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Bis Jahresende kann die Stadt doch einen Vorschlag für einen separaten Radweg am Völkerschlachtdenkmal vorlegen

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    Vielleicht wird die Schnecke ja tatsächlich noch Leipzigs Wappentier. Das mit dem Löwen passt irgendwie ja nicht. Immer öfter bekommen Stadträte und Stadträtinnen von der Verwaltung auf ihre Anträge die Antwort, man wünsche sich doch lieber einen Prüfbeschluss, dann könne man in aller Ruhe prüfen, ob das Anliegen auch umsetzbar sei. Zum Beispiel an der Prager Straße eine ordentliche Radwegeführung hinzubekommen.

    Anfang des Monats hatte die Verwaltung so auf den Antrag der SPD-Stadträtin Nicole Bärwald-Wohlfarth reagiert, die die Radwegsituation am Völkerschlachtdenkmal einfach unzumutbar findet. Den schmalen Fuß-/Radweg direkt am Wall der Denkmalsanlage asphaltiert die Stadt ja in diesem Herbst. Aber das löst das Grundproblem nicht. Denn dieser schmale Weg ist als Fuß-/Radweg nicht geeignet. Genauso wenig wie im Anschluss die Hindernisstrecke direkt vorm Eingang zum Südfriedhof.

    Die Verwaltung hatte in ihrer Stellungnahme vorgeschlagen, hier eine Änderung zu prüfen. Mittelfristig. Also wohl erst irgendwann nach 2022. Natürlich fehlen die Planer. Und backen kann man sie sich auch nicht. Leipzig ist viel zu spät eingestiegen in die Suche nach Fachpersonal für die Planungsämter.

    Aber sich deshalb noch viele Jahre vertrösten lassen, bis hier eine vernünftige Radweglösung kommt?

    Das sieht Nicole Bärwald-Wohlfarth gar nicht ein. Sie hat jetzt ihren eigenen Antrag vollkommen umformuliert. So, dass die Stadt nach Beschluss reagieren muss – und sich nicht auf ein mittelfristiges Prüfen herausreden kann.

    So lautet der erste Beschlusspunkt jetzt: „Das VTA legt bis zum 4. Quartal eine Variantenuntersuchung für die Umgestaltung der Prager Straße zwischen Tabaksmühle und Sackeklinik vor, die die Herstellung von getrenntem Geh- und Radweg ohne Eingriff in die Fahrbahnen für den KfZ-Verkehr aufzeigt.“

    Eigentlich etwas Selbstverständliches.

    Und auch das Geeier mit den ganzen Hindernissen am Südfriedhof muss eigentlich bald beendet werden. So schwer kann es ja nicht sein, findet die SPD-Stadträtin: „An der stadteinwärtigen Haltestelle Südfriedhof wird im Zuge des neuen Werbevertrages ab 01.07.2019 bei der Neueinordnung des Fahrgastunterstandes dieser konfliktfrei zum Abspannungsmast eingeordnet und der Radweg entsprechend markiert.“

    Dass die neue Vermarktungsfirma noch nicht in den Umbau der Haltestelle eingestiegen ist, liegt daran, dass nach wie vor die Gerichtsverhandlung mit dem alten Vermarkter läuft, der die Neuvergabe durch die Stadt angefochten hat. Die zuständige Baubürgermeisterin ist zumindest guter Dinge, dass die Gerichtsverhandlungen demnächst beendet werden können.

    Leipziger Zeitung Nr. 60: Wer etwas erreichen will, braucht Geduld und den Atem eines Marathonläufers

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