Der Bau der Alten Elster wäre eine Jahrhundertkatastrophe für die Leipziger Burgaue

Für alle LeserWir wissen noch nicht, wie sich der Stadtrat zum Antrag der Grünen, am Sportforum eine Schule zu bauen, positionieren wird. Oder ob er den Argumenten der CDU folgt, dass dafür kein Platz ist, weil hier ein 25 Meter breiter Fluss namens Alte Elster freigelegt werden soll. Der in den alten Plänen der Stadt nur 18 Meter breit werden soll, also kein richtiger Fluss. Je mehr man sich mit dem Thema beschäftigt, umso deutlicher wird, was für eine widersinnige Idee das ist. Und wie tödlich für den Auenwald.

Aber das ist weder für Stadtratsfraktionen noch Bürger nachvollziehbar. Es ist genauso wie mit den Forstwirtschaftsplänen: Was die Stadt wirklich vorhat mit den Flüssen, ist auf keiner einzigen Seite der Stadt-Website nachvollziehbar.

Und die Argumente tauchen ja immer wieder auf. Um Hochwasserschutz ginge es. Die Alte Elster soll wieder geöffnet werden und die Wasser der Weißen Elster aufnehmen und am Waldstraßenviertel vorbei in großem Bogen ins Rosental schaffen.

Was ist daran Hochwasserschutz?

Nichts.

Das wird dann meistens weggedruckst. Denn Leipzig hat ein funktionierendes Hochwasserschutzsystem, auch wenn die Verwaltungsspitze immer wieder etwas anderes behauptet und der OBM im Hochwasserfall immer wieder regelrecht panisch wird.

Vielleicht: Weil er das System nicht begreift.

Ein Paradies für Schwemminseln: Krähe am Elsterbecken mit Palmgartenwehr im Hintergrund. Foto: Ralf Julke

Ein Paradies für Schwemminseln: Krähe am Elsterbecken mit Palmgartenwehr im Hintergrund. Foto: Ralf Julke

Denn im Hochwasserfall passiert genau das, was zuletzt 2011 und 2013 passiert ist: Die Landestalsperrenverwaltung öffnet das Palmgartenwehr und lässt die Wassermassen der Weißen Elster ins Elsterbecken stürzen. Was dann zwar die Wege am Elsterbecken unter Wasser setzen kann.

Aber genau so war das immer gedacht: Wenn die Wassermassen direkt übers Elsterbecken abfließen, ist kein einziger Teil der Innenstadt bedroht. Auch keiner von denen, die das Umweltdezernat immer wieder als Hochwassergefährdungsgebiete ausweist. Gefährdet sind alle diese Gebiete nur, wenn das Palmgartenwehr versagt.

Oder: Wenn es noch größere Hochwasser gibt als die schon als Jahrhunderthochwasser bezeichneten von 2002 und 2013.

Welche Rolle aber spielt da die Alte Elster?

Gar keine.

Selbst wenn sie gebaut werden sollte – was sich weder Stadt noch Land derzeit leisten können – spielt sie im Hochwasserfall keine Rolle. Genauso wenig wie Pleiße und Elstermühlgraben. Auch dann ist das Palmgartenwehr die entscheidende Stelle, die dafür sorgt, dass die Wassermassen ins Elsterbecken stürzen und nicht in die Stadt fließen.

Das zweite Argument, das gern vorgebracht wird, ist der Sedimenttransport.

Die Weiße Elster führt jedes Jahr zehntausende Tonnen Sedimente mit sich. Wie jeder Fluss. Bislang landen die alle im Elsterbecken: Die Wassermassen stürzen übers Palmgartenwehr und dort verliert das Wasser schnell seine Fließgeschwindigkeit, wird fast zum Binnensee und die Sedimente setzen sich ab. Regelmäßig muss die Landestalsperrenverwaltung die Sedimente abbaggern lasen. Kostenpunkt: rund 200.000 Euro im Jahr.

Wenn sie das nicht täte, würde das Elsterbecken komplett verlanden.

Mit der Alten Elster hoffen die Planer der Stadt, dass die Weiße Elster dann wieder ein Fluss wird, der die Sedimente mitnimmt, also über die Alte Elster abtransportiert. Im Normalfall.

Im Hochwasserfall tut sie das aber nicht. Denn – siehe oben – auch dann wird das Palmgartenwehr geöffnet und die Hochwassermassen stürzen ins Elsterbecken. Mitsamt den Sedimenten, auch denen, die sich im Elsterflutbett und der Stadtelster abgelagert haben. Das Zeug landet also auch dann wieder im Elsterbecken und muss abgebaggert werden.

Die Alte Elster ist also nur bedingt ein Abfluss für die Sedimente.

Aber sie hat noch einen weiteren Effekt, der viel gravierender ist. Und den man erst sieht, wenn man sieht, was mit dem Wasser geschieht. Denn wenn kein Hochwasser ist, fließt das Wasser der Weißen Elster dann ja komplett über die Alte Elster Richtung Rosental, dort weiter im Verlauf der Weißen Elster.

