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Platz für Insekten: Im Johannapark werden ab 2. August die nächsten Langgraswiesen vorbereitet

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    Langsam verändert sich etwas im Umgang mit dem Leipziger Grün. Los ging es mit experimentellen Blühstreifen im Stadtgrün. Im April startete das Amt für Stadtgrün und Gewässer dann das Projekt Langgraswiesen im Johannapark. Nun soll ein weiteres Stück Kurzgraswiese zur Verwandlung in eine Langgraswiese vorbereitet werden.

    Zwei Teilflächen im Johannapark werden deshalb ab Montag, 2. August, für eine Einsaat mit zertifiziertem regionalen Saatgut und einen Mahdgutübertrag vorbereitet. Ziel dieser Maßnahme ist es, den Artenreichtum in der Parkanlage zu fördern, betont das Amt für Stadtgrün und Gewässer.

    Damit die Aussaat von gebietsheimischen Wiesenkräutern und Gräsern bzw. das Aufbringen von Mahdgut einer artenreichen Spenderfläche in Leipzig zu Beginn des Herbstes erfolgreich ist, muss der Boden entsprechend vorbereitet werden. Die betreffenden Teilflächen im Park werden daher vom Eigenbetrieb Stadtreinigung Leipzig zunächst mehrfach gefräst.

    Damit wird die vorhandene Grasnarbe aufgelöst und die Wurzeln von Pflanzen beseitigt, die das Aufwachsen von gewünschten Wildkräutern und Gräsern behindern könnten. Die bodenvorbereitenden Arbeiten werden im Abstand von jeweils zwei Wochen insgesamt dreimal durchgeführt, um optimale Bedingungen für das Keimen und Anwachsen des einzubringenden Saat- und Mahdgutes zu schaffen.

    Um den Boden und die zarten Keimlinge zu schützen, werden die zwei Teilflächen im stark frequentierten Johannapark während der Vorbereitungs- und Anwachsphase temporär bis zur 1. Mahd im Frühjahr 2022 umzäunt. Wie auch an den anderen Entwicklungsflächen für artenreiche Wiesen im Park informieren vor Ort farbige Stelen über die biodiversitätsfördernden Maßnahmen.

    Die Kampagne „Unser Park – Vielfalt erleben“ startete bereits im April 2021 mit der Ausweisung von Flächen im Johannapark, die langfristig zu artenreichen Wiesen entwickelt werden sollen. Durch ein reichhaltiges Blütenangebot und ihre besondere Struktur bieten diese wertvolle Lebensräume, insbesondere für Insekten. Gleichzeitig können sich Langgraswiesen besser regenerieren und sind toleranter gegenüber Hitze und Trockenheit. Die Häufigkeit, der Zeitpunkt und die Art der Pflege beeinflussen dabei die Artenzusammensetzung der Wiesen.

    Im Rahmen der Kampagne „Unser Park – Vielfalt erleben“ werden verschiedene Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt im Johannapark erprobt. Neben der Entwicklung artenreicher Wiesen ist zu einem späteren Zeitpunkt außerdem vorgesehen, Strauchflächen nachzupflanzen bzw. neu anzulegen sowie Gehölzsäume mithilfe gebietsheimischer Saatgutmischungen zu entwickeln.

    Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt unter Federführung des Amtes für Stadtgrün und Gewässer zusammen mit dem Eigenbetrieb Stadtreinigung Leipzig und unter Beteiligung des Amtes für Umweltschutz und des Amtes für Wohnungsbau und Stadterneuerung. Weitere Partner sind der NABU – Naturschutzbund Deutschland, Regionalverband Leipzig e. V., der BUND Regionalgruppe Leipzig und der Ökolöwe – Umweltbund Leipzig e. V. Gefördert werden die Maßnahmen durch das Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“.

    Die aktuellen Maßnahmen sowie die Kampagne „Unser Park“ resultieren aus dem Entwicklungskonzept Clara-Zetkin-Park und Johannapark, das im Rahmen eines breiten öffentlichen Beteiligungsprozesses erarbeitet und 2017 im Stadtrat beschlossen wurde. Die Umsetzung des Entwicklungskonzeptes und die Parkbewirtschaftung werden seither durch ein Akteurstreffen, ein breites Netzwerk bestehend aus im Park aktiven Vereinen, Gastronomen, Umweltverbänden, politischen Vertretern und Verwaltung, begleitet.

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