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Im Neuen Rathaus werden die Wettbewerbsbeiträge für die erste Wohnbebauung am Bayerischen Bahnhof gezeigt

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    So langsam nimmt das, was auf dem Gelände des Bayerischen Bahnhofs entstehen soll, Gestalt an. Am Mittwoch, 11. März, wurde im Neuen Rathaus eine Ausstellung eröffnet, die die Wettbewerbsentwürfe für die künftige Wohnbebauung an der Kohlenstraße zeigt. In der Kohlenstraße im neu entstehenden Quartier Bayerischer Bahnhof sollen Mehrfamilienhäuser in offener Bauweise entstehen.

    Ziel ist es, direkt am neuen Stadtpark an der Grenze zwischen Leipzig-Süd und -Südost interessante und zeitlose Architektur mit großstädtischem Anspruch zu realisieren. Fünf Architekturbüros haben dafür in einem sogenannten Werkstattverfahren ihre Pläne eingereicht. Diese sind seit Mittwoch im Neuen Rathaus zu sehen.

    Auftraggeber der Pläne ist die Stadtbau Wohnprojekte GmbH, eine Tochter des Investors Stadtbau AG. Vorgaben waren unter anderem, dass auf bis zu fünf Vollgeschossen eine Gesamtwohnfläche von 11.000 Quadratmetern entstehen soll. Die Fassade der Mehrfamilienhäuser soll wertig gestaltet werden, gerade auf der Südseite der Gebäude waren zudem Lösungen für einen Sonnen- und Wärmeschutz gefragt.

    Alle Wohnungen waren barrierefrei sowie mit einem Balkon oder einer Loggia zu planen, sie sollen zudem über einen Blick auf den neuen Stadtteilpark verfügen. Gärten für die Wohnungen im Erdgeschoss sowie eine Tiefgarage für das Gesamtareal an der Kohlenstraße sind ebenfalls vorgesehen.

    Eine Jury, der unter anderem Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau beisaß, hat sich nun für einen siegreichen Entwurf entschieden.

    Die insgesamt 12.000 m² große Teilfläche „Kohlenstraße“ – südlich der Brauerei im Bayerischen Bahnhof bis zur Einmündung Shakespearestraße – beplant die Stadtbau Wohnprojekte GmbH mit Mehrfamilienhäusern zu Wohnzwecken in offener Bauweise. Die Fläche gliedert sich in einen 6.400 m² großen Realisierungsteil und dem nördlich angrenzenden „Ideenteil“. Auf der Fläche des Realisierungsteils sollen insgesamt 11.000 m² Wohnfläche sowohl für Selbstnutzer als auch für Anleger geschaffen werden.

    Visualisierung der geplanten Bebauung an der Kohlenstraße. Visualisierung: Stadtbau Wohnprojeke GmbH
    Visualisierung der geplanten Bebauung an der Kohlenstraße. Visualisierung: Stadtbau Wohnprojeke GmbH

    Das Grundstück insgesamt stellt ein zentrales Element zum städtebaulichen Abschluss des gründerzeitlichen Wohngebiets im Zentrum-Süd und Übergang zum geplanten Stadtpark dar. Zur Vertiefung der städtebaulichen und architektonischen Konzeption wurde gemeinsam mit der Stadt Leipzig Ende vergangenen Jahres dieses Werkstattverfahren ausgelobt.

    Dazu wurden fünf namhafte Architekturbüros eingeladen: behet bondzio lin Architekten GmbH & Co. KG, Baukomplex Architekten und Ingenieure, däschler architekten & ingenieure GmbH, ZILA Freie Architekten und Hentsch.Mühle.Architekten.

    Im Februar 2020 wurden die eingereichten Arbeiten von einer Jury unter dem Vorsitz von Prof. Matthias Grunwald bewertet. In drei Wertungsgängen unter Berücksichtigung vieler konstruktiver Anregungen der Jurymitglieder aus Verwaltung, Stadtentwicklung, Architektur und Sachpreisrichtern der Stadtbau Wohnprojekte GmbH konnte sich schlussendlich der Entwurf von Büro behet bondzio lin Architekten GmbH & Co. KG durchsetzen.

    Die Jury begründete ihre Entscheidung damit, dass es sich insgesamt um ein starkes Konzept mit besonderen städtebaulichen, architektonischen und freiraumplanerischen Qualitäten handelt.

    Die Ergebnisse werden nun bis zum 3. April im Neuen Rathaus vor Zimmer 495 der Öffentlichkeit präsentiert.

    Die Stadtbau Wohnprojekte GmbH will mit dem Projekt 2021 beginnen und damit den Startschuss für das neue Stadtgebiet südlich des Bayerischen Bahnhofs mit den ersten 126 Wohneinheiten geben.

    Petition zum Bayerischen Bahnhof setzt jetzt die künftige Verkehrsorganisation auf die Tagesordnung

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