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Munitionsbergung im Elster-Saale-Kanal: Ab 6. Dezember wird die Brücke Merseburger Straße stundenweise gesperrt

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    Seit dem Frühjahr sind Teile des Elster-Saale-Kanals für Bootsfahrer und Badende gesperrt, denn im Umfeld der Brücke der B181 im Verlauf der Merseburger Straße war seitdem ein Kampfmittelräumdienst tätig, um im Kanal im Auftrag des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Elbe (WSA Elbe) nach Munition und Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg zu suchen. Und man wurde auch fündig.

    Mit Luftbildauswertungen und Sonarpeilungen an Land und auf dem Wasser ist der Kampfmittelräumdienst dem ursprünglichen Hinweis aus der Polizeidirektion Leipzig nachgegangen. Gefunden wurden inzwischen einzelne Handgranaten, Gewehrgranaten und Panzerabwehrwaffen. All das, was da wahrscheinlich deutsche Soldaten am Ende des Krieges lieber ins Wasser schmissen, als damit von den anrückenden Amerikanern angetroffen zu werden.Nach der Suchaktion wird es jetzt in der kommenden Woche ernst.

    Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe will die im Elster-Saale-Kanal gefundenen Munitionsbestände aus dem Zweiten Weltkrieg jetzt im Zeitraum vom 6. Dezember 2021 bis zum 4. Februar 2022 durch Taucher einer Spezialfirma bergen und entsorgen.

    Die Folge: Während der Arbeiten ist aus Sicherheitsgründen die Sperrung der im Zuge der Merseburger Straße (B 181) über den Kanal führenden Brücke erforderlich. Ab Mittwoch, 1. Dezember, wird mit Schildern auf die anstehende Sperrung hingewiesen, teilt das Verkehrs- und Tiefbauamt der Stadt mit.

    Umleitungen

    Eine Umleitung wird in beide Fahrtrichtungen über die Schomburgkstraße – Lyoner Straße – Kiewer Straße – Lützner Straße – Leipziger Straße – Siemensstraße – Neue Markranstädter Straße (B 186) geführt. Auch der Fußgänger- und Radverkehr ist von diesen Sperrungen betroffen.

    Da die täglich mögliche Tauchzeit auf wenige Stunden begrenzt ist und um die Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten, erfolgt die Sperrung der B 181 nur während der täglichen Arbeitszeit der Spezialfirma, von Montag bis Donnerstag jeweils von 5 bis 15 Uhr.

    Vom 23. Dezember bis zum 2. Januar werden keine Arbeiten durchgeführt; auch nicht bei anhaltenden Frostperioden. In dieser Zeit erfolgt auch keine Sperrung der Merseburger Straße.

    Da Art und Menge der Munition bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend festgestellt werden konnten, werden für die Beräumung zunächst bis zu zehn Wochen veranschlagt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Maßnahme über den 4. Februar 2022 hinaus andauert, warnt das Verkehrs- und Tiefbauamt.

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      2 KOMMENTARE

      1. Stand doch im INTERNET ^^
        Wenn man weiß, welches der „Betriebsweg“ und wo die „Brücke bei Rückmarsdorf“ ist:
        „Zudem ist auch das Betreten der Umgebung der Räumstelle über den Betriebsweg und die Brücke bei Rückmarsdorf zeitweise nicht möglich.“
        Und dass da das WSA Elbe vom WSV zuständig ist..
        Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Elbe führt am Saale-Leipzig-Kanal Kampfmittelbeseitigung durch
        Datum 12.05.2021
        https://www.wsa-elbe.wsv.de/Webs/WSA/Elbe/DE/_SharedDocs/Pressemitteilungen/20210512_Kampfmittelbeseitigung.html

      2. Danke für die Info, leider wurde das ja bisher wenig kommuniziert mit der Kampfmittelberäumung.

        Der Weg am Elster-Saale-Kanal ist seit über einem Jahr gesperrt, und wird einfach immer wieder verlängert – keine Umleitung für Radfahrer, man fährt einfach in eine Sackgasse und muss durch Gestrüpp und Kleingärten fliehen…ich verstehe ja die Bedeutung der Beräumung, aber.

        „….nur während der täglichen Arbeitszeit der Spezialfirma, von Montag bis Donnerstag jeweils von 5 bis 15 Uhr“
        Das könnte man sich doch auch für den Weg am Kanal vorstellen? Aber nein, dauernd fest verrammelt mit Strafandrohung.

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