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Seit September baut die Bahn die südlichen Gleise und Brücken in der Elsteraue

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    Manche Ereignisse, die in früheren Zeiten mit großem Tamtam, Sekt und Prominenz zelebriert worden wären, gehen im Corona-Jahr sehr still über die Bühne. So auch beim Bau der neuen Eisenbahnbrücken in der Elsteraue, wo im September quasi Halbzeit war: die nördlichen Gleise und Brücken sind fertig und ein Drohnenvideo zeigt nun, wie das Ganze von oben aussieht.

    Das Video hat die Deutsche Bahn am 3. November in ihren Bauvideo-Kanal bei Youtube eingestellt. Gedreht aber wurde es schon im September, als die Bauleute die Fertigstellung des nördlichen Bauabschnitts melden konnten. Damit endete Bauphase 1.0 – die Bauarbeiten an den nördlichen Brückenteilen, Gleisen, Schwellen und dem Schotterbett, die im Juni 2019 begonnen hatten, nachdem seit 2018 das Baufeld freigemacht und die nötigen Kabel verlegt worden waren. Und natürlich auch die etwas extravagante Unterführung für die Radfahrer unter der Luppe-Brücke geschaffen wurde, sodass die Nutzung des Elsterradwegs auch während der Bauarbeiten gewährleistet war.

    Überflug der Baustelle Leipzig Weiße Elster, Luppe und Nahle am 12. Juni 2019 und 8. September 2020

    Bauphase 2.0 umfasst nun die kompletten Bauarbeiten an den südlichen Brückenteilen, Gleisen, Schwellen und dem Schotterbett. Diesen Teil konnten die Bauarbeiter gleich im September beginnen – und wenn der Winter nicht härter wird als die vergangenen Winter, kann das Projekt im September 2021 fertig werden, sodass dann auch die Hochgeschwindigkeitszüge in beide Richtungen hier mit 160 km/h durch die Aue fahren können.

    Bis zum Frühjahr 2022 gibt es dann noch Restarbeiten wie den Rückbau der Baustelleneinrichtungsflächen und der Baustraße sowie Ausgleichs- und Ersatzarbeiten (z. B. Bepflanzung). Denn bei der Herrichtung der Baustelle wurden einige nicht ganz unwichtige Biotope rechts und links der Strecke beseitigt – man denke nur an die schon etwas ältere Obstbaumreihe am nördlichen Heuweg oder die komplette Beseitigung der ehemaligen Kleingartenanlage zwischen Nahle und Neuer Luppe.

    Der neue Asphaltweg zwischen Neuer Luppe und Nahle im August. Foto: Ralf Julke
    Der neue Asphaltweg zwischen Neuer Luppe und Nahle im August. Foto: Ralf Julke

    Dort wurden die alten Lauben und der komplette Bewuchs im Frühjahr 2020 entfernt, um Platz für die kommende Baustelle zu schaffen. Dabei wurde auch als Ersatz für den Heuweg an dieser Stelle ein neuer Asphaltweg geschaffen, der sich weiter südlich durchs Gelände schlängelt und seit Ende August genutzt werden kann.

    Wer auf dem nördlichen Heuweg unterwegs ist, sieht seit dem Sommer auch, wie die großen Fledermaus-Schutzwände an den nördlichen Gleisen wirken – sie schieben sich wie eine Wand neben den Weg. Von irgendeinem wie auch immer gearteten „denkmalgeschützten“ Blick über die Aue kann keine Rede mehr sein.

    Die einst von der Bahn geplanten Stabbogenbrücken hätten an dieser Stelle viel filigraner und nicht derartig wie eine Mauer mitten in der Aue gewirkt.

    Die Brückenunterführung am Heuweg liegt künftig schon bei Normalwasser unterm Flussniveau

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