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Uferleben e. V. lädt ein zum Weg- und Wiesenkonzert an der Streuobstwiese am Südufer des Störmthaler Sees

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    Am Samstag, 15. Juni, lädt der Verein Uferleben Störmthaler See e.V. ab 15 Uhr zum Weg- und Wiesenkonzert ein. Auf grüner Flur zwischen Dreiskau-Muckern und Störmthaler See finden sich am Rand der noch verbliebenen alten Streuobstwiese Naturfreunde zusammen, die gern musizieren und spontan gemeinsame eine Stunde Musik auf die Beine stellen wollen. Und die darauf aufmerksam machen wollen, wie hier mit den Resten der Natur umgegangen wird.

    Diese Mitmachaktion möchte den Blick für die noch naturbelassenen Wege und Wiesen weiten. Zunehmend verschwindet blühende Landschaft zugunsten asphaltierter Wege und bebauter Flächen. Insbesondere auf dem Störmthaler See lastet dabei ein hoher touristischer Nutzungsdruck. Noch zeigt dieser See, dass das Erhalten eines grünen Ufers so enorm wichtig ist – einerseits um Erholung zu finden, andererseits auch, um Tieren und Pflanzen eine Chance zu geben, beheimatet zu bleiben.

    Der Verein Uferleben Störmthaler See e.V. setzt sich seit zwei Jahren besonders auch im Rahmen einer weiteren touristischen Erschließung am Störmthaler See aktiv für mehr Sensibilität zu Naturschutzanliegen ein und fordert mehr Bürgerbeteiligung im Rahmen von Entwicklungs- und Bebauungsprojekten. Ein Puzzle an Angeboten zur Bewusstseinsbildung eigenen Handelns auf unsere Umwelt ist beispielsweise der umweltpädagogisch konzipierte NaturZirkus, der auch in diesem Sommer wieder Kinder zum aktiven Mitwirken einlädt.

    Aus dem Feldweg auf die Magdeborner Halbinsel ist eine breite asphaltierte Straße geworden. Foto: Uferleben Störmthaler See e.V.
    Aus dem Feldweg auf die Magdeborner Halbinsel ist eine breite asphaltierte Straße geworden. Foto: Uferleben Störmthaler See e. V.

    Noch ist die Lobby für den Naturschutz im Leipziger Neuseenland sehr ausbaufähig. So sei es ernüchternd, wenn doch wieder ein Weg zur „Autobahn“ wird und Wiesen Gefahr laufen, Parkplätzen zu weichen, kritisiert der Verein. Ein sehr greifbares Beispiel hierfür bildet die im Herbst 2018 neu entstandene Verbindungsstraße zur Magdeborner Halbinsel. Ehemals ein ausgewaschener Weg mit dichtem grünen Saum, erstreckt sich heute eine breite und befahrbare Asphaltbahn inmitten der Landschaft. Sie quert einen durch Hochwasser entstandenen Canyon (Göselcanyon), der inzwischen wieder viele Amphibien, Reptilien, Insekten, Vögel beherbergt.

    Zum Straßenbau in diesem sensiblen Gebiet schreibt der Verein: „Der asphaltierte Schluss um den Störmthaler See ist über die Staatsstraße S242 sowohl für Kfz als auch durch einen separaten Fahrrad- sowie Fußweg längst gegeben. Der jetzige Ausbau des Weges über den Göselcanyon und entlang der Grunaer Bucht bringt zwar eine kleine Abkürzung, die allerdings in unseren Augen in keinem rechtzufertigenden Aufwand-Nutzen-Verhältnis steht.

    Im Gegenteil schadet es doch erheblich der Natur und auch dem natürlichen Wohlempfinden. Rennradfahrer, Skater und Co. wird die neue Rennpiste erfreuen, Wanderer, Spaziergänger, Familien mit Kleinkindern, Hundebesitzer und Reiter verlieren ersatzlos. Bedauerlicherweise liegt das Genehmigungsverfahren Jahre zurück, sodass eine aktuelle Einflussnahme von Bürgerbeteiligung und Umweltverbänden aussichtslos war. Erschreckend ist die Dimension, das ist keine naturnahe Lösung und bei Anwohnern und Natur verbleibt wieder ein ohnmächtiges Gefühl …“

    „Wir brauchen mehr Achtsamkeit und auch Achtung vor der Natur. Letztlich sind wir Teil dieser“, mahnt der Uferleben e. V. Und ruft auf: „Seid gern spontan am 15. Juni, 15 Uhr dabei, musiziert mit oder freut Euch auf einen entspannten Nachmittag in geselliger Runde.“

    Gab es jemals eine Umweltverträglichkeitsprüfung für die Magdeborner Halbinsel und die Grunaer Bucht?

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    2 KOMMENTARE

    1. interessiert.
      Und die Herrschaften vom Ufer-Verein sind bis heute nicht in der Lage etwas entgegensetzen zu wollen. Zu dem bisherigen Schrott soll nun nur etwas weniger Schrottiges hinzu kommen.

    2. „Bedauerlicherweise liegt das Genehmigungsverfahren Jahre zurück, sodass eine aktuelle Einflussnahme von Bürgerbeteiligung und Umweltverbänden aussichtslos war.“
      Nein, es war eine Einflußnahme möglich. Aber die Umweltverbände NABU und Ökolöwe haben sich ebenso wie die Grünen einen Scheiß

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