Das Lindenau-Museum zieht bis 2023 ins Interim „Kunstgasse 1“ in Altenburg

Für alle LeserAm 29. November begann das Lindenau-Museum in Altenburg seinen Umzug in die Kunstgasse 1 im Altenburger City Center (ACC) an der Mühlpforte. Damit wird jetzt die große Sanierung im alten Haus in der Gabelentzstraße 5 möglich. Wer also künftig Ausstellungen im ambitionierten Altenburger Museum besuchen will, wird für fast vier Jahre eine andere Adresse ansteuern müssen.

Im Frühjahr 2017 legte das Lindenau-Museum seine Neukonzeption „Der Leuchtturm an der Blauen Flut – Das neue Lindenau-Museum und die Altenburger Trümpfe“ vor. Im Herbst 2018 war dann die Finanzierung des Sanierungs- und Erweiterungsprojektes sichergestellt. Nach der zugesagten Schuldendiensthilfe durch das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft über 10 Millionen Euro kam im November 2018 die Zusage des Bundestages über eine Förderung von 24 Millionen Euro, die der Freistaat Thüringen mit den zugesagten 10 Millionen Euro und weiteren 14 Millionen Euro auf 48 Millionen Euro aufstockt.

Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein altehrwürdiges weltbekanntes Kunstmuseum mit dem ganzen Inventar und allen Sammlungen aus dem Bestandsgebäude auszieht, um Baufreiheit für eine komplette Sanierung und Neueinrichtung zu schaffen, die 2023 abgeschlossen sein soll. Es ist ein spektakulärer Exodus von tausenden Objekten, aber auch der gesamten Büroeinrichtung der Mitarbeiter bis hin zum Kaffeelöffel. Im Lindenau-Museum Altenburg ist das in den nächsten Wochen und Monaten zu erleben.

Im April 2020 beginnen die Bauleute dann im leeren Gebäude zu arbeiten. Alles, was man bewegen kann, wird in die Hand genommen. Alles? Nein, ein einziges Exponat verbleibt im Gebäude. Der mächtige Abguss der „Paradiestür“ aus dem Baptisterium in Florenz von Lorenzo Ghiberti wird verschalt und gesichert. Für Direktor Roland Krischke ist das eine tröstliche Aussicht: „Es ist schön, dass mit der Paradiestür ein exklusiver Wächter während der Bauarbeiten im Gebäude verbleibt und es freut mich besonders, dass man das durchaus auch symbolisch verstehen kann: Das Lindenau-Museum ist eines der wenigen Häuser mit direktem Zugang zum Paradies und er bleibt unsichtbar während der Bauphase erhalten.“

Das Gesamtprojekt

Die 48-Millionen-Euro-Maßnahme umfasst zunächst die Sanierung des Lindenau-Museums. Dort wird es mehr Ausstellungsfläche geben und mehr Platz für die traditionsreiche Kunstschule des Museums. Aber es wird auch Barrierefreiheit geschaffen und eine Klimatechnik eingebaut. Zusätzlich werden neue Bereiche für Kasse und Shop sowie zeitgemäße Sanitäranlagen eingerichtet.

Möglich wird das alles durch die Auslagerung von Depots, Werkstätten, Büros und Grafischer Sammlung in den Herzoglichen Marstall am anderen Ende des Altenburger Schlossparks. Da die Planungen dafür erst im nächsten Jahr beginnen, benötigt das Lindenau-Museum ein Interim, das in dem sogenannten „Altenburger City Center“ in unmittelbarer Nähe des Marktplatzes gefunden wurde. Die Adresse ist Programm: „Kunstgasse 1“ wird der Name dieser zeitweiligen Bleibe des Lindenau-Museums sein.

Das Interim „Kunstgasse 1“

In der „Kunstgasse 1“ werden ein großes Depot für Gemälde, Plastik, Grafik und Bücher untergebracht, eine Dauerausstellung von ca. 200 Quadratmetern, in der die Sammlungen des Lindenau-Museums vorgestellt werden, ein Schaudepot für die Gipsabguss-Sammlung, die Werkstätten für die Restauratoren und das Studio Bildende Kunst (Kunstschule) mit Keramikwerkstatt, Zeichen-Atelier, Druckwerkstatt und einem Vortragsraum. Auch die Büros der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden im Gebäude Platz (Zugang Hillgasse 15).

