Die Aufnahmen aus der ersten Befahrung sind längst in Verwaltungsvorlagen zu finden. Was Google vorgemacht hat, erweist sich als gutes Hilfsmittel für das Arbeiten einer Stadtverwaltung, die nicht nur Karten aller Art benötigt zum Planen, sondern auch detaillierte Aufnahmen, die die Situation vor Ort sichtbar machen. Möglichst in einer Gesamtansicht, wie sie die Rundumkameras auf Spezialfahrzeugen ermöglichen. Ab März, so kündigt die Stadtverwaltung an, gibt es die nächste Befahrung mit den beiden Spezialfahrzeugen.

Mit zwei Spezialfahrzeugen sollen ab Montag, 7. März, wieder 360-Grad-Panoramabilder im gesamten Stadtgebiet aufgenommen werden. Die Daten aus der zweiten Befahrung dieser Art sollen der Stadt und der Leipzig Netz GmbH helfen, die Stadt- und Bauplanung zu optimieren.

Technik soll vieles effizienter machen

So erstellen die mit Kamera- und Laserscan-Messtechnik ausgerüsteten Fahrzeuge der Firma Cyclomedia hochauflösende, georeferenzierte Panorama-Aufnahmen.
Etwa drei Wochen werden sie dafür im Stadtgebiet unterwegs sein. Die Stadt und die Netz Leipzig GmbH erwerben die Daten im Anschluss, um damit den eigenen Datenbestand aus Vermessungen und Befliegungen zu aktualisieren und zu ergänzen.

Mit Bildern des Straßenraums und von Gebäudefassaden können beispielsweise baurechtliche Fragen geklärt, Verkehrsplanungen optimiert, Informationen zum Straßenzustand oder zur Grünpflege und Reinigung erfasst werden. Die Aufnahmen helfen bei vielen Verwaltungsprozessen Zeit zu sparen, da Vor-Ort-Begehungen nicht mehr zwingend erforderlich sind.

Die schnelle Abrufbarkeit der Daten hilft, Abstimmungsprozesse effizienter zu gestalten. Dabei dienen die Panorama-Aufnahmen ausschließlich internen Zwecken und werden nicht veröffentlicht.

Frische Datenversorgung

Unter anderem profitieren das Verkehrs- und Tiefbauamt, das Amt für Stadtgrün und Gewässer, das Amt für Schule, das Amt für Geoinformation und Bodenordnung sowie die Beteiligungsunternehmen der Leipziger Gruppe von den Aufnahmen. So kann beispielsweise der Netzbetreiber den Service für seine Kunden verbessern, weil sich der Zeitaufwand für Datenrecherche und Abstimmungen verringert. Weil die Daten eine hohe Qualität haben, lassen sich auch Prozesskosten minimieren.

Die erste Befahrung war bereits im vergangenen Frühjahr erfolgt. Das vom Stadtrat beschlossene Projekt ist insgesamt auf fünf Jahre angelegt. Mit den jährlichen Befahrungen kann nun immer mindestens die Hälfte des Straßennetzes aktualisiert werden, sodass die Datengrundlage für künftige Planungen nie älter als zwei Jahre ist.

Weitere Informationen findet man unter leipzig.de/strassenbefahrung.

Hinweis der Redaktion in eigener Sache

Seit der „Coronakrise“ haben wir unser Archiv für alle Leser geöffnet. Es gibt also seither auch für Nichtabonnenten alle Artikel der letzten Jahre auf L-IZ.de zu entdecken. Über die tagesaktuellen Berichte hinaus ganz ohne Paywall.

Unterstützen Sie lokalen/regionalen Journalismus und so unsere tägliche Arbeit vor Ort in Leipzig. Mit dem Abschluss eines Freikäufer-Abonnements (zur Abonnentenseite) sichern Sie den täglichen, frei verfügbaren Zugang zu wichtigen Informationen in Leipzig und unsere Arbeit für Sie.

Vielen Dank dafür.

- Anzeige -

Empfohlen auf LZ

So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:

Keine Kommentare bisher

Das wurde aber auch Zeit! Hatten wir nicht alle schon immer ein Wenig die Befürchtung, unsere Verwaltung weiß evtl. gar nicht wirklich, wie es im Stadtgebiet aussieht? Außerdem sparrt es die Begehung vor Ort und den damit ggf. verbundenen lästigen Kontakt zum Bürger. Voll 20stes-Jahrhundert. Gut das endlich eine Firma aus den Niederlanden kommt und das wenigstens für drei Wochen übernimmt. Übrigens, wer noch Lust hat sich oder sein Haus verpixeln zu lassen, kann unter oben stehendem Link nachlesen wie. Ist ja nicht so das der Chinese gleich die Daten bekommt, DSGVO und so, aber man weiß ja nie ..

Schreiben Sie einen Kommentar