Umfrage zur Stadtratswahl (8)

Die Leipziger Kitainitiative: Nach wie vor gibt es genug verzweifelte Eltern

WahlumfrageLEIPZIGER ZEITUNG/Auszug Ausg. 67Im Rahmen der Umfrage der LEIPZIGER ZEITUNG bei Initiativen, Vereinen und Verbänden in Leipzig geht es um die Wünsche engagierter Bürger an den kommenden Stadtrat. Nach der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 werden 70 neue und bekannte Stadträtinnen die Geschicke unserer Stadt für weitere fünf Jahre bestimmen.

Die Leipziger Kitainitiative ist eine ehrenamtlich arbeitende und parteiunabhängige Leipziger Bürgerinitiative (gegr. 2012), bestehend aus einer Gruppe Leipziger Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen, die sich für eine Verbesserung der Kinderbetreuungssituation in Leipzig und Sachsen (in Zusammenarbeit mit dem Graswurzelbündnis) einsetzen. Die Arbeit des Stadtrates hat hier unmittelbare Bedeutung: Der Stadtrat ist zuständig für die Versorgung mit Betreuungsplätzen, die Gestaltung der KiTa-Platzvergabe und die Qualitätssicherung in der Kinderbetreuung.

Zusätzlich gibt er Vorgaben bei der Finanzierung der Kinderbetreuung – das betrifft die Gehälter für Erzieherinnen und Erzieher ebenso wie die Höhe der Elternbeiträge. Dem aktuellen Leipziger Stadtrat ist es seit seinem Amtsantritt 2014 nicht gelungen, eine ausreichende Versorgung an Betreuungsplätzen sicherzustellen. Die Anzahl der Eltern, die verzweifelt nach einem Betreuungsplatz suchen, ist nach wie vor sehr hoch und im letzten Jahr nochmals angestiegen.

Die drei dringendsten Probleme und Entscheidungen:

1. Betreuungs- und Arbeitsbedingungen:

Der aktuelle Betreuungsschlüssel in Sachsen, der nicht den wissenschaftlich belegten Zielgrößen entspricht, schlechter als in allen anderen Bundesländern ist und in der Praxis sich nochmals durch verschiedene Faktoren (Weiterbildungszeiten, Urlaub, Krankheit etc.) negativ verändert, muss dringend verbessert werden!

Dies ist ein entscheidender Faktor, um nicht zu sagen der entscheidende Faktor, um Bildungsprozesse im Elementarbereich bestmöglich zu fördern und den damit verbundenen Zielen gerecht zu werden. Außerdem führt ausreichend Personal zu verbesserten Arbeitsbedingungen, was wiederum für die aktuell in diesem Bereich Beschäftigten und die potenziellen Erzieher*innen ein wichtiger Punkt ist.

In diesem Zusammenhang stehen die Rahmenbedingungen für Erzieher*innen, die in Hinblick auf Einstiegsmöglichkeiten, Aus- und Weiterbildung und Gehalt (vgl. mit Lehrämtern) adäquat weiterentwickelt werden sollten. Dazu gehört auch, dass die bestehenden Quereinsteiger*innen-Programme ausgebaut sowie mehr duale Ausbildungen und/oder ein Studium der Elementarpädagogik, wie es bereits in zahlreichen europäischen Ländern etabliert ist, angestrebt wird.

Außerdem ist es weiterhin notwendig, ausreichend Kinderbetreuungsplätze zu schaffen. Dazu fordern wir die Stadt auf, stärker Klein-KiTas, Kitagründungsinitiativen und die Großraumtagespflege zu fördern sowie eine konstruktivere Zusammenarbeit mit nicht-städtischen Trägern zu pflegen. Der Neubau von städtischen Groß-KiTas ist nachvollziehbar, dennoch aus unserer Sicht nur ein Baustein bei der Schaffung von neuen Betreuungsplätzen, vor allem bei dem jetzt schon erkennbaren Personalmangel.

Bei allen angesprochenen Punkten muss der Stadtrat neben eigenen Gestaltungsmöglichkeiten seinen Einfluss in der Landesregierung geltend machen und mit entsprechenden politischen Forderungen und Impulsen diesen Prozess stärker mitgestalten. In diesem Zusammenhang sollte der Stadtrat die wissenschaftliche Expertise an den Universitäten und Hochschulen und die vielfältigen Praxiserfahrungen bei der Neugestaltung stärker einfließen lassen, zum Beispiel in Modell-KiTas.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass der elementare Bildungsbereich eine höhere Wertschätzung erfahren sollte, was durch vielfältige Veränderungen kurz und mittelfristig erreicht werden kann.

