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LVB-Baumaßnahme in der Huttenstraße soll jetzt im März 2019 beginnen

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    Da waren die Leipziger Verkehrsbetriebe etwas fix. Schon 2018 wollten sie ihre Anlagen in der Huttenstraßen in Großzschocher erneuern. Das klappte nicht ganz. Es fand sich keine Firma, die den Auftrag noch zu günstigen Bedingungen übernommen hätte. So wurde das Bauprojekt auf 2019 verschoben, Zeit genug für die Stadt, auch ihre Planungen noch schnell anzupassen.

    Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH plant im Zuge der Straßenbahnlinie 3 die Haltestelle Großzschocher barrierefrei auszubauen und gleichzeitig ihre Anlagen in der Wendeschleife an der Haltestelle sowie in der Pfeilstraße und in der Huttenstraße zu erneuern, heißt es jetzt in der zugehörigen Vorlage des Planungsdezernats.

    „Die Planung wurde intensiv mit der Stadt Leipzig abgestimmt. Im Ergebnis erfolgte eine Anpassung der Planung an städtische Anforderungen und es sollen im Zuge der Baumaßnahme Teile städtischer Verkehrsanlagen erneuert werden. Realisiert wird dies in Geschäftsbesorgung durch die LVB“, geht das Planungsdezernat jetzt noch auf ein paar Details ein, die abzustimmen waren und die die Stadt finanzieren muss.

    „Für diese Teilleistungen sowie entsprechende Wertverbesserungen an städtischen Anlagen werden anteilige Kostenbeteiligungen der Stadt Leipzig fällig. Zu diesem Fakt sowie hinsichtlich der notwendigen Regelungen in Form einer Kostenteilungs- und Geschäftsbesorgungsvereinbarung zwischen der Stadt Leipzig und der LVB besteht prinzipielles Einvernehmen zwischen beiden Partnern. Auf Basis einer separaten Entwurfsplanung vom September 2018 für die städtischen Anteile wurden Baukosten von ca. 300 T€ brutto berechnet. Damit wird ein Bau- und Finanzierungsbeschluss erforderlich.“

    Eine Geschichte, die bestätigt, was mehrere Ratsfraktionen im Zusammenhang mit ihren Haushaltsanträgen für den Doppelhaushalt thematisiert hatten: Die Stadt hängt gewaltig hinterher mit ihren Planungen und wird auch immer wieder von den Planungen der LVB überrascht, weil kein Vorlauf besteht und die Leute fehlen, die die Bauarbeiten von Stadt und LVB synchronisieren.

    Die Baumaßnahme schien erst einmal die Stadt überhaupt nicht zu tangieren.

    Das hier ist alles geplant:

    „Das LVB-Bauvorhaben umfasst im Wesentlichen den behindertengerechten Ausbau der Straßenbahnhaltestelle Großzschocher, Gerhard-Ellrodt-Straße sowie den grundhaften Ausbau der Gleise in der Wendeschleife sowie in der Pfeilstraße und in der Huttenstraße. Ausgenommen bleibt die Haltestelle Huttenstraße, die in die Maßnahme ‚Dieskaustraße‘ integriert wird.

    Neben dem Haltestellen- und Gleisbau werden Anlagen der Fahrleitung und des Bahnstroms erneuert.“

    Und tatsächlich muss die Stadt einige Teile der Straße ihrerseits erneuern.

    Die Übersicht:

    „Die Stadt Leipzig plant die außerhalb der Gleisbaumaßnahmen der LVB verbleibenden Fahrbahnteile sowie die Straßenentwässerungsanlagen im Bereich der Hutten- und Pfeilstraße mit zu erneuern. Die betroffenen Bereiche erstrecken sich im Zuge der Pfeilstraße und der Huttenstraße vom Knotenpunkt Gerhard-Ellrodt-Straße/Pfeilstraße bis zum Ende der Gleisbaumaßnahme in Höhe des Knotens Huttenstraße/Breitschuhstraße über eine Länge von ca. 465 m.

    Am Knotenpunkt Gerhard-Ellrodt-Straße/Pfeilstraße werden mehrere LSA-Maststandorte in Folge der geplanten Gleisbaumaßnahmen erneuert. Die Anlage wird inklusive Einbau von Bodenindikatoren in Fußgängerfurten für Sehbehinderte nachgerüstet.

    In der Pfeilstraße werden die Straßenentwässerungseinlaufe einschließlich der Anschlussleitungen zum Mischwasserkanal erneuert bzw. instandgesetzt. Im schmalen östlichen Fahrbahnstreifen zwischen Gleisrandstreifen und Borden wird das Natursteingroßpflaster ausgebaut und eine Asphaltbefestigung eingebaut. Die Borde bleiben in ihrer Lage unverändert. Sie werden lediglich gerichtet und in Zufahrtsbereichen abgesenkt. Dazu muss ein ca. 0,50 bis 1,00 m breiter Gehwegstreifen mit angepasst werden.

    In der Huttenstraße wird im nördlichen Fahrbahnteil das Natursteingroßpflaster ausgebaut und durch eine Asphaltbefestigung ersetzt. Die Anschlussleitungen der vorhandenen und schon instandgesetzten Straßenentwässerungseinläufe werden ebenfalls erneuert.

    Weiterhin sollen am Knoten Pfeilstraße/Huttenstraße zwei Fußgängerquerungsstellen mit Blindenleitsystemen ausgestattet werden.

    Im Rahmen der Gleisbaumaßnahme werden im Bereich westlich des Knotenpunktes Huttenstraße/Giordano-Bruno-Straße Gehwegvorstreckungen geplant. Hier sowie in der nördlichen Zufahrt der Giordano-Bruno-Straße werden ebenfalls Fußgängerquerungsstellen mit Blindenleitsystemen ausgestattet.“

    Den Anstoß, dass die Stadt jetzt doch noch eine ordentliche Finanzierung macht, kam aus einer Bürgerveranstaltung der LVB.

    „Bei Nichtrealisierung der Maßnahmen verblieben Fahrbahnrestflächen in unsaniertem Zustand mit Außenwirkung (Flickenteppich), was in einer Informationsveranstaltung der LVB (seinerzeit noch ohne städtische Mitbauzusage) bereits von Anliegern kritisiert wurde. Diese Arbeiten inklusive Sanierungen an Entwässerungsanlagen müssten separat durchgeführt werden mit Einrichtung neuerlicher Sperrungen und Umleitungsführungen bis hin zum Straßenbahnverkehr.“

    Ergebnis: Die Stadt muss die dafür notwendigen 330.000 Euro noch 2019 in der Planung unterbringen. Dann kann der Abschnitt der Huttenstraße mit diesen wichtigen Teilaspekten erneuert werden. „Die Stadt Leipzig beabsichtigt einen Fördermittelantrag beim Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) zu stellen. Ob Fördermittel für die Blindenleitsysteme und den Umbau der Lichtsignalanlage gewährt werden können, bleibt einer Prüfung der Planungsunterlage durch den ZVNL vorbehalten. Insoweit wird vorerst von einer vollständigen Kostentragung durch die Stadt Leipzig ausgegangen. Sollten Fördermittel durch den ZVNL gewährt werden, reduziert sich der Stadtanteil entsprechend.“

    Und der Bautermin steht auch schon fest: Das Vorhaben soll durch die LVB im Zeitraum vom 11. März 2019 bis Ende Juni 2019 realisiert werden.

    Eine Muntermacher-LZ Nr. 61 für aufmerksame Zeitgenossen

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