Pressetermin mit Jung und Kretschmer

Leipzig bekommt 20 Millionen Euro für sozialen Wohnungsbau

Für alle LeserLeipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) trafen sich am Freitag, den 14. Juni, zum gemeinsamen Fototermin in der Bernhard-Göring-Straße. Dort baut die LWB zentrumsnah knapp 100 neue Wohnungen, wovon rund zwei Drittel für Geringverdiener geeignet sein sollen. Sachsen will den sozialen Wohnungsbau in Leipzig mit jährlich 20 Millionen Euro fördern.

In den vergangenen Jahren dominierte kaum ein Thema den öffentlichen Diskurs so stark wie jenes der Migration. Das hat sich geändert. Neben der Klimafrage sind auch die Wohnungsnot explodierende Mieten vor allem in Großstädten in den Blickpunkt gerückt. Nach Ansicht von Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung wird sich das so schnell nicht ändern.

„Wohnen ist eines der Megathemen der nächsten Jahre“, sagte der SPD-Politiker am Freitag, den 14. Juni, während eines gemeinsamen Pressetermins mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) in der Bernhard-Göring-Straße 17. Dort soll bis Ende 2020 eine LWB-Anlage mit 97 Wohnungen und integrierter Kita entstehen.

Die Besonderheit: Der Freistaat fördert 61 dieser Wohnungen. Für diese ist die Kaltmiete auf 6,50 Euro pro Quadratmeter festgelegt. Sachsen möchte den sozialen Wohnungsbau in Leipzig jährlich mit 20 Millionen Euro fördern. Auch wenn das manche nicht vermuteten, trete er „aus großer Überzeugung“ dafür ein, sagte Kretschmer am Freitag.

Bauen statt Enteignen

Gegen Wohnungsmangel helfe nur Bauen. Die Diskussionen über mögliche Enteignungen, die vor allem durch eine Initiative in Berlin angestoßen wurden, seien hingegen nicht hilfreich und würden „den Leuten Angst machen“. so Kretschmer.

Bislang wurden nach Angaben der Stadt 267 Wohnungen entsprechend solcher Vereinbarungen gebaut. Private Eigentümer und Genossenschaften können den Zuschuss beantragen, aber auch die LWB wird damit gefördert. Die Zuschüsse kämen ausschließlich den Mieter/-innen zu Gute, hieß es beim Pressegespräch.

„Wohnen ist ein Grundrecht“, betonte Jung. Deshalb sei der Mietmarkt nicht wie ein normaler Markt zu betrachten. Zudem forderte der OBM, dass es möglich sein muss, in der Nähe seines Arbeitsplatzes zu leben. Fast 100.000 Menschen pendeln derzeit zur Arbeit nach Leipzig.

Bis vor Kurzem war sozialer Wohnungsbau in Sachsen kein Thema mehr. Erst 2017 rückte das Thema wieder in den Fokus. Allein Leipzig benötigt bis 2030 voraussichtlich mehr als 10.000 Sozialwohnungen. Ob dieses Ziel erreicht wird, ist fraglich. Bereits in diesem und im vergangenen Jahr sollte Leipzig nicht nur rund 250 Sozialwohnungen erhalten, sondern etwa 2.000.

Die Leipziger Zeitung Nr. 68 ist da: Game over! Keine Angst vor neuen Wegen

Sozialer Wohnungsbau
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