2. KiTa-Platzvergabe:

Die KiTa-Platzvergabe durch die Stadtverwaltung ist nach wie vor höchst intransparent und ineffizient. Notwendig ist daher aus Sicht unserer Kitainitiative eine Verbesserung des Vergabesystems über das Eltern-Portal. Dazu gehört es aus unserer Sicht, dass alle Einrichtungen vollständige und aktuelle KiTa-Profile anzeigen, Ansprechpartner*innen mit Sprechzeiten veröffentlicht werden, die verschiedenen Stati (Eingang, in Bearbeitung, Warteliste etc.) angezeigt werden, konkrete und einstimmige Hinweise in den Infotext und die monatliche Eltern-Email formuliert werden.

Sodass für Eltern erkennbar ist, wie viel Bewerbungen in einer KiTa für einen gewünschten Zeitraum bereits vorliegen, die zeitnahe Einrichtung einer Platz-Tauschoption und eine Festlegung klarer und fairer Kriterien für die Platzvergabe unter Beteiligung von Eltern, Kita-Leiter*innen, Stadtverwaltung und Stadtrat. Weiterhin sollten Beschäftigte der Einrichtungen Verständnis für die Bedarfe der Eltern aufbringen können und dies auch in der Kommunikation zeigen, auch wenn ggf. kein Betreuungsplatz vermittelt werden kann.

3. Strukturen und Zusammenarbeit:

Für die Finanzierung der Kinderbetreuung muss der neue Stadtrat insgesamt deutlich mehr Geld in die Hand nehmen sowie neue Ideen innovativ und mutig aufgreifen, um Lösungen für die drängenden Problemen konkret umsetzbar zu machen, ohne dies auf den Schultern der Eltern und Beschäftigten in den Einrichtungen auszutragen. Dazu gehört es auch, Veränderungen positiv zu verstehen und Prozesse nach den Bedarfen auszurichten und nicht nach bestehenden Strukturen.

Positiv ist zu erwähnen, dass der Runde Tisch KiTa von der Stadt initiiert wurde, an dem sich in der Regel ein Mal im Jahr Vertreter*innen des Jugendamts, der städtischen und freien Träger sowie Stadtratsmitglieder und die Leipziger Kitainitiative treffen, um über aktuelle Themen der Kinderbetreuung zu sprechen. Dazu wurde und wird immer wieder formuliert, dass eine offene und kontinuierliche Kommunikation zwischen allen Beteiligten notwendig ist und die jeweiligen Bedarfe stärker kommuniziert und schneller angesprochen sowie realisiert werden sollten.

Dazu ist es notwendig, solche Treffen oder auch andere Formate (z. B. Informationsabende für Eltern vgl. mit Infoabend für werdende Eltern), regelmäßig zu veranstalten und stärker in der Öffentlichkeit bekannt zu machen.

Die Überlegungen und Forderungen finden sich zunehmend unter l-iz.de/tag/umfrage

Die bisherige Arbeit der Parteien in ihren Fraktionen im Stadtrat, Videos und Artikel finden sich unter l-iz.de/tag/stadtrat

Die Leipziger Kitainitiative im Internet

Die LZ Nr. 67: Liebe Kinder, lernt aus meiner Geschichte! oder Warum in unserer Welt nichts so eindeutig ist, wie es gern verkauft wird

Leipziger ZeitungKommunalwahlUmfrageLeipziger Kitainitiative
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 


Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Verschwörungsmythen: Wie wir mit verdrehten Fakten für dumm verkauft werden
Holm Gero Hümmler: Verschwörungsmythen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie sogenannten „sozialen Medien“ haben im Internet einen Effekt erzeugt, der seit einigen Jahren auch in die reale Welt schwappt: Mit ihren Algorithmen führen sie Menschen zusammen, die sich ohne Facebook & Co. nie im Leben begegnet wären. Aus einzelnen „Verschwörungstheoretikern“ wurden auf einmal scheinbar große Netzwerke von Menschen, die den allergrößten Unsinn für wirklich halten, als hätten sie in der Schule gar nichts gelernt.
Ohne uns kein wir: Am 29. Juni findet das dritte „Leipziger Frauen*festival“ statt
Leipziger Frauen*festival am 29. Juni 2019. Foto: René Loch

