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Sonntag, 17. Januar 2021

Stadtbezirksbeirat Altwest beantragt ein striktes Parkverbot vorm Diakonissenkrankenhaus

Von Ralf Julke

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    Die Georg-Schwarz-Straße am Diakonissenhaus ist recht schmal. Seit 2016 gibt es dort auch die moderne, barrierefreie Haltestelle der Straßenbahn. Aber immer wieder kommt es vor, dass in diesem engen Straßenraum Autos so geparkt werden, dass die Straßenbahn nicht mehr durchkommt. Und einige Autofahrer sind augenscheinlich schwer lernfähig. Der Stadtbezirksbeirat beantragt jetzt ein generelles Park- und Halteverbot vorm Krankenhaus.

    „Im Stadtteil Leutzsch verkehrt die Straßenbahnlinie 7, auf die ab dem Lindenauer Markt viele Menschen aus Alt-West und Böhlitz-Ehrenberg angewiesen sind“, schreibt der Stadtbezirksbeirat Altwest jetzt in seinem Antrag an den Stadtrat.

    „Da die Tram auf der sehr beengten Georg-Schwarz-Straße verkehrt und dort auch Autos parken dürfen, kommt es besonders an der Haltestelle Diakonissenkrankenhaus stadteinwärts in der letzten Zeit gehäuft zu Störungen des normalen Straßenbahnverkehrs durch parkende PKW zwischen der Einfahrt des Krankenhauses (Höhe Rinckartstraße) und Diakonissenstraße (ca. 100 m). Eine Fortsetzung der Fahrt ist nicht möglich, da die AutofahrerInnen meist nicht so schnell zu ermitteln sind. Es dauert oft länger als ½ h, bis die Straße frei wird bzw. der Abschleppdienst die Weiterfahrt ermöglicht hat.“

    Ergebnis: Ein langer Straßenbahnstau, ein riesiges Loch im Fahrplan der LVB und massive Auswirkungen im ganzen Straßenbahnnetz. Gerade in Zeiten von Berufs- und Schülerverkehr eine Katastrophe.

    „Was dies für die vielen Passagiere der ÖPNV bedeutet, lässt sich nur erahnen. Wir reden hier von mindestens 100 Menschen jeden Alters pro Straßenbahnfahrt – u. a. Gehbeeinträchtigte, Eltern mit Kinderwagen, Reisenden, SchülerInnen – die darunter zu leiden haben, dass ein PKW mit höchstens 4 Personen – aus welchem Grund auch immer – falsch geparkt hat“, stellt der Stadtbezirksbeirat fest, dessen Mitglieder sich sehr gut vorstellen können, was das alles für Folgen hat.

    „Aus dieser Unverhältnismäßigkeit und den hohen Kosten der LVB – durch Verzögerung der Fahrten und Abschleppdienste – erwächst unsererseits – als Bürgerorgan zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen in diesem Stadtteil – die Forderung nach einem strikten Halte- und Parkverbot von PKW an dieser Stelle“, begründen die Stadtbezirksbeiräte aus Lindenau und Leutzsch ihren Antrag.

    „Wir möchten mit dieser Forderung den BürgerInnen die Möglichkeit geben, mit dem ÖPNV in unserer Stadt schnell und nachhaltig von A nach B zu gelangen und erhoffen uns von Ihnen – als parlamentarische Entscheidende – Unterstützung in dieser Wichtigen Angelegenheit.“

    Eigentlich erwartet man als Bürger, dass nach einigen Vorfällen dieser Art die Stadtverwaltung sofort reagiert und von sich aus ein Parkverbot verhängt. Die Diskussionen um die massiven Störungen im LVB-Netz sind ja bekannt. Immer wieder beschäftigt sich der Stadtrat mit den systematischen Verspätungen im Straßenbahnnetz. Hier ist ganz eindeutig ein Engpass, der gerade die Linie 7 beeinträchtigt.

    Aber da die Stadt nicht von sich aus reagiert, macht der Stadtbezirksbeirat das Thema jetzt zu einer Wichtigen Angelegenheit, mit der sich jetzt der Stadtrat beschäftigen soll.

    In knappen Worten der Beschlussvorschlag: „Es ist ein striktes Halte- und Parkverbot vor dem Diakonissenkrankenhaus zwischen der Einfahrt des Krankenhauses (Höhe Rinckartstraße) und Diakonissenstraße einzurichten.“

    Leserbrief (auch an die LVB gesandt): Straßenbahnstau in der Georg-Schwarz-Straße

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