Das Interim Kunstgasse 1. Foto: Lindenau-Museum

Das Interim Kunstgasse 1. Foto: Lindenau-Museum

Nicht alle Kunstwerke kommen in der „Kunstgasse 1“ unter. Ein zweites Depot bezieht das Lindenau-Museum mit seinen Schätzen in Südthüringen. Es ist das Ziel, die wichtigen öffentlichkeitswirksamen Funktionen des Museums während der Sanierung aufrechtzuerhalten: Dauerausstellung, Kunstvermittlung und Kunstschule.

Auch in Zukunft soll theoretischer und praktischer Kunstunterricht für alle Klassenstufen und natürlich der Museumsbesuch für die Kleinsten möglich sein. Die Kooperationen mit den Schulen der Region, den Weiterbildungseinrichtungen (u. a. Innova Sozialwerk e. V.), den Kliniken (u. a. Klinik für Psychiatrie) werden aufrechterhalten.

Das Studio wird alle bisherigen Angebote auch in den neuen Räumen im Interim weiter durchführen. Neben den Kursen werden auch Workshops und Projekttage, öffentliche Werkstätten und Familientage in Zukunft angeboten.

Sonderausstellungen wird es in den kommenden Jahren in Altenburg auch geben, aber in eingeschränkter Form, da die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vornehmlich die Dauerausstellungsbereiche des neuen Lindenau-Museums und die Einrichtung des Erweiterungsgebäudes Herzoglicher Marstall vorbereiten werden.

Die berühmten Kunstwerke des Museums werden nicht die ganze Zeit im Depot verschwinden. Eine große Auswahl der Sammlung „Frühe italienische Malerei“ wird vom Februar bis November 2020 beispielsweise in Saarbrücken zu sehen sein und anschließend ab Dezember 2020 in Chemnitz. Eine Auswahl von Architekturmodellen wird in Jena gezeigt. Weitere Ausstellungen sind in Vorbereitung, Einzelexponate werden nach Lissabon oder Amsterdam ausgeliehen.

Ab dem heutigen 3. Dezember ziehen die Mitarbeiter in ihre neuen Büros um. Mitte Dezember beginnt der Transport der Kunstwerke, der sich bis in den März ziehen wird. Am 2. Januar 2020 schließt das Lindenau-Museum, nur die die Kunstschule, das Studio Bildende Kunst, begrüßt Kursteilnehmer noch bis Ende Januar. Das Studio schließt im Februar und wird im März 2020 an neuer Stätte in der Kunstgasse 1 seine Arbeit fortführen.

Am 4. April 2020 öffnet das mittlerweile leere Museum ein letztes Mal seine Türen, um einen letzten Blick auf das „alte“ Museum zu ermöglichen. Anschließend beginnen die Bauarbeiten.

Im Rahmen der Altenburger Museumsnacht am 13. Juni 2020 wird das Interim „Kunstgasse 1“ mit einer Dauerausstellung eröffnet.

Umziehen werden nicht nur die Mitarbeiter sondern vor allem:

1.200 Gemälde, darunter die kostbaren frühitalienischen Tafelbilder (Werke aus dem 13. bis 16. Jh.),
400 antike Vasen
50.000 Arbeiten auf Papier (Zeichnungen, Grafiken, Fotografien usw.)
ca. 30 Architekturmodelle und eine Reihe von kleineren Sammlungen wie Aegyptica u. a.
ca. 100 Plastiken des 18. bis 21. Jahrhunderts
2.200 Bände der wertvollen historischen Kunstbibliothek Bernhard August von Lindenaus
85 vollplastische Gipsabgüsse von Meisterwerken der Antike und Renaissance
160 Gipsreliefs
35.000 Bücher der wissenschaftlichen Forschungsbibliothek des Museums

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