sich die hörspielbegeisterten Besucher*innen auf einzigartige Live-Acts, vielfältige Thementage und frische Hörstücke von Newcomer*innen der Hörspielszene in drei Wettbewerben freuen. Das Festival mit seinen über 80 Hörspielen, Features und Klangkunststücken beginnt täglich um 16 Uhr – am Wochenende um 14 Uhr – mit dem Familienprogramm, ab 18 Uhr übernimmt das Abendprogramm. Das gesamte Programm steht nun fest.
Sozialministerin plant neue Medizin-Studienplätze mit Geld, das dafür gar nicht zur Verfügung steht
Rettungswagen im Einsatz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserIn Sachsen fehlen auch immer mehr Ärzte. Das ist zwar schon ein ganzes Weilchen klar. Aber einen Vorschlag, wie der Ärztemangel wirklich gemindert werden könnte, stellte das Sächsische Sozialministerium erst am Donnerstag, 13. Juni, vor: Es soll deutlich mehr Medizinstudienplätze geben. Aber das droht jetzt auf Kosten der dringend benötigten Studienplätze für angehende Lehrer zu gehen.
Das Lindenau-Museum Altenburg zeigt ab heute Fotografien von Matthias Schaller
Matthias Schaller, Milano, aus der Serie „Fratelli d’Italia“ (2005–2017). Technik und Größe in der Ausstellung: Pigmentdruck, montiert auf Aluminium, 42 x 40 cm, Leihgabe des Künstlers. Foto: Matthias Schaller, 2019

Foto: Matthias Schaller, 2019

Für alle LeserAb dem heutigen Sonntag, 16. Juni, gibt es wieder einen besonderen Anreiz, mal kurz nach Altenburg zu fahren: Um 15 Uhr eröffnet heute im Lindenau-Museum Altenburg die zweite großangelegte Sonderausstellung des Jahres. Nach den meisterlichen Blättern der Bauhaus-Mappenedition „Neue Europäische Graphik“, gibt es jetzt die behutsam komponierten Fotografien Matthias Schallers zu sehen.