Sicherheit in Leipzig, 1

Was Sicherheitsgefühl mit Medienkonsum und schmuddeligem Stadterlebnis zu tun hat

Für alle LeserWieder einmal ist die Sicherheitsdebatte in Leipzig hochgekocht, tun einige Medien so, als wäre Leipzig eine Art Klein-Chicago. Da passt es dann ganz zufällig gut zusammen, wenn Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) am Dienstag, 18. Juli, die Ergebnisse der jüngsten Sicherheitsumfrage in Leipzig vorstellt. Tatsächlich wurden die Leipziger darüber schon 2016 befragt.

Von Juli bis September 2016 waren 6.000 Leipzigerinnen und Leipziger eingeladen, einen dicken Fragebogen zu ihrem Sicherheitsgefühl in Leipzig auszufüllen. 2.845 schickten ihre ausgefüllten Fragebögen tatsächlich zurück.

Ganz neu war die Befragung nicht. Seit 1994 befragt Leipzigs Amt für Statistik und Wahlen die Leipziger regelmäßig zur Sicherheit in der Stadt. Das Thema ist also gar nicht neu. In Wellen kommt es wieder, wenn neue schlagzeilenträchtige Ereignisse die Bevölkerung aufregen. Deswegen wird diese Sicherheitsbefragung im Schnitt alle vier Jahre wiederholt. Die letzte gab es 2011.

Dr. Ruth Schmidt, Leiterin des Amtes für Statistik und Wahlen, wies zur Vorstellung des neuen Berichts zu Recht darauf hin, dass Sicherheit auch jedes Jahr Thema in der Leipziger Bürgerumfrage ist. Und (fast) jedes Mal wird es unter den „Problemen der Stadt“ am häufigsten genannt. Manchmal gleichauf oder überholt vom Thema „Straßenschäden und Baustellen“, einige Jahre auch hinter dem Thema „Arbeitslosigkeit“ zu finden, das einige Jahre wirklich das brennendste Thema der Stadt war.

Aber warum steht Sicherheit dann im Kummerkasten immer ganz oben?

Das erklärte dann Prof. Dr. Kurt Mühler vom Institut für Soziologie der Universität Leipzig. Denn Sicherheitsempfinden ist ein ganz komplexes Gefühl. Über das Wort komplex schmunzelte er dann selbst. Aber das beschreibt es wohl am besten. Denn hier spielen echte Opfererfahrungen hinein, die ja nur ein Teil der Bürger tatsächlich erlebt haben – manche wurden bestohlen, einige erlebten Gewalt, wieder bei anderen wurde in die Wohnung eingebrochen oder ins Auto oder das Fahrrad wurde geklaut. Und bekanntlich ist Leipzig derzeit bundesweit – was Fahrräder betrifft – die Diebstahlshochburg Nr. 2.

Was aber mit konkreter Kriminalität vor Ort wenig zu tun hat. Denn dass die Fahrraddiebstähle in Leipzig derart explodiert sind, hat mit überregional agierenden professionellen Diebesbanden zu tun, die Fahrräder gleich containerweise stehlen und als Hehlerware außer Landes bringen.

Man müsse die Phänomene immer konkret betrachten und auch die Ursachen, betont Heiko Rosenthal. Recht hat er. Erst dann lassen sich wirklich Strategien entwickeln, wie man der Diebe tatsächlich habhaft werden kann oder wie man die Diebstähle und Einbrüche erschwert.

Nach Mühler kommt zur reinen Opfererfahrung natürlich auch noch die Frage: Wie schwer war der Vorfall, welche emotionalen Spuren hat er hinterlassen? Denn gerade wenn Gewalt im Spiel ist, kommt auch noch eine Traumatisierung hinzu. Man schätzt die Gefahr, wieder Opfer zu werden, deutlich höher ein.

Aber das Gefühl von Sicherheit bzw. Unsicherheit wird auch durch ganz simple Dinge beeinflusst. Mühler nennt es ein „Empfinden von Unordnung“. Wenn der Stadtraum durch Zeichen von Unsauberkeit, Zerstörung, Verunstaltung, also dem Eindruck fehlender Kontrolle geprägt ist, nimmt das Gefühl von Unsicherheit zu. Der Raum selbst ist die Botschaft: zertretene Sitzbänke, vermüllte Plätze, zerstörte Telefonzellen, zerschepperte Glasflaschen, wilde Graffiti usw.

Ein Phänomen, das er nicht extra benennt, sind dann freilich auch noch die Medien: Die mediale Berichterstattung über Kriminalität, Unordnung und Gewalt beeinflusst das Sicherheitsempfinden der Menschen direkt. Es wirkt regelrecht wie ein Verstärker.

