Die Baumaßnahme Bornaische Straße hält den Leipziger Süden bis Dezember in Atem

Für alle LeserDie erste große LVB-Baumaßnahme in diesem Jahr, die den Leipziger Verkehr im Süden gehörig durchrütteln wird, ist die in der Bornaischen Straße von Wiedebachplatz bis Ecksteinstraße. Bis voraussichtlich Mitte Dezember 2020 modernisieren die Stadt Leipzig sowie die Leipziger Verkehrsbetriebe und Wasserwerke den Abschnitt der Bornaischen Straße zwischen Wiedebachplatz und Ecksteinstraße.
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Es ist einer der letzten zu erneuernden Abschnitte der Bornaischen Straße, die bis zum zentralen Betriebshof Dölitz führt und somit wesentliche Funktionen für einen leistungsfähigen Nahverkehr hat. Dann wird hier der Stadtbahnausbau endlich komplett sein. Doch weil die Bornaische Straße so schmal ist und die Baumaßnahme so komplex, hat es lange gedauert, bis sie überhaupt im Terminplan Platz fand.

Auf rund 530 Metern werden die Fahrbahnen, Gleis- und Haltestellenanlagen, Gehwege, Trink- und Abwasseranlagen, Bahnstrom sowie Kabel- und Stromleitungen erneuert und Radfahrstreifen neu angelegt.

Die Haltestelle Pfeffingerstraße wird barrierefrei und entsteht an neuer Stelle westlich der Stockartstraße.

Die Leipziger Verkehrsbetriebe verlegen vollkommen neue Gleise im gesamten Bauabschnitt und erneuern auch die Bahnstromkabel und Fahrleitungen komplett. Die Haltestelle Pfeffingerstraße wird barrierefrei als sogenanntes Haltestellenkap mit angehobener Radfahrbahn gebaut und mit Wartehäuschen, elektronischer Anzeigetafel und Blindenleitsystem ausgestattet.

Alle Informationen zur Baustelle auf der Website der LVB.

Für die Gleise kommt mit „Rheda City“ eine innovative Gleisbauweise zum Einsatz. Diese verbessert den Fahrkomfort und reduziert die Eintragung von Erschütterungen in den Untergrund. Beides kommt den Fahrgästen und Anwohnern zugute.

4,5 Millionen Euro kostet die Baumaßnahme, die natürlich auch zur Folge hat, dass hier während des Baugeschehens keine Straßenbahnen fahren können.

Deswegen tritt ab Freitag, 13. März, ein umfassendes Umleitungsregime in Kraft.

Die Umleitungen der LVB rund um die Baustelle Bornaische Straße vom 13. bis 30. März. Grafik: LVB

Die Umleitungen der LVB rund um die Baustelle Bornaische Straße vom 13. bis 30. März. Grafik: LVB

Für den Kfz-Verkehr (Durchgangsverkehr) wird die Bornaische Straße zwischen Wiedebachplatz und Ecksteinstraße vom 13. März bis zum 30. Oktober voll gesperrt. Der Durchgangsverkehr wird weiträumig in beiden Richtungen über Wolfgang-Heinze-Straße, B 2, Goethesteig und Matzelstraße umgeleitet.

Die Umleitung für den aus Osten kommenden Verkehr führt über die Arno-Nitzsche-Straße. Stadteinwärts wird über Bornaische Straße, Siegfriedstraße, Dürrstraße, Dankwartstraße und Zwickauer Straße umgeleitet.

Und wie kommen die Anlieger zu ihrem Ziel?

Die Bornaische Straße kann je nach Bauphase gequert werden, teilen die LVB mit. Dies ist entweder in Höhe Meusdorfer Straße oder in Höhe Ecksteinstraße möglich. Der Anliegerverkehr ist insbesondere während der Straßenbahnvollsperrung nur bedingt und unter Baustellenbedingungen möglich.

Während der Bauzeit werden auf von der Stadt angemieteten Grundstücken Ausweichstellplätze vorgehalten. Diese sind in der Meusdorfer Straße und Hammerstraße jeweils östlich der Bornaischen Straße sowie in der Bernhard-Göring-Straße zwischen Wiedebachstraße und Bornaischer Straße. Für den Lieferverkehr werden Zonen zur Andienung der Gewerbetreibenden eingerichtet.

Während der komplexen Baumaßnahme wird die Straßenbahnvollsperrung in der Bornaischen Straße auch noch für eine zusätzliche Gleis- und Leitungsbaumaßnahme vom 16. März bis 29. Mai zwischen Liechtensteinstraße und Raschwitzer Straße genutzt. Dabei wird der Kfz-Verkehr im Rahmen der bestehenden Umleitung geführt.

Straßenbahnnutzer müssen freilich für die Monate der Sperrung komplett umdenken.

Die erste Stufe des Umleitungsregimes tritt vom 13. März bis zum 29. März in Kraft.

Dann endet die Linie 9 an der Kreuzung Richard-Lehmann-Straße/Karl-Liebknecht-Straße, verwandelt sich in die Linie 10 und fährt als Linie 10 über die Karl-Liebknecht-Straße zurück Richtung Norden.

Dasselbe gilt für die über die KarLi kommende Linie 10, die in die Richard-Lehmann-Straße abbiegt und sich dort in die Linie 9 verwandelt, um über die Arthur-Hoffmann-Straße wieder Richtung Norden zu fahren.

Bis Connewitz Kreuz fährt dann nur die Linie 11.

Die Linie 11 ändert dann aber ab Connewitz Kreuz (wie schon im vergangenen Jahr) ihr Fahrtziel und schwenkt auf die Linienführung der Linie 10 nach Lößnig ein.

Wie aber kommt man dann nach Dölitz und Markkleeberg?

Dazu wird eine Schienenersatzverkehr-Linie mit Bussen eingerichtet, die am Triftweg starten (wo man aus der Linie 11 in den SEV umsteigen kann) und über Dankwartstraße, S-Bahnstation Connewitz und Dölitz nach Markkleeberg fahren.

Um das Zwischenstück zwischen Wiedebachplatz und S-Bahnhof Connewitz wurde ja schon heftig diskutiert.

Um dieses Stück zu überbrücken, startet ab Freitag, 13. März, eine Quartierbuslinie, die montags bis freitags im 30-Minuten-Takt zwischen Arno-Nitzsche-Straße und Hildebrandtstaße über die Biedermannstraße verkehrt.

Vom 30. März bis zum 20. Mai tritt dann ein neues Umleitungsregime in Kraft.

 

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