Foto: René Loch

Für alle LeserFestivals in Deutschland sind in vielerlei Hinsicht sehr verschieden, aber in einem Punkt sehr ähnlich: Männer dominieren das Programm. Anders ist das bei der dritten Ausgabe des „Leipziger Frauen*festivals“, das am 29. Juni auf dem Marktplatz stattfindet. Hier bekommen Künstlerinnen eine Bühne – genau genommen sind es in diesem Jahr sogar zwei. Ergänzt wird das Programm durch einen „Angebotsmarkt“ und eine feministische Sommeruniversität.
Was tun, wenn immer wieder neuer Müll in Leipzigs Flüssen landet? + Bildergalerie
Müll im Elsterbecken. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserMan kann es sich auf der Zunge zergehen lassen: Über 70 Tonnen Müll haben fleißige Sammler zur Frühjahrsputzaktion wieder aus Leipziger Parks und Flüssen herausgefischt. 70 Tonnen Abfall, den rücksichtslose Zeitgenossen einfach entsorgt haben, wo ihnen lustig war. Und die Flüsse werden sehr gern als Müllschlucker betrachtet. Im April hatte das Jugendparlament das heikle Thema aufgegriffen.
Die Lausitz wird zum Testgelände für lauter alte Schrottideen
Eigenheime in der Lausitz. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserAuch in der Lausitz ist der Strukturwandel gewollt, stellte Dr. Jana Pinka, Sprecherin für Umweltpolitik und Ressourcenwirtschaft der Linksfraktion im Landtag, schon am 16. Januar fest. Einen Tag vorher hatten sich die Ostministerpräsidenten einen Termin beim Bundesfinanzminister Olaf Scholz geben lassen, um ihm das Versprechen abzuringen, dass es für den Kohleausstieg „erhebliche Mittel“ über viele Jahre für den Strukturwandel geben würde. Oder eben das, was sie unter Strukturwandel verstehen.
Am 15. Juni in der Oper Leipzig: Premiere von Bedřich Smetanas »Die verkaufte Braut«
Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof

Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof

Es ist ein tschechischer Sommernachtstraum, der in böhmische Dörfer führt, hinter deren Fassaden alte Traditionen und Bräuche Alltag und Leben der Menschen bestimmen. Nachdem Bedřich Smetana bei seinen Landsleuten als »Wagnerianer« verschrien war, wurde seine komische Oper „Die verkaufte Braut“ nach ihrer Uraufführung als tschechische Nationaloper gefeiert, die mit ihrer Musik der »böhmischen Volksseele« Ausdruck verschaffe. Sie wirkt als nostalgische Zeitreise, die viel mehr den menschlichen Mikrokosmos der dörflichen Welt als die große Nation in den Fokus nimmt.
Warum sind denn diese Ostdeutschen so traurig?
Petra Köpping (Sächsische Staatsministerin für Integration und Gleichstellung) Anfang 2018 bei der Diskussion zum "Treuhand"-Buch von Dr. Marcus Böick in Grimma. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserWarum fühlen sich so viele Sachsen einsam, ausgegrenzt und zurückgesetzt? Mit der Frage beschäftigt sich Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) nun schon seit drei Jahren. Kann es sein, dass das auch viel mit SPD-Politik zu tun hat, einer Politik, die der SPD nun auf die Füße fällt? Und ganz zentral mit dem desaströsen Projekt „Hartz IV“?
Linke und Grüne halten die Bundeswehr für keinen geeigneten Gesprächspartner für das Thema Friedenspolitik in der Schule
Christian Piwarz, Staatsminister für Kultus. Foto: Pawel Sosnowski

Foto: Pawel Sosnowski

Für alle LeserSachsens Regierung im Allgemeinen und Kultusminister Christian Piwarz (CDU) im Speziellen haben ein sehr eigenes Verständnis davon, was Schule den Kindern vermitteln soll. Am Freitag, 14. Juni, haben Christian Piwarz und Oberst Klaus Finck, Kommandeur des Landeskommandos Sachsen, die seit 2010 bestehende und nun überarbeitete Kooperationsvereinbarung für die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Bundeswehr unterzeichnet. Aber was hat die Bundeswehr eigentlich in den Schulen zu suchen?
Neuer Forstwirtschaftsplan sieht über 8.000 Festmeter Holzfällungen im Auenwald vor
Waldgebiet am Elsterstausee. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEin offizielles Urteil des Verwaltungsgerichts liegt noch nicht vor zum Streit um die Abholzungen im Leipziger Auenwald. Aber auch Leipzigs Ämter wissen, dass die Grüne Liga bei einem für sie negativen Urteil die nächste Instanz anrufen wird. Denn aus ihrer Sicht ist eindeutig, dass die systematischen Abholzungen im Naturschutzgebiet Leipziger Auensystem nicht mit dem Schutzcharakter des Auenwaldes vereinbar sind. Aber Leipzigs Stadtförster will mit dem Kopf durch die Wand.
NeuSeenLand-Musikfest: „Spanische Nacht am Kap“ – ein Muss für Klassikfreunde 
Quelle: NeuSeenLand Musik e. V.

Quelle: NeuSeenLand Musik e. V.