Auch das wurde abgefragt: Wer sorgt denn eigentlich dafür, dass Menschen mit Berichten über Kriminalität in Berührung kommen?

Das Verblüffende, das eigentlich nicht verblüfft: Die wesentliche Rolle spielen Fernsehen und Radio.

Und die Hauptrolle spielen (auch nicht erstaunlicherweise) die überregionalen Fernsehkanäle. Dort bekommen 52 Prozent der befragten Leipziger oft und sehr oft mit, wenn es in Leipzig wieder mal kriminelle Vorfälle gab.

Natürlich erzählt ihnen dort niemand, was man alles nicht aus Leipzig berichtet. Denn etliche dieser Fernsehteams kommen ja wirklich nur nach Leipzig, wenn es kracht und brennt. Nur: Ändern kann das der Ordnungsbürgermeister nicht. Er kann nichts tun gegen die Aufmerksamkeitsökonomie der Fernsehsender, die regelrecht fokussiert sind auf „sensationelle“ Bilder.

Mit 48 Prozent der Nennungen („oft“ und „sehr oft“) folgen dann die lokalen Fernsehsender, gefolgt von den lokalen Radiosendern (47 Prozent) und – Überraschung! – „in einer lokalen Tageszeitung“ werden 44 Prozent der Befragten mit ihrer täglichen Dusche Kriminalitätsgeschehen versorgt. „In anderen Quellen“ (wo wir uns – schon an Mangel an anderen Alternativen – wohl einordnen müssen) sinkt die Quote der Nennungen auf 41 Prozent.

Man bekommt also auch ein Bild davon, welche Medien eigentlich die Wahrnehmung von Kriminalität und Sicherheit prägen in Leipzig.

Wobei diese Medienversammlung auch in gewisser Weise verzerrt ist. Denn am besorgtesten, was die Kriminalitätsentwicklung betrifft, sind die älteren Leipziger. Und ihre Furcht, von Kriminalität betroffen zu sein, steigt mit ansteigendem Lebensalter rapide an – ganz unabhängig davon, ob sie mehr Kriminalitätsberichte sehen oder nicht.

Wobei ein zentraler Befund ist: Seit 2011 ist die Sorge vor einer Zunahme der Kriminalität in Leipzig angestiegen. Von 62 Prozent der Befragten, die 2011 noch starke Sorgen hatten auf 67 Prozent. Aber unübersehbar hat das auch mit dem wachsenden Anteil von älteren Leipzigern zu tun. Während jüngere Leipziger zwischen 18 und 29 Jahren zu 45 Prozent starke Sorge haben, dass die Kriminalität zunimmt, sind es bei den Leipzigerinnen zwischen 65 bis 85 Jahren 84 Prozent.

Trotzdem ist es ein Phänomen, mit dem sich die Stadt zwingend beschäftigen müsse, betont Heiko Rosenthal.

Aber wie, ist die Frage?

Dazu kommen wir im nächsten Teil gleich an dieser Stelle.

In eigener Sache: Abo-Sommerauktion & Spendenaktion „Zahl doch, was Du willst“

KriminalitätSicherheit
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 
Ein Kommentar


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Leipzigs Mietpreisansteig macht gerade jungen Leipzigern und Familien mit Kindern immer größere Sorgen
Die größten Probleme der Leipziger. Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2018

Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2018

Für alle LeserLeipzigs Bürgerumfragen erfassen die Leipziger Mietpreisentwicklung im Grunde wie ein Seismograph. Sie beschränken sich bei der Befragung der Bürger eben nicht auf die reinen Angebotsmieten, also das, was gerade auf dem Leipziger Wohnungsmarkt angeboten wird. Sie erfassen das, was die Leipziger wirklich zahlen. Und das hat sich seit 2013 doch spürbar verändert.
Braucht Leipzig ein eigenes Lobbyregister?
Eingang zum Neuen Rathaus: Wer geht hier alles aus und ein? Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAls der Stadtrat 1995 die Beteiligung von Bürgervereinen bei Bauplanungen beschloss, war das ein echter Fortschritt. Fortan wurden die Initiativen der Betroffenen zumindest um ihre Stellungnahme gebeten. Auch wenn die Planer dann doch haufenweise Gründe fanden, sie trotzdem zu ignorieren. Nun haben die Freibeuter einen Antrag vorgelegt, der die Beteiligungsmöglichkeiten deutlich erweitern soll. Nur mit dem Begriff „Lobbyregister“ griffen sie augenscheinlich in ein Regalfach zu hoch.
Am 16., 17. und 18. Mai im Westflügel: Spleen – Charles Baudelaire. Gedichte in Prosa

