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Paul-Robeson-Schule soll ab 2023 für 18 Millionen Euro saniert und erweitert werden

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    Nachdem die Schule am Opferweg in Wahren fertig ist, ist endlich Spielraum, die Plattenbauschule am Jungmannweg in Lindenthal bis 2026 zu sanieren und zu erweitern. Die Plattenbauschule stammt aus dem Jahr 1978 und trägt seit 1995 sogar eine experimentelle Außendämmung, die sich sogar bewährt hat.

    Jetzt geht es erst einmal um den Planungsbeschluss zur Modernisierung und Erweiterung der Paul-Robeson-Schule mit den Maßnahmen Aufstockung des Neubaus, Modernisierung des Plattenbaus/Neugestaltung der Freianlagen und Neubau 3-Feld Sporthalle. Allein die Planungen schlagen mit mehr als 1 Million Euro zu Buche.

    Im aktuellen Schuljahr 2020/21 werden in der Oberschule 400 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Der Schulentwicklungsplan prognostiziert ein Aufwachsen bis zu einer Vierzügigkeit, heißt es in der Vorlage des Schuldezernats. Schon 2016 wurde ein Ergänzungsneubau auf das Schulgelände gesetzt. Aber auch das wird nicht ausreichen, die künftigen Schülerzahlen aufzunehmen. Also werden sowohl die Hausmeisterwohnung mit überplant als auch Küche und Speiseraum im Kellergeschoss des Plattenbaus.

    Als weitere flächenvergrößernde Maßnahme ist eine Aufstockung des zweigeschossigen Neubaus von 2016 um ein weiteres Geschoss vorgesehen, so das Dezernat Jugend, Schule und Demokratie in seiner Vorlage. „Eine statische Voruntersuchung und eine Baugrund- und Gründungsbetrachtung haben ergeben, dass dies grundsätzlich möglich ist. Es ist weiterhin eine vollständige innere Modernisierung des Plattenbaus vorgesehen; dies betrifft u. a. die sanitären Anlagen, die Elektrik, Raumakustik und die Haustechnik. Notwendig sind weiterhin eine brandschutztechnische Ertüchtigung und die Herstellung der Barrierefreiheit.“

    Die Hausdämmung aber ist noch weitestgehend in Ordnung: „1995 wurde die Fassade des Plattenbaus als Modellversuch des Fraunhofer Institutes saniert. Eine erste Studie zum Zustand sowie der Erhaltungswürdigkeit und Erhaltungsfähigkeit nach 25-jähriger Nutzungsdauer hat ergeben, dass die energetischen Fähigkeiten auch nach heutigen Kriterien grundsätzlich zufriedenstellend sind, jedoch in Teilen Reparatur- und Erneuerungsbedarf besteht.

    In der Leistungsphase 2 soll deshalb vertieft ingenieurtechnisch und bauphysikalisch untersucht werden, ob eine Reparatur und punktuelle Erneuerung wirtschaftlich und damit sinnvoll ist. Eine abschließende Entscheidung ist erst im Ergebnis dieser Untersuchungen möglich und wird dann Gegenstand des Baubeschlusses.“

    Komplett neu gebaut werden soll die Sporthalle. An der alten wurden in den letzten Jahren nur noch notdürftige Reparaturen vorgenommen: „Die Fertigstellung des Neubaus der Grundschule mit Sporthalle an der Hans-Beimler-Straße ist bis zum Schuljahr 2025/26 geplant. Die dort errichtete Sporthalle kann dann temporär auch von den Schülerinnen und Schülern der Oberschule genutzt werden, sodass in allen Bauabschnitten Hallenkapazitäten für die Oberschule zur Verfügung stehen.

    Bei der weiteren Planung werden beim Sporthallenneubau die beschlossenen Maßnahmen des Sofortmaßnahmenprogramms zum Klimanotstand berücksichtigt (Anlage Gründach, Errichtung Solaranlage, Umsetzung des Leipziger Energie- und Baustandards). Bei der Modernisierung des Plattenbaus und der Aufstockung des Neubaus wird eine Umsetzung im Rahmen der Planungsphasen LP 2 und LP 3 technisch und wirtschaftlich geprüft. Über das Prüfergebnis wird im Baubeschluss berichtet.“

    Baubeginn für die Aufstockung des Neubaus für 2 Millionen Euro soll 2023 sein, die Sanierung des Plattenbaus für 9,5 Millionen Euro soll 2024 starten und der Neubau der Sporthalle für 6,5 Millionen Euro 2026. Die Aufstockung des Schulneubaus soll 2024 fertig sein, der Plattenbau 2026 und die Turnhalle 2028.

    Und dabei will das Schuldezernat den Schulbetrieb am Standort auch während der Baumaßnahmen aufrechterhalten. Deswegen werden die drei Bauabschnitte gestaffelt. Auch wenn das für Schüler und Lehrer ganz bestimmt ein Abenteuer wird.

    Der Offene Freizeittreff, der seit 1997 in die Schule integriert ist, soll übrigens erhalten bleiben.

    Und eine richtige Nutzerbeteiligung soll es auch noch geben: „In einer frühzeitigen Planungsphase ist vorgesehen, eine Beteiligung der Nutzer durchzuführen, welche vom Amt für Jugend, Familie und Bildung gesteuert wird. Hierbei wird es im Wesentlichen um die innere Gestaltung der Gebäude und der Gestaltung der Freianlagen gehen. Da es sich bei der vorliegenden Maßnahme um eine Modernisierung, Aufstockung und Ersatzneubau SH für eine bereits bestehende Schule handelt, werden die Akteure der Paul-Robeson-Schule aktiv angesprochen und eingebunden.“

    Leipziger Zeitung Nr. 85: Leben unter Corona-Bedingungen und die sehr philosophische Frage der Freiheit

     

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