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Rosental

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Leipzigs zweite Trinitatiskirche (2013). Foto: Timur Y, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=59768260

Verlorene Kirche in Leipzig: Die Trinitatiskirche in der Emil-Fuchs-Straße

Kirchenbauwerke gehören in Mitteldeutschland zu fast jedem Ort. Im Alltag sind sie bekannt als Wahrzeichen, Ortsmittelpunkt oder Orientierungsmarke, sie haben architektonisch, kunsthistorisch und regionalgeschichtlich vielfältige Bedeutung. Doch die Zukunft vieler Kirchen ist bedroht: Dutzende von ihnen haben ihre Funktion verloren, einige sind bereits spurlos aus dem Ortsbild verschwunden. Zeit zur Erinnerung an verschwundene Kirchen – […]

Christian Wolff (beim Brückenfest 2018). Foto: Michael Freitag

Gastkommentar von Christian Wolff: Trotz allem – Zukunft und Hoffnung

Kürzlich hörte ich im Radio einen interessanten philosophischen Gedanken: Vergangene Zukunft ist die Gegenwart. Ja, dachte ich, genauso ist es: Das einstmals Zukünftige bildet sich im gegenwärtigen Geschehen ab. Wenn ich auf die braungelb vertrocknete Rosentalwiese blicke, die verbrannten Wälder in der Sächsischen Schweiz sehe, gleichzeitig Bilder von Überschwemmungen ungeahnten Ausmaßes über den Bildschirm flimmern, […]

Zur Pfütze gewordener Rosentalteich. Foto: Michael Feitag

Kurzfristige Lösung mit Baugrubenwasser: Vorderer Rosentalteich erhält neues Wasser

Die fehlenden Niederschläge der vergangenen Jahre haben dem Vorderen Rosentalteich zugesetzt. Da er keinen natürlichen Zulauf hat, droht er völlig auszutrocknen. Vorübergehend hat das Amt für Stadtgrün und Gewässer jetzt eine Lösung gefunden. Um den niedrigen Wasserstand des Vorderen Rosentalteiches auszugleichen, wird dieser aktuell und noch die nächsten zwei Wochen mit vorgereinigtem Baugrubenwasser aus der […]

Brunnenbohrung 2020 im Rosental. Foto: Claus Reinhardt

Bohrungen auf der Rosentalwiese 2020: Hier ging es nicht um Wasser für den Rosentalteich

Das fiel natürlich auf im Spätsommer 2020, als da auf einmal auf der sichtlich trockenen Rosentalwiese ein Bohrfahrzeug auftauchte und tiefe Löcher in den Boden fräste. Was war da los? Suchte die Stadt nach Wasser für den trockengelegten Rosentalteich, der nach drei dürren Jahren kein Wasser mehr führte? Oder sichert sich hier der Zoo zusätzliche Wasserreserven?

Blick übers Rosental Richtung Innenstadt. Foto: Ralf Julke

Zur Verkehrssicherung: Baumpflegearbeiten im Rosental

Um die Verkehrssicherheit in den Waldbeständen des vorderen und hinteren Rosentals (Zentrum-Nordwest) weiterhin gewährleisten zu können, beginnen dort in dieser Woche Baumpflege- und Fällarbeiten. Bis Mitte September werden drei Fachfirmen schrittweise die Gefahren an öffentlichen Straßen, an und um Spielplätze und an stark genutzten Waldwegen beseitigen.

Ein bisschen Wasser im Rosentalteich. Foto: Michael Freitag

Drama um den Rosentalteich: Brunnenlösung würde die Grundwasserprobleme im Rosental weiter verschärfen

Im Juni hat der Stadtbezirksbeirat Mitte noch einmal nachgehakt. Denn seit drei Jahren ist der Rosentalteich immer seltener noch als Teich zu erleben. Könnte die Verwaltung da nicht ein Konzept entwickeln, das diesen Teich wieder dauerhaft mit Wasser befüllt? Immerhin gibt es doch ganz in der Nähe Brunnen, aus denen man ihn befüllen könnte? Doch das Amt für Stadtgrün und Gewässer begründet nun, warum auch das nur ein schöner Traum ist.

Der Rosentalteich 2019. Foto: Michael Freitag

Neuer Vorstoß aus dem Stadtbezirksbeirat: Der Rosentalteich braucht Wasser!

2019 erschraken nicht nur die Besucher des Rosentals, wo der beliebte Teich einen geradezu kläglichen Anblick bot: Das Wasser komplett verdunstet, der Teichboden von Rissen durchzogen. Der zweite heiße und regenarme Sommer hintereinander hatte allen Teichen in Leipzig mächtig zugesetzt. Aber hat die Stadt denn kein Rezept, die Teiche zu erhalten? Jetzt bringt der Stadtbezirksbeirat Leipzig-Mitte den Rosentalteich wieder auf die Tagesordnung.

Tourstation am Rosentalwehr. Foto: Tilly Domian

Mal ausprobiert: Eine Natur-Entdeckertour am Elsterbecken + Video

Natürlich kann man immer wieder erzählen, wie wertvoll und artenreich der Leipziger Auenwald ist. Aber wirklich begreifen kann man es nur, wenn man es wirklich selber sieht. Am besten mit jemandem zusammen, der einem das alles nicht nur erklären kann, sondern auch zeigt, worauf man achten sollte. Denn es ist auch mit dem Auwald so: Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Höchste Zeit für eine Entdeckertour.