Foto: Helmut Pogerth

Die manchmal düster-bestialische, manchmal heiter-melancholische Atmosphare des Baudelaireschen Kosmos spielt mit dem Menschen an der Schwelle zur Moderne: zwischen apathischer Lebensgier und erotisierter Todessehnsucht, zwischen Sehnsucht nach Unendlichkeit und brutaler Belanglosigkeit, im Tragischen meist lapidar, im Komischen immer subtil.
Jetzt fällt der Stadt die zehn Jahre dauernde Verweigerungspolitik im Nahverkehr auf die Füße
Straßenbahnstau in Connewitz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Donnerstag, 18. April, diskutierte der Stadtrat zum ersten Mal über das von der Linksfraktion beantragte 365-Euro-Ticket für Leipzig. Nicht über den Antrag selbst, sondern über den Fragenkatalog, den die Freibeuter-Fraktion dazu am 5. April gestellt hatte. Am selben Tag hatten Sven Morlok, René Hobusch und Naomi-Pia Witte auch den Antrag gestellt, den Antrag der Linken abzulehnen und sich ganz auf das Nachhaltigkeits-Szenario zu konzentrieren.
Jugendparlament beantragt, die KarLi zur Fahrradstraße zu machen
Peterssteinweg. Foto: Martin Schöler

Foto: Martin Schöler

Für alle LeserKennen Sie auch dieses Gefühl, wie in Watte gewickelt zu sein, schön bemuttert von allen Seiten und daran gewöhnt, dass Sie dies nicht dürfen und jenes leider, leider verboten ist? Und auch in 100 Jahren nicht möglich sein wird, weil dies und das nicht geht? Also quasi den eingebauten Bedenkenträger immer eingeschaltet als Denksperre? Und dann kommen diese jungen Leute aus dem Jugendparlament und beantragen einfach mal, die ganze KarLi zur Fahrradstraße zu machen. Im Jahr 2019. Im Jahr von „Fridays for Future“.
Premiere am 23. Mai: Schön ist es auch anderswo und hier bin ich sowieso
Schön ist es auch anderswo. Foto: Mim Schneider

Foto: Mim Schneider

„Wir leben und wissen nicht wozu. Wir sterben und wissen nicht wohin. Leicht ist zu sagen, was man jetzt und nachher will. Aber niemand kann angeben, was er überhaupt will in diesem doch so zweckhaften Dasein. Mich wundert, dass ich fröhlich bin – sagt ein alter Türspruch.“ (Ernst Bloch)
Am 25. Mai im Kupfersaal: Wigald Boning – Wie ich Weltmeister im Langsamschwimmen wurde
Wiegald Boning. Kupfersaal GmbH

Quelle: Kupfersaal GmbH

Wigald Boning ist zurück mit einem neuen Live-Programm! Nach seinem Einkaufszettel-Vortrag in dem er schon einem seiner liebsten Hobbys frönte, gibt er jetzt bei "Wie ich Weltmeister im Langsamschwimmen wurde" erneut Einblicke in eine seiner großen Leidenschaften: Sport!
Leben: Die acht Kindheitsgeschichten von Oleg Senzow jetzt bei Voland & Quist
Oleg Senzow: Leben. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs ist ein berührendes Buch. Es ist ein aufrüttelndes Buch, eines, das nicht nur daran erinnert, dass der ukrainische Filmemacher Oleg Senzow seit fünf Jahren nach einer falschen Anklage und einem Schauprozess ganz in alter stalinistischer Manier in einem russischen Straflager eingesperrt ist. Als Faustpfand oder als Symbol für Putins Politik gegenüber der Ukraine, das ist eigentlich egal. Zerstört werden soll damit auch ein Mensch, der nicht ins Raster des eingeschüchterten Untertanen passt.
Gastkommentar von Christian Wolff: Osterfeuer
Das leuchtend goldene Kreuz in der Notre-Dame. Foto: Kurt Muehmel, Wikipedia

