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Ein Innsbrucker Architekturbüro entwirft neue Kita und Musikakademie am Dösner Weg

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    So langsam nimmt das künftige Baugebiet am Bayerischen Bahnhof Gestalt an. Nachdem die ersten Architekturentwürfe zur geplanten Wohnbebauung an der Kohlenstraße schon gezeigt wurden, bekommt jetzt auch die künftige Kindertagesstätte auf dem einstigen Gelände von Gurken-Schumann ein Gesicht. Diesmal hat ein norwegisches Architekturbüro mit Sitz in Österreich den Wettbewerb gewonnen.

    Das international tätige Osloer Architekturbüro Snøhetta hat mit seiner Niederlassung in Innsbruck den Siegerentwurf für eine Kindertagesstätte sowie zwei multifunktionale Gebäude einer Musikakademie am Dösner Weg geliefert und soll mit der weiteren Planung beauftragt werden, teilt das Stadtplanungsamt mit.

    Das rund 8.000 Quadratmeter große Grundstück der ehemaligen, seit Jahren brachliegenden Gurken- und Konservenfabrik der Gebrüder Schumann ist Teil des Stadtraums Bayerischer Bahnhof und gehört der Rubin 70 GmbH, einer Projektgesellschaft der Leipziger Stadtbau AG. An dem von der Eigentümerin in Abstimmung mit der Stadt ausgelobten Werkstattverfahren nahmen fünf geladene Architekturbüros teil.

    Ziel des Verfahrens war es, eine Kindertagesstätte mit 165 Plätzen sowie, auf Anregung des Gewandhauses, ein „Music Lab“ zu entwickeln. Gefragt waren auch weiterführende konzeptionelle Ideen für das Teilgebiet im Zentrum-Südost. Hier sollen in nächster Zeit zwei große Wohnbauprojekte – an der Kohlenstraße und am Dösner Weg – entstehen. Dadurch steigt der Bedarf an Betreuungsplätzen für die Stadtbezirke Mitte sowie Süd. Ein Kriterium war zudem die Realisierbarkeit in Bauabschnitten. Auch sollte die Kita architektonisch autonom funktionieren und sich in den Kontext einfügen.

    Musikvermittlung des Gewandhausorchesters wurde in den vergangenen Jahren stark erweitert. Im neuen „Music Lab“ mit multifunktionalen Proberäumen sowie einem kleinen Konzertsaal mit 200 Plätzen sollen zudem genreübergreifende Projekte realisiert werden. Teil dieser Vermittlungsaktivitäten werden die internationalen Studenten der Mendelssohn-Orchesterakademie sein, die in dem Appartementhaus wohnen werden. Durch eine attraktive Freiraumgestaltung soll sich die Bebauung in den künftigen Stadtteilpark integrieren und die Akademie zum Grün hin öffnen.

    Snøhetta überzeugte die Jury durch eine Gliederung mit einer eindeutigen modernen Sprache. Die Nutzungen werden dabei klar in autarken Gebäuden getrennt. In den drei Häusern sind jeweils Kommunikationszonen als Orte der Begegnung geplant. Die Freiflächen des Areals werden auch durch den anfallenden Aushub geformt und schaffen Plätze, die zum Verweilen einladen.

    Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau erklärte zum Wettbewerbsergebnis: „Ich freue mich, dass wir heute einen herausragenden Entwurf präsentieren können, der außergewöhnliche Architektur mit Nachhaltigkeit und Funktionalität mit hoher gestalterischer Qualität verbindet. Damit das Projekt realisiert werden kann, müssen nun noch Förderer für Music Lab und Appartements gefunden werden. Ich wünsche mir, dass diese Hürde bald genommen werden kann.“

    Gewandhausdirektor Professor Andreas Schulz meint: „Der Entwurf verbindet Kita, Akademisten-Seminar und Music Lab mit einer geradezu musikalisch schwungvollen Geste, die mich begeistert. Die Nähe zum Kindergarten, die multifunktionalen Probenräume und der sich zum Park hin öffnende Konzertsaal bieten beste Voraussetzungen für musikalisch-interdisziplinäre Begegnungen und zeitgemäße stadtteilbezogene Musikvermittlungsprojekte. Ich hoffe, dass wir für dieses überzeugende Konzept bald die Drittmittel für den Betrieb finden werden.“

    Alle Arbeiten des Werkstattverfahrens werden vom 27. Mai bis zum 17. Juni in der vierten Etage des Neuen Rathauses neben dem Stadtmodell ausgestellt.

    Im Neuen Rathaus werden die Wettbewerbsbeiträge für die erste Wohnbebauung am Bayerischen Bahnhof gezeigt

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