Der sogenannte „Wackelturm“ auf dem Rosentalhügel. Foto: Ralf Julke

Kaputtgefahrene Hänge: CDU Nord fordert Sanierung des Rosentalhügels und den Erhalt des „Wackelturms“

Da hat man sich schon gewundert, dass ausgerechnet der alte Scherbelberg, der im Rosental einst aus Haushaltabfällen aufgeschüttet wurde, in der Diskussion um die Leipziger Mountainbiker nicht benannt wurde. Denn genauso wie die nahe gelegene Deponie Möckern ist der künstliche Hügel eine beliebte Risikostrecke für Sportradler. Und ist entsprechend kaputtgefahren. Rick Ulbricht aus dem Stadtbezirksbeirat Leipzig-Nord hat ihn gerade besucht.

Die Rohrleitungen auf der Brücke über den Elstermühlgraben. Foto: Ralf Julke

Offene Frage: Dürfen Fußgänger und Radfahrer ab September wieder über die Brücke über den Elstermühlgraben?

Seit einer Woche sorgen große blaue Rohre im Rosental für Stutzen bei Wanderern, Joggern, Walkern und Radfahrern. Nicht nur, weil sie sich vom Klärwerk kommend über die Brücke über den Elstermühlgraben schlängeln, sondern weil auch ringsum alles abgesperrt ist – nicht nur die Brücke, sondern auch die angrenzenden Waldwege. Und kein Schild verrät, was hier geschieht, warum und wie lange.

Die neue Brücke der verlängerten Turmgutstraße. Foto: Stadt Leipzig/ Henning Croissant

Neue Brücke führt vom Gohliser Schlösschen über die Parthe direkt ins Rosental

Viel Aufhebens hat das Verkehrs- und Tiefbauamt gar nicht gemacht um den Neubau einer Brücke, die vor allem Spaziergängern im Rosental und Wanderern zum Gohliser Schlösschen ein Begriff ist: die Fußgänger- und Radfahrerbrücke in der verlängerten Turmgutstraße, über die man – von der Herrenallee im Rosental kommend – direkt zum Gohliser Schlösschen kommt. Inoffiziell gab es die Brücke seit 2001. Die neue Brücke führt seit dem heutigen Freitag, 28. Juni, im Zuge der Turmgutstraße wieder über die Parthe.

Der leere Teich im Rosental. Foto: Claus Reinhardt

Wenn Wasser knapp ist, hat auch der Rosentalteich keine Chance

Die Anfrage von L-IZ-Leser Claus Reinhardt im Amt für Stadtgrün und Gewässer zum Vorderen Rosentalteich ging nicht unter. Das Amt hat ihm geantwortet und fand seinen Vorschlag nicht wirklich daneben. Aber so einfach ist das mit der Wasserzufuhr nicht, gerade dann nicht, wenn sowieso zu wenig Wasser in den Flüssen ist. Dann fällt selbst die Parthe als möglicher Wasserlieferant aus.

Der leere Teich im Rosental. Foto: Claus Reinhardt

Könnte wenigstens der Rosentalteich mit einer klugen Idee gerettet werden?

Eins ist sicher: Leipzig wird in den nächsten Jahren immer wieder Jahre mit viel zu wenig Niederschlag und hohen Temperaturen erleben. 2018 war nur ein Vorbote. Damals trocknete der Teich im Rosental komplett aus. Ein Teich, der vorher auch für Angler ein attraktives Gewässer war. Neun Fischarten waren hier zu Hause. Barsch, Brassen, Giebel, Hecht, Karausche, Karpfen, Rotauge, Rotfeder und Schleie.

Der Elstermühlgraben neben dem Abrissgrundstück. Foto: Ralf Julke

Was da am Elstermühlgraben wieder bebaut werden soll, ist der Begräbnisplatz des Alten Lazaretts

2011 veröffentlichte der Leipziger Stadtforscher Otto Werner Förster ein Buch, das die Leser mit einem Stück vergessener Geschichte bekannt machte – der Geschichte des Gastwirts Johann Georg Schrepfer, der 1774 im Rosental eines unnatürlichen Todes starb und als „Geisterseher“ in Friedrich Schillers berühmtem Krimi seinen literarischen Nachruhm erlebt. Eine Geschichte, der Förster jetzt wieder unverhofft begegnete, als er erfuhr, dass ein privater Bauherr an der Emil-Fuchs-Straße vier große Wohnhäuser errichten will. Ausgerechnet da, sagt er.

Visualisierung der geplanten Wohnbebauung am Elstermühlgraben. Grafik: W&V Architekten GmbH

Im Neuen Rathaus sind jetzt die Entwürfe für ein neues Wohnquartier auf dem Areal der ehemaligen Propsteikirche zu sehen

Wo vor einem Jahr noch die alte, von Rissen bedrohte Propsteikirche stand, sollen jetzt Wohnungen entstehen. In einer Ausstellung im Neuen Rathaus in der 4. Etage kann man jetzt besichtigen, wie sich die Architekten dort neue Wohnbebauung am Ufer des Elstermühlgrabens vorstellen können. Ein richtiges neues Wohnquartier soll auf dem Areal der abgerissenen ehemaligen katholischen Propsteikirche St. Trinitatis am Rande des Rosentals zwischen Emil-Fuchs-Straße, Leibnizstraße und Elstermühlgraben entstehen.

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