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Öffnung des letzten Teilstücks am Elstermühlgrabens: Informationsveranstaltung am 22. Juli

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    Es ist das fehlende Stück bei der Öffnung des Elstermühlgrabens: der Abschnitt zwischen Elsterstraße und Lessingstraße. Immer wieder verschoben, weil die Gelder für die Öffnung im Stadthaushalt nicht darstellbar waren. Aber im Herbst soll es endlich losgehen. Und vorher gibt es am 22. Juli noch eine Online-Informationsveranstaltung des Amtes für Stadtgrün und Gewässer.

    Eigentlich war die Offenlegung dieses letzten Teilstücks des seit 2005 systematisch wieder geöffneten Elstermühlgrabens schon 2020 geplant. Aber das hat nicht ganz geklappt.Mit dem letzten rund 180 Meter langen Abschnitt zwischen Elsterstraße und Lessingstraße wird nun zwar der Lückenschluss hergestellt (Teilbauabschnitt 3.2). Aber aus verkehrsorganisatorischen Gründen kann auch auf diesem kurzen Abschnitt nur abschnittsweise vorgegangen werden.

    Zunächst wird im Zuge der Elsterstraße die Elsterbrücke errichtet. Anschließend erfolgt der Bau der Poniatowskibrücke im Zuge der Lessingstraße. Für beide Brücken wird jeweils eine Bauzeit von jeweils einem Jahr veranschlagt. Womit man schon im Jahr 2023 wäre, wenn dann tatsächlich das Grabenstück dazwischen in Angriff genommen werden kann.

    Dann erfolgt der Wasserbau zwischen beiden Brücken. Auf der Südseite des Elstermühlgrabens wird ein Geh-/Radweg mit einer Breite von knapp vier Metern errichtet. Damit entsteht dann (wieder) eine durchgängige Wegebeziehung zwischen Stadthafen und Ranstädter Steinweg.

    Und auch beim 7 Millionen Euro teuren Stadthafen zeichnet sich ab, dass dort im Herbst schon mit den bauvorbereitenden Maßnahmen begonnen werden kann, sodass der Stadthafen nach dreijähriger Bauzeit 2024 fertiggestellt werden kann, also parallel zum Elstermühlgraben.

    Während der vorgenannten Wasserbauarbeiten am Elstermühlgraben wird auch das Angerwehr am Ranstädter Steinweg ertüchtigt. Es erhält einen Fisch-Kanu-Pass und eine Bootsumtrageeinrichtung. Das Schreberwehr wird ebenfalls mit einer Steganlage vervollständigt.  Weiterhin erfolgt zur Erfüllung der Anforderungen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie der Einbau eines attraktiven Begleitgrüns in den Wasserlauf, so das Amt für Stadtgrün und Gewässer.

    Den Baubeschluss für diese 180 Meter hat der Stadtrat schon 2019 gefasst. Der Beschluss war im Grunde eine Auffrischung der Beschlüsse von 2007 und 2009, die gefasst wurden, bevor klar war, wie sehr das Projekt Offenlegung des Elstermühlgrabens gestückelt werden musste und sich zeitlich immer weiter streckte.

    Die Elsterbrücke würde nach der Baukostenberechnung von 2018 rund 3,5 Millionen Euro kosten, die Poniatowskibrücke ebenfalls. Auf den Wasserbau selbst würden rund 8 Millionen Euro entfallen, dazu noch Kosten für Stege und Wehranlagen, sodass man auf rund 17 Millionen Euro kommt, was auch schon eine deutliche Erhöhung gegenüber den zuvor für den Haushalt 2019/2020 veranschlagten 14 Millionen Euro war.

    Die Bürgerinformation

    Am Donnerstag, 22. Juli, um 18 Uhr wird das Amt für Stadtgrün und Gewässer im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung zum Bauvorhaben „Öffnung Elstermühlgraben zwischen Elsterstraße und Lessingstraße“ informieren. Vorgestellt werden der Entwurf der Gestaltung dieses letzten Teilabschnitts, die geplanten baulichen Maßnahmen und die Umleitungskonzeption zum vorgesehenen Zeitraum ab Herbst 2021. Anschließend werden Fragen zur Gesamtthematik beantwortet.

    Aufgrund der aktuellen Coronaschutzbestimmungen wird die Veranstaltung ausschließlich digital über folgenden Zoom-Link stattfinden: https://us02web.zoom.us/j/82148517092. Eine Anmeldung oder Registrierung hierfür ist nicht erforderlich. Weitere Infos zur Baumaßnahme Elstermühlgraben findet man auf der Website der Stadt Leipzig.

    Fragen können vor, während und nach der Veranstaltung bis 23.07.2021 über die E-Mail-Adresse: 22.07.meine-Fragen-Elstermuehlgraben@leipzig.de gestellt werden.

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      3 KOMMENTARE

      1. Hab mir die Visualisierungen angesehen. Das wird wieder eine Betonwüste mit Alibi-„Begleitgrün“. So richtig hässlich. Schade um die ganzen vertanen Chancen, aber anscheinend ist man zu mehr nicht in der Lage. Die armen Bäume, die man in diese Wüste pflanzen wird, tun mir leid, ebenso die armen Fische, die sich dahin verirren. Stein heizt sich schön auf in heißen Sommern, eigentlich können einem auch die Anwohner leid tun.

      2. Ich habe in der Ecke fast zwanzig Jahre bis zur Raussanierung gewohnt und bin mehrmals täglich durch die Schlippe gelaufen. Ich kenne es nur so abgeschlossen mit dieser Briefmarke von Denkmal.

        Es gibt alte Fotos, wo der Poniatowski-Plan noch offenes Wasser war. Mit einem Bootchen drin. Klein-Venedig!

        Dafür, dass gerade diese Ecke das Umfeld total schön machen würde, zieht es sich ganz schön. Anscheinend haben die richtigen Immoblienbesitzer nicht genug gezahlt…

        Selbst dieser Carl-Maria-von-Weber-Kanal ist ja auch letztlich irgendwie zwischen Fisch und Fleisch, nicht wirklich hübsch, nicht wirklich schön.

        Wenn die Elsterstraße dann zur Fußgängerzone erklärt wird, dann wird das eine richtig tolle Ecke.

        Aber die Stadt Leipzig kann keine Stadtplätze (die werden immer so maschinell-funktional). Den geöffneten Poniatowski-Plan wird sie auch noch verhunzt kriegen…

        Schade, dass ich immer noch drei Jahre warten muss. (Nein, 2022 wird das auch nicht fertig.)

      3. Die Offenlegung des Elstermühlgrabens ist in meinen Augen eine sinnlose Geldverschwendung von Seiten der Stadt, um Immobilienbesitzer (vielleicht sind es ja die „richtigen“ mit guten Connections in Rathaus?) reicher zu machen.

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