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CLAIRE auf der Magdeborner Halbinsel: Großpösna soll Standort für neues Helmholtz-Zentrum werden

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    Was passt eigentlich noch so alles an den Störmthaler See? Nirgendwo im Neuseenland wird so viel geplant wie am Südufer des Störmthaler Sees. Am Montag, 18. Mai, diskutierte der Gemeinderat von Großpösna nicht nur über eine Absichtserklärung mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig (UFZ) für das Projekt „Erarbeitung eines Antrages für die Gründung des Hemlholtz-Zentrums CLAIRE“ auf der Magdeborner Halbinsel. Auch die Machbarkeitsstudie für ein Natursportzentrum östlich der Grunaer Bucht durch den Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) wurde vorgestellt.

    Das Ufer wird regelrecht zugebaut mit neuen Einrichtungen und den dazugehörenden Versorgungswegen und Parkplätzen.

    Am Projekt CLAIRE zeigt freilich nicht nur die Gemeinde Großpösna Interesse.

    Durch die Einigung des Bundes und der Braunkohleländer zum Ausstieg aus der Braunkohleverstromung am 15. Januar 2020 konnten mit der Zusage für ein weiteres Helmholtz Zentrum für das Mitteldeutsche Braunkohlenrevier die Vorbereitungen für den nun beginnenden Wettbewerb um die konkrete Ansiedlung erfolgen, teilt der Landkreis Leipzig mit. Das UFZ wird die inhaltliche Profilierung und die wissenschaftliche Ausrichtung des neuen Helmholtz Zentrums definieren und entwickeln. Dazu werden die Aufgaben der Klimafolgenforschung und deren Innovations- wie Technologiemöglichkeiten konzipiert.

    Geht es nach Wunsch des Freistaats Sachsen, des Landkreises Leipzig und der Gemeinde Großpösna, soll sich das neue Institut des Helmholtz-Forschungszentrums auf der Magdeborner Halbinsel ansiedeln. In dem Zentrum namens CLAIRE sollen nach Investitionen von etwa 50 bis 60 Millionen Euro etwa 15.000 qm Büro- und Nutzflächen, Freiflächen, Parkplätze und 5 Hektar Reallabore (Versuchsflächen) entstehen. Auf dem Campus am Störmthaler See könnten nach dieser Vision auf einem Areal von 10 bis 12 Hektar in einigen Jahren etwa 500 Angestellte arbeiten.

    CLAIRE steht für Centre for Climate Action and Innovation – Research & Engineering und soll die Folgen des Klimawandels erforschen sowie innovative Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel entwickeln.

    Landrat Henry Graichen sieht in der Ansiedlung eine große Chance für den Landkreis Leipzig wie die gesamte Region: „Vor dem Hintergrund des Strukturwandels in der Braunkohle sind solche neuen Entwicklungen zukunftsweisend und für die heimischen Unternehmen von besonderem Interesse.“ Von einem solchen wissenschaftlichen Zentrum könne die regionale Wirtschaft besonders profitieren. Es gehe um einen praxisnahen Ansatz, die Forschungsfelder in der Klimaanpassung für Landwirtschaft, Wasserversorger, die Gesundheitswirtschaft und weitere Bereiche der Dienstleister anzuwenden.

    „Damit erhalten die Unternehmen der Region einen kompetenten, wissenschaftlich arbeitenden und örtlich nahen Partner um an Zukunftsfeldern zu arbeiten und Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln und zur Marktreife zu führen“, formuliert Graichen seine Erwartung.

    Die Ansiedlung bedarf freilich der Zustimmung des Bundesforschungsministeriums. Dazu braucht man einen abgestimmten Vorschlag zwischen der wissenschaftlichen Seite, begleitet durch das Umweltforschungszentrum in Leipzig (UFZ), dem Landkreis Leipzig und der Gemeinde Großpösna. Die kommunalen Körperschaften sind für die baurechtlichen und erschließungstechnischen Voraussetzungen verantwortlich und legen dabei großes Augenmerk auf die Bürgerbeteiligung, betont Henry Graichen: „In dieser Ansiedlungsmöglichkeit werden die Vorzüge und die Wettbewerbsfähigkeit eines gut erschlossenen ländlichen Raumes zum Tragen kommen.“

    Am Störmthaler See wird der erste Biwakplatz für Kanuten gebaut

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