Zum dritten Mal steigt Ende Juni das NeuSeenLand Musikfest am Zwenkauer Hafen. Crossover von Pop bis Klassik, hochkarätige Künstler und maritimes Flair locken Musikfreunde vom 27. bis 30. Juni aus Leipzig und der gesamten Region. Der Präsident des NeuSeenLand-Musikvereins, Wolfgang Rögner, hat mit seinen Mitstreitern wieder ein attraktives Programm zusammengestellt.
Klassisch anders: Die fünfte „Mendelssohns Klassik-Lounge“ in hochkarätiger Besetzung
Die Schaubühne Lindenfels in der Karl-Heine-Straße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Klassische Musik jenseits konventioneller Aufführungen erleben, hautnah und in entspannter Atmosphäre – das ist die „Mendelssohns Klassik Lounge“. In der neuen Ausgabe zum Bachfest trifft barocke Live-Musik auf Klänge, die an Turntables erzeugt werden.
Anfang Sommer, alles offen oder Caros Railtrip zu sich selbst
Franka Bloom: Anfang Sommer, alles offen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserBeim Fernsehen ist sie eher auf die Krimischiene festgelegt. Aber weil sie so viel zu erzählen hat, schreibt die Leipziger Autorin Franka Bloom nun seit einiger Zeit Romane über Frauen in der Mitte des Lebens? im besten Alter? mit Lebenserfahrung? – Sie merken es schon: Wenn man dieses Alter irgendwie fassen will, kommen einem bloß lauter dusselige Worthülsen in den Kopf. Wir sind ein beklopptes Land mit einer verzerrten Selbstwahrnehmung.
Leipzig bekommt 20 Millionen Euro für sozialen Wohnungsbau
Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und die LWB-Geschäftsführerinnen Ute Schäfer (r.) und Iris Wolke-Haupt vor der Baustelle in der Bernhard-Göring-Straße. Foto: René Loch

Foto: René Loch

Für alle LeserLeipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) trafen sich am Freitag, den 14. Juni, zum gemeinsamen Fototermin in der Bernhard-Göring-Straße. Dort baut die LWB zentrumsnah knapp 100 neue Wohnungen, wovon rund zwei Drittel für Geringverdiener geeignet sein sollen. Sachsen will den sozialen Wohnungsbau in Leipzig mit jährlich 20 Millionen Euro fördern.
Schüler mit Klebeband verletzt: Unter Bewährung stehende Ex-Lehrerin nochmals auf Bewährung verurteilt
Strafabteilung des Amtsgerichts. Foto: Alexander Böhm

Foto: Alexander Böhm

Für alle LeserKaum ein Beruf ist mit so viel Verantwortung verbunden wie jener der Lehrerin. Hinter verschlossenen Türen unterrichtet eine Person zahlreiche Menschen, die sich teilweise am Anfang der geistigen und körperlichen Entwicklung befinden, sowohl hinsichtlich fachlicher als auch sozialer Kompetenzen. Das Amtsgericht Leipzig hatte sich im Mai mit einem Fall zu befassen, in dem eine Lehrerin offenbar die falschen pädagogischen Mittel wählte.
Tierschutzaktivisten schreddern Stoffküken vor dem Leipziger Bundesverwaltungsgericht
Kükenschreddern vor dem Bundesverwaltungsgericht. Foto: René Loch

Foto: René Loch

Für alle LeserBevor das Bundesverwaltungsgericht am Donnerstag, den 13. Juni, sein Urteil zur Tötung männlicher Küken verkündete, protestierten etwa 30 Tierschutzaktivisten gegen diese Praxis in der industriellen Produktion. Mit dem Urteil dürften sie überwiegend zufrieden sein: Anders als die Vorinstanzen entschied das Gericht, dass das Kükentöten gegen den Tierschutz verstoße und auf absehbare Zeit nicht mehr durchgeführt werden darf.
Die Leipziger Zeitung Nr. 68 ist da: Game over! Keine Angst vor neuen Wegen
Game over! Keine Angst vor neuen Wegen in der aktuellen LEIPZIGER ZEITUNG. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserMal wieder tobt aktuell eine Debatte um die „Kraft durch Freu(n)de“-T-Shirt-Provokation von MDR-Kabarettist Uwe Steimle, Dresden kennt längst seine Causa Uwe Tellkamp und die heißt nun für Leipzig wohl Axel Krause. Spätestens seit der Ausladung des Leipziger Malers und AfD-Fans bei der 26. Leipziger Jahresausstellung dürfte einigen so langsam ein Lichtlein aufgehen, wo 30 Jahre nach „der Kehre“ die Parallelen liegen. Lange Linien hier und neue Wege bei der Jugend da. Eine Ausgabe zwischen „Game over!“ und fehlender Angst vor Neuem.