Das heißt: Nahle und Neue Luppe bekommen gar kein Wasser mehr aus der Weißen Elster. Schon gar nicht in Trockenzeiten, wie wir in diesem Jahr eine erlebt haben. Auch nicht in Normalwasserzeiten. Aber Nahle und Luppe sind die Flüsse, die bis jetzt überhaupt noch Wasser in die Nordwestaue bringen.

Da darf man sofort an das Projekt „Lebendige Luppe“ denken und die Verzweiflung, die sich dort unter den Beteiligten mittlerweile breitmacht, denn sie wissen immer noch nicht, wie sie das Wasser zur Beschickung der neuen Wasseradern in der Burgaue bekommen sollen. Noch ist der künstliche Bypass, mit dem ein bisschen Wasser aus der Kleinen Luppe an der Nahle entlanggeleitet werden soll, nur eine Idee. Keine Lösung.

Und immer öfter wird der Gedanke beschworen: „Wenn wir später mal mehr Wasser in die Aue bekommen werden!“

Welche Wasser?

Wenn die Alte Elster für – wohl eher 100 oder 150 Millionen Euro – gebaut werden sollte, wird sich ein Zustand einstellen, in dem die Nordwestaue noch weniger Wasser bekommt als heute. Nicht mal mehr das von Nahle und Neuer Luppe. Die werden einfach trockenliegen im Normalfall. Der Grundwasserspiegel wird noch weiter sinken.

Zusammenfluss von Nahle und Neuer Luppe an der Burgaue. Foto: Ralf Julke

Zusammenfluss von Nahle und Neuer Luppe an der Burgaue. Foto: Ralf Julke

Und was die Forscher bei der Untersuchung in der Burgaue festgestellt haben, sind ja schon sehr alarmierende Austrocknungserscheinungen.

Die Bewässerung der Neuen Luppe will man zwar mit einem Überlauf irgendwo zwischen Klärwerk und Eisenbahnbrücke hinkriegen, also künstlich wieder irgendwie Wasser in die Neue Luppe abzweigen. Aber das hilft der Nahle nicht. Und es zementiert die Wasserlosigkeit in der Burgaue.

Wer genauer in die alten Pläne schaut, die der Stadtrat in wildem Eifer 2003 beschlossen hat, merkt, dass hier Leute am Werk waren, die mit der Wasserökologie in der Elsteraue nichts am Hut haben. Das zuständige Amt ist bis heute nicht mit kompetenten Fachleuten besetzt, die überhaupt eine Ahnung davon haben, wie man eine Aue mit Wasser beschickt.

Sie denken Flüsse wie (Wasser-)Straßen. Und sie haben 2003 mit Macht alles dafür getan, das Stadtverschönerungsprojekt Alte Elster in das vom Freistaat akzeptierte Integrierte Gewässerkonzept zu bekommen – unterm Label Hochwasserschutz.

Und der damalige Umweltbürgermeister machte gewaltig Druck, dieses Projekt zu zementieren. Motto: Der Freistaat muss zahlen, die Stadt darf es nichts kosten.

Wirklich nicht?

Kostet so ein Projekt tatsächlich nichts, wenn der Bürgermeister den Stadträten einredet, sie bekämen es geschenkt?

Das Gegenteil ist der Fall. Aber das hat der emsige Bürgermeister lieber nicht erzählt. Genauso wenig wie die Sache mit der Nordwestaue, die er mit dem Projekt Alte Elster endgültig trockengelegt hätte.

Und an der fehlenden Kompetenz in der Verwaltung zum Thema Wasser und Auenwald hat sich bis heute nichts geändert. Wir haben an dieser Stelle schon einiges Kritisches über den Stadtförster geschrieben. Aber der macht nur sein Ding. Und der kann sein Ding machen, weil es eine übergeordnete Kompetenz für Natur- und Auenschutz in der Leipziger Verwaltung nicht gibt.

Die Stellen sind bis heute nicht fachgerecht besetzt oder existieren gar nicht. Was dann diesen schönen Effekt ergibt, dass die komplette Landschaft der Naturschutzvereine quasi ins Leere ruft, wenn sie der Verwaltung ihre Themen auf den Tisch packt. Und wenn sie ihre Stellungnahmen abgeben, landen diese – wenn sie Glück haben – ungelesen in der Ablage. Eben weil es niemanden gibt, der diese Fachkompetenz in der Verwaltung spiegeln könnte.

Deswegen sollten in den Ratsfraktionen alle Alarmglocken läuten, wenn Stichworte wie Hochwasserschutzkonzept, Auenwald oder Alte Elster fallen.

Die Pläne zur Freilegung der Alten Elster sind nun auch schon 15 Jahre alt

AuenwaldAlte Elster
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