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Linksfraktion würde den Leipziger Stadtwerken einen Reservepuffer bis 2025 zugestehen

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    Es war nicht ganz so einfach, OBM Burkhard Jung am 5. Juli zu verstehen in seinem Versuch zu erklären, warum er sich die Option erhalten will, mit der LEAG über das geplante Ende des Fernwärmeliefervertrages hinaus vertragliche Vereinbarungen gar bis zum Jahr 2030 für möglich zu halten. Die Grünen haben ja deshalb beantragt, dass der Passus geändert wird: 2023 muss Schluss sein.

    Auch die Linksfraktion hat sich mit dem Punkt beschäftigt. Und auch sie sieht nicht wirklich ein, dass der Oberbürgermeister sich ein Hintertürchen lassen will, womöglich noch jahrelang Fernwärme aus dem Braunkohlekraftwerk Lippendorf zu beziehen und damit den Weiterbetrieb des Kraftwerks zu unterstützen.

    Was die Linken den Stadtwerken Leipzig zugestehen: Dass sie vielleicht nicht rechtzeitig all die Strukturen aufgebaut haben, mit denen sie die Fernwärmelieferungen aus dem Kohlekraftwerk ab 2023 ersetzen können – das neue Gaskraftwerk im Leipziger Süden, weitere Blockheizkraftwerke (BHKW) im Stadtgebiet und eine neue Heißwasserspeicherbatterie ebenfalls im Süden.

    Denn Leipzig ist aktuell ja nicht die einzige Stadt, die jetzt neue BHKW und Gasturbinen bestellt. Dutzende deutsche Stadtwerke nehmen die Energiewende jetzt endlich in die eigenen Hände und bauen Infrastrukturen auf, mit denen sie ihre Abhängigkeit von der Kohle beenden können. Dabei soll das von den Stadtwerken geplante Gaskraftwerk nicht nur in der Lage sein, mit Erdgas zu arbeiten. In dieser Form stellt es auch nur eine Übergangstechnologie dar. Es soll auch in der Lage sein, mit Wasserstoff zu arbeiten, der künftig ja zunehmend als Speicherprodukt aus der regenerativen Stromerzeugung anfallen soll.

    Aber wenn die Komponentenbeschaffung möglicherweise knapp wird, könnte das – aus Sicht der Linksfraktion – einen kleinen zusätzlichen Zeitpuffer bedeuten, mit dem Leipzig noch bis 2025 Fernwärme aus Lippendorf beziehen müsste.

    So lautet der Änderungsvorschlag der Linksfraktion für den betreffenden Passus jetzt so: „Der dritte Punkt wird wie folgt ergänzt: Vollständiger Ersatz der bisher aus dem Braunkohlekraftwerk Lippendorf gelieferten Fernwärme bis 2023, jedoch bei unvorhergesehenen Verzögerungen bis spätestens 2025.“

    Nicht nur ein Gaskraftwerk soll entstehen, sondern auch neue Heißwasserspeicher und große Felder für Solarthermie

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