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Der Stadtrat tagt: Situation für Radfahrer bleibt am Hauptbahnhof unverändert

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    Mit knapper Mehrheit hat sich der Stadtrat gegen neue Markierungen vor den beiden Haupteingängen des Hauptbahnhofes ausgesprochen. Damit wollte die Linksfraktion Fuß- und Radweg besser voneinander abgrenzen. Derzeit sind die Flächen vor den Eingängen als sogenannte Mischverkehrsflächen ausgewiesen.

    Die Linksfraktion hatte argumentiert, dass das für viele Menschen, die an der Ampel warten, nicht erkennbar sei und diese deshalb auf jener Fläche warteten, die eigentlich für Fahrradfahrer vorgesehen sei. Die Fahrradfahrer würden dann ausweichen, wodurch es zu gefährlichen Situationen käme.

    Dem hält die Stadtverwaltung die Unfallstatistik für die vergangenen drei Jahre entgegen. Dieser zufolge kam es vor beiden Eingängen zusammengerechnet lediglich zu zwei Unfällen mit Personenschaden. Daraus ließe sich „kein Handlungsbedarf ableiten“. Die Verwaltung nennt verschiedene denkbare Möglichkeiten zur Neugestaltung, die die Sicherheitslage jedoch allesamt nicht verbessern, sondern eventuell sogar verschlechtern würden. „Eine kurzfristige Lösung ist nicht möglich“, sagte Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) den Stadträten.

    Ein beachtlicher Teil des Stadtrates sah das anders: Immerhin 28 Personen stimmten dem Antrag der Linksfraktion zu. Da jedoch 31 Stadträte dagegen stimmten, bleibt die Situation am Hauptbahnhof zunächst unverändert.

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    2 KOMMENTARE

    1. Was ich eigentlich am gefährlichsten finde: Selbst wenn mal alle Fußgänger hinten warten und die De-Facto-Radwege (ja ja, die sind an den Überwegen nur noch „Radfahrer frei“) frei sind, weiß man als Radfahrer aus Richtung Westen kommend (der Radweg ist beiderseitig befahrbar) nicht, wann die Fußgängermapel grün werden wird und alle wie die Lemminge nach vorne rennen.
      Es ist quasi bis 2m vor dem Überweg freie fahrt und Sekundenbruchteile später stehen 60 Personen im Weg.
      Da würde eine kleine Fahrradampel schon ausreichend Sicherheit bieten. Kann doch nicht so viel kosten, die 6 bzw. 12 Glühbirnen.

    2. „Dem hält die Stadtverwaltung die Unfallstatistik für die vergangenen drei Jahre entgegen. Dieser zufolge kam es vor beiden Eingängen zusammengerechnet lediglich zu zwei Unfällen mit Personenschaden. Daraus ließe sich „kein Handlungsbedarf ableiten“.

      Daran erkennt man, dass die Verantwortlichen der Stadtverwaltung viel zu selten mal in die Pedale treten. Ich selbst fahre im Schnitt täglich am Hauptbahnhof vorbei und erlebe die Lage als sich verschlechternd. Auch bei vorsichtiger Fahrweise und grünen Ampeln für PKW und Rad und roter Fußgängerampel sind Fußgänger zu oft unachtsam und bringen einen als Radfahrer bei einem von 5 Fällen echt in Bedrängnis. Dass es zu so wenig Unfällen kommt, ist für mich echt ein Wunder.

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