Foto: Kurt Muehmel, Wikipedia

Für alle LeserWenn Gotteshäuser wie Synagogen, Kirchen, Moscheen aus welchen Gründen auch immer geschändet, beschädigt, zerstört werden, fühlen sich Menschen im Innersten getroffen – unabhängig davon, ob sie selbst religiös gebunden sind oder nicht. Denn mit Gotteshäusern verbinden viele Menschen das, was ihrem Leben Fundament, Halt und Identität jenseits aller materiellen Absicherungen, Zugehörigkeit zu Religionsgemeinschaften und Nationalismen verleiht: Gott, die ganz andere, unverfügbare Macht, der ich mich in aller Hilflosigkeit anvertrauen kann, ohne dass sich irgendjemand dazwischenschaltet.
Entscheidet der Stadtrat tatsächlich schon im Mai zur Einführung des Wiener Modells in Leipzig?
Straßenbahntunnel an der Jahnallee. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserDie SPD hat es im Wahlkampfprogramm, die Grünen haben Unterstützung signalisiert, der Ökolöwe sammelt Unterschriften, die Linksfraktion hat es im Stadtrat gleich mal beantragt: die Einführung eines 365-Euro-Jahrestickets ab 2021 in Leipzig. Doch sicher, dass der Stadtrat dem Antrag noch in seiner Mai-Sitzung zustimmt, ist man sich auch beim Ökolöwen nicht. Denn so ein Tempo ist in der Leipziger Stadtpolitik seit über 20 Jahren nicht mehr üblich. Die Bedenkenträger regieren.
Der Elster-Saale-Kanal stammt tatsächlich noch aus der „Potenzialanalyse“ von 2011
Die Schleusenruine Wüsteneutzsch. Foto: Gernot Borriss

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAls OBM Burkhard Jung am 29. März die Leipziger Vorschlagsliste für die Strukturmaßnahmen zum Kohleausstieg vorstellte, war so manches Altprojekt darunter, bei dem man sich zu Recht fragte: Was hat das mit tragfähigen Strukturen für die Zeit nach der Kohle zu tun? Darunter fand sich auch – mit 174 Millionen Euro dotiert – der Weiterbau des Elster-Saale-Kanals. Da fragten sich nicht nur die Grünen, was das soll und wie so ein Projekt in die Liste geriet.
Das Rätsel um die Selbstständigen in Leipzig ist erst zur Hälfte gelöst
Wozu reicht das Geld in diesem Monat noch? Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserSeit 2017 machen Leipzigs Statistiker ja etwas, was sich in seiner Logik erst erschließt, wenn man es dann im Ergebnisbericht zur Bürgerumfrage liest: Sie trennen die Selbstständigen in der Statistik – nämlich nach solchen mit und ohne Angestellte. Denn es sind zwei völlig verschiedene Welten von Selbstständigen: Die einen sind Inhaber von Unternehmen, die anderen sind in der Regel Selbstausbeuter, sogenannte „freelancer“.
NABU Sachsen attestiert Sachsens Landwirtschaftsminister eine Umweltpolitik voller Versäumnisse
Acker bei Leipzig. Foto: Gernot Borriss

Foto: Gernot Borriss

Für alle LeserEs war eine Schönwetterrede, die Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt am 11. April in seiner Fachregierungserklärung „Moderne Umweltpolitik mit innovativen Lösungen für Sachsen“ dem Landtag vortrug. Eine Rede, die nicht verleugnete, dass er sich im Grunde nur für ein einziges Thema in seinem Ressort interessiert: die Landwirtschaft. Und die eigentlich alarmierenden Nachrichten in seiner Rede schüttete er mit Optimismus zu, der Zusammenarbeit beschwor, wo es in Sachsen keine Zusammenarbeit gibt.
Umwelt-AG der Leipziger Grünen findet den Jugendparlamentsantrag „Klimanotstand in Leipzig“ gut
Gefällte Bäume in Connewitz. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAnfang April reichte das neu gewählte Jugendparlament den Antrag ein, die Stadt Leipzig möge mit sofortiger Wirkung den Klimanotstand verhängen und damit dem Schutz der Bevölkerung vor den Folgen des Klimawandels höchste Priorität einräumen. Ein Antrag, den die Umweltschützer im Leipziger Kreisverband der Grünen gut finden. Der Arbeitskreis Umwelt- und Klimaschutz des Kreisverbandes Leipzig von Bündnis 90/Die Grünen unterstütze diesen Antrag ausdrücklich, teilen sie mit.
111 Gründe, kein Arzt zu werden: Ein Leipziger Arzt räumt mit den Lügen unseres Gesundheitssystems auf
Göran Wild: 111 Gründe, kein Arzt zu sein. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserVor drei Jahren erfreute der Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf das Publikum mit dem Buch des begeisterten Notarztes Falk Stirkat „111 Gründe, Arzt zu sein: Eine Hommage an den schönsten Beruf der Welt“. Mindestens ein Leipziger Arzt schüttelte beim Lesen nur den Kopf. Er hatte im deutschen Gesundheitswesen völlig andere Erfahrungen gemacht. Jetzt hat er sich hingesetzt und aufgeschrieben, warum der schönste Beruf der Welt von Politikern und Verwaltungsbeamten regelrecht kaputtgemacht wurde.