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Gefährliches Pflaster: Die Haltestelle Hauptbahnhof braucht Warnleuchten für die Fußgänger/-innen

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    Mit mehreren Anträgen thematisiert jetzt das Jugendparlament die durchaus prekäre Situation von Fußgängern in Leipzig. Ein Thema, das ja zuletzt mehrfach auch von den Stadtratsfraktionen aufgebracht wurde, sei es beim fehlenden Fußverkehrsentwicklungskonzept oder bei den schlecht geschalteten Bedarfsampeln in der Stadt. Aber das Jugendparlament wünscht sich jetzt eine sichere Lösung für eine wirklich gefährliche Stelle.

    Es ist die Fußgängerquerung über die Haltestelle der LVB am Hauptbahnhof. Hier bekommen viele Straßenbahnen genau dann freie Fahrt, wenn auch die Fußgängerampeln zur Querung der Kfz-Fahrbahn Grünes Licht bekommen. Die Fußgänger kommen also, wenn sie die Haltestelleninsel queren wollen, immer wieder mit Straßenbahnen in Konflikt.Und gerade weil hier meist dichte Pulks von Fußgängern unterwegs sind, kommt es regelmäßig zu unübersichtlichen Situationen. Ausweichmöglichkeiten sind kaum vorhanden. Und oft bewahrt nur das schrille Klingeln der Bahnen die Fußgänger/-innen davor, unter die anfahrende Bahn zu geraten.

    Irgendwie wurde beim Bau dieser Haltestelle nicht wirklich auch die sichere Querung der Fußgänger/-innen mitbedacht.

    Und so wünscht sich das Jugendparlament jetzt: „Die Stadtverwaltung wird bis zum Ende des 4. Quartals 2022 beauftragt, für den Fußverkehr Warnleuchten an den Gleisquerungen der Zentralhaltestelle Hauptbahnhof zu realisieren.“

    Zu Unfällen mit Fußgänge/-innen kam es hier in der Vergangenheit gehäuft. Gerade auf der Nordseite der Haltestelle häuften sich die Unfälle bis 2018, sodass sich die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) genötigt sahen, die Haltestelle umzubauen, einen zusätzlichen Übergang in der Mitte der Haltestelle zu schaffen und ein wenig das Mobiliar aus dem Weg zu räumen. Das hat die Unfallzahlen mit Fußgängern und Straßenbahnen tatsächlich halbiert.

    Aber gerade bei der Ein- und Ausfahrt der Straßenbahnen kommt es nach wie vor zu brenzligen Situationen. Ohne verstärkte Aufmerksamkeit nach allen Richtungen darf man hier als Fußgänger nicht unterwegs sein.

    Aber wie soll das gelöst werden?

    „Der Bereich der Haltestelle Hauptbahnhof ist der meistfrequentierte Durchweg des Fußverkehrs vom Hauptbahnhof in das Leipziger Innenstadtgebiet, unabhängig davon, ob man den ÖPNV in Anspruch nimmt oder nicht. Gleichzeitig ist diese Haltestelle aber auch die meistfrequentierte des Leipziger Straßenbahn- und Busnetzes“, stellt das Jugendparlament in seinem Antrag an die Ratsversammlung fest.

    „Damit kommt es an diesem Punkt unausweichlich zum Konflikt der beiden Gruppen. Durch Todes- und Unfälle von Fußgängern in den vergangenen Jahren ist eine entsprechende Lichtsignalregelung an dieser Stelle unbedingt notwendig und überfällig, zumal sie an anderen hochfrequentierten Haltestellen im Streckennetz der LVB schon realisiert worden ist.“

    Eine solche Warnampel für querende Fußgänger gibt es zum Beispiel an der Haltestelle Connewitz Kreuz. Dort freilich sind es nur zwei Gleise, die zu queren sind, während es an der Haltestelle Hauptbahnhof vier solcher Gleise sind und das Aufkommen an Fußgänger/-innen und auch querenden Radfahrer/-innen deutlich höher ist.

    Was dann freilich das nächste Dilemma dieser Haltestelle aufwirft, die ja gleichzeitig ein Flaschenhals im Straßenbahnnetz ist. Was passiert eigentlich, wenn hier Straßenbahnen noch enger getaktet durchmüssen und sich das Aufkommen an Fahrgästen im Rahmen des nachhaltigen Mobilitätskonzeptes noch weiter erhöht?

    Kein Wunder, dass Leipzigs Verkehrsplaner dieses Thema seit Jahren vor sich herschieben und noch nicht einmal sicher ist, dass der Umbau des Promenadenrings im Zuge der Verkehrswende im nächsten Nahverkehrsplan zum Beschluss wird.

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      1 KOMMENTAR

      1. Kommt mittlerweile wenig vor, aber der gemeingefährliche Leichtsinn einiger Straßenbahnfahrer bleibt unvergessen, im nördlichen Gleis (Li. 1, 10, 11, 16) aus zweiter Position über die leere erste Position hinüber durchzubrettern, während die Fußgänger westlich am Queren sind. Reichte schon, wenn einer vor Schreck ins Stolpern geriet – dann war’s das.

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