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Leipziger CDU-Findungskommission hat entschieden: Lux und Wawrzynski als OBM-Kandidaten benannt

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    Seit heute ist es nun also offiziell, was gestern bereits erahnbar war. Die Überraschung ist der Leipziger CDU dennoch durchaus gelungen. Nachdem die Findungskommission der Leipziger CDU gestern entschieden hatte, war erst heute ein offizielles Ergebnis der Vorauswahl der OB-Kandidaten der CDU zu erfahren. Die Namen lauten wie erwartet Horst Wawrzynski und Volker Lux.

    So äußerte sich jedenfalls Andreas Nowak, Sprecher des CDU Kreisverbandes Leipzig gegenüber der L-IZ. Kurz darauf dann die offizielle Bestätigung auf der Seite des CDU Kreisverbandes. „Der erweiterte Kreisvorstand schlägt dem Parteitag vor, zwischen den beiden Kandidaten Volker Lux und Horst Wawrzynski auszuwählen“, so er Leipziger CDU-Vorsitzende Detlef Schubert in einer offiziellen Mitteilung.

    Die erste Breitseite aus der schwarzen Ecke für den Amtsinhaber gibt’s gleich dazu: „Mit Herrn Lux und Herrn Wawrzynski hat die Leipziger Union zwei hervorragende Kandidaten mit ganz unterschiedlichen Qualitäten. Unsere Mitglieder sind nun aufgefordert, den aus ihrer Sicht besten Kandidaten auszuwählen. Beide können den Amtsinhaber schlagen. Die Zeit der Schauspielerei im Oberbürgermeisterbüro muss vorbei sein. Wir werden den Leipzigerinnen und Leipzigern ein ernsthaften Fachmann anbieten. Der amtierende Oberbürgermeister kann es nicht.“
    Unterdessen ist Tilman Loos von der linksjugend Sachsen im Angesicht der Nominierung von Horst Wawrzynski bereits auf der Barrikade. Erwartungsgemäß ist für ihn rückblickend die bisherige Amtsausübung des Leipziger Polizeipräsidenten bereits der Anlauf zur Kandidatur gewesen. Die durch den Polizeipräsidenten in die Presse getragenen Themen wie Drogen, Ausländer und Chaoten seien überdies die klassischen Themen von Rechtspopulisten, auf welchen der eventuelle Kandidat nun seinen Wahlkampf aufbauen wöllte.

    „Besonders perfide ist, dass der Polizeipräsident die vergangenen Monate offensichtlich nur zur Wahlkampfvorbereitung genutzt hat. Das kann man getrost als Missbrauch des Amtes werten.“, so Tilman Loos. So seien auch die in den letzten Monaten immer wieder in Leipzig durchgeführten und weitgehend nutzlosen Komplexkontrollen nun in diesem Licht zu sehen.

    „Diese sogenannten Komplexkontrollen waren reines Spektakel. Ohne wirkliche Substanz, aber öffentlich wirksam. Das scheint der eigentliche Zweck gewesen zu sein. Warum diese Einsätze vom sächsischen Innenminister trotz ausbleibender Erfolge immer wieder genehmigt worden sind, kann nur Markus Ulbig selbst erklären.“, so Tilman Loos.

    Besondere Würze erhielte Wawrzynskis Kandidatur durch die spezifisch sächsische Konstellation. Die Vorgesetzten des Polizeipräsidenten, der sächsische Innenminister Markus Ulbig und der sächsische Polizeipräsident Bernd Merbitz, haben selbst ein CDU Parteibuch.

    Ob die Taktik von Horst Wawrzynski aufgeht, wird sich also am kommenden Samstag, 23. Juni und eventuell am 27. Januar 2013 zeigen. Dann könnte es zu einem deutschlandweit ziemlich einmaligen Vorgang kommen. Dass ein amtierender Oberbürgermeister gegen seinen derzeitigen Polizeichef antreten muss.

    Zur PM der Leipziger CDU
    www.cdu-leipzig.de

    Volker Lux ist Diplom-Verwaltungswirt, geboren in Leipzig und arbeitet im Sächsischen Landesrechnungshof. Er ist Mitglied der CDU und führt die Kommunalpolitische Vereinigung der Leipziger CDU. Lux ist 43 und hat Ökonomie des Binnenhandels an der Handelshochschule Leipzig studiert.

    Anschließend machte er einen Abschluss an der Verwaltungshochschule Meißen. Vor seiner Zeit beim Landesrechnungshof arbeitete er bei der Landesversicherungsanstalt und erlangte berufsbegleitend die Befähigung für den höheren Dienst.

    Horst Wawrzynski ist Polizeipräsident von Leipzig. Der in Bayern aufgewachsene 59-Jährige ist parteilos und kam 1996 zur sächsischen Polizei. Er arbeitete unter anderem als Präsident der Polizeidirektion Chemnitz und als Leiter der Sächsischen Bereitschaftspolizei in Leipzig.

    In dieser Eigenschaft führte er Behörden mit mehreren tausend Mitarbeitern.

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