Die Anwesenheit des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich hat RB Leipzig kein Glück gebracht: Stattdessen ließen die Rasenballer mit der 0:1-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg eine gute Möglichkeit liegen, sich im Kampf um die Champions League von der Konkurrenz abzusetzen. Gomez hatte die Gäste bereits nach neun Minuten in Führung gebracht.

Schon nach 70 Sekunden kamen die Gäste zu ihrem ersten Schuss aufs Tor: Gerhardt zog von der Strafraumgrenze ab – sein Schuss war jedoch zu zentral und schwach; Gulacsi hatte keine Mühe. Brenzliger wurde es in der 6. Minute, als sich der RBL-Keeper vor Gomez werfen und ihm den Ball wegnehmen musste, sonst hätte der Stürmer womöglich aus spitzem Winkel ins Tor schießen können.

Dies tat er stattdessen einfach drei Minuten später: Nach Zuspiel von Mali in die Spitze und Querpass von Didavi hatte Gulacsi gegen den sieben Meter vorm Tor stehenden Gomez keine Chance. Früh stand es 1:0 für die Gäste.

Den einzigen Schuss aufs Tor in der ersten Halbzeit für die Leipziger hatte Demme nach 15 Minuten: Sein Versuch aus 20 Metern brachte VfL-Torwart Casteels zwar in Schwierigkeiten, aber ergab nichts Zählbares. Die beste Chance ohne Abschluss hatten die Rasenballer nach 39 Minuten, als Werner vors Tor flankte, jedoch zu scharf für den mitgelaufenen Forsberg, dem etwa ein Meter fehlte, um den Ball zu erreichen.

Der Großteil der ersten Halbzeit war geprägt von Zweikämpfen, harten Fouls und Verletzungsunterbrechungen. Die Leipziger fanden hier zu keinem Zeitpunkt zu ihrem gewohnten Spiel.

Die Leipziger bissen sich an der Defensive der Wolfsburger die Zähne aus. Foto: RB Leipzig
Die Leipziger bissen sich an der Defensive der Wolfsburger die Zähne aus. Foto: RB Leipzig

Wenige Minuten nach Wiederanpfiff bot sich den „Wölfen“ eine gewaltige Dreifachchance, um die Führung auszubauen. Didavi schoss den Ball an den Pfosten, von wo aus er zurück zu ihm sprang. Anschließend parierte Gulacsi seinen Schuss aus kurzer Distanz. Ein weiterer Nachschuss von Gomez sprang vom Pfosten an den Rücken von Gulacsi; dann hatte der Keeper den Ball sicher.

Vor allem waren es aber die Leipziger, die nun zu deutlich mehr Möglichkeiten kamen als noch im ersten Abschnitt. Werner schoss aus halbrechter Position drüber (49.), Sabitzer zielte von halblinks nicht richtig (61.), Schmitz köpfte den Ball nach einer Ecke übers Tor (66.). Eine weitere gute Chance hatte Sabitzer in der 74. Minute, schoss aus elf Metern jedoch direkt in die Hände von Casteels.

Einen der wenigen Wolfsburger Torschüsse im zweiten Durchgang hatte erneut Gomez in der 87. Minute; der Ball ging jedoch rechts vorbei. Die Leipziger waren sichtlich bemüht, bissen sich aber an der Defensive der Wolfsburger die Zähne aus. Am Ende lag der Ausgleich nicht in der Luft.

Mit dem 0:1 bleiben die Leipziger auf dem zweiten Tabellenplatz. Am kommenden Samstag spielen sie in Bremen.

Die Statistik zum Spiel

RB Leipzig:
Gulácsi – Schmitz (68. Upamecano), Orban, Compper, Halstenberg – Kaiser (C) (46. Palacios) – Keita, Demme – Sabitzer, Forsberg (74. Burke) – Werner

VfL Wolfsburg:
Casteels – Blaszczykowski, Knoche, Rodriguez (44. Guilavogui), Gerhardt – Bazoer (63. Seguin), Gustavo (C) – Didavi (82. Vieirinha), Arnold, Malli – Gomez

Schiedsrichter:
Benjamin Brand (Bamberg)

Tore:
0:1 Gómez (9.)

Gelbe Karten:
Schmitz (2), Orban (6), Keita (5) | Gustavo (4), Gerhardt (3), Gomez (3), Seguin (3)

Zuschauer:
42.558 (ausverkauft)

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