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Bestes deutsches Fußballbuch kommt aus Leipzig

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    Der Fußball in Leipzig ist wieder einmal bundesweit in die Schlagzeilen geraten. Doch diesmal ist es irgendwie anders. Denn es geht weder um unglaublich brutale Ausschreitungen in unteren Ligen, noch um die Huldigung des unglaublich erfolgreichen marketinginduzierten Reißbrettfußballs. Es ist völlig verrückt. Es geht um ein BUCH! Ein unglaubliches Fußball-Buch. Das BESTE Fußball-Buch des Jahres.

    Seit 1. Oktober ist klar: Es kommt aus Leipzig, ist 528 Seiten dick und heißt: „125 Jahre. Vom VfB zum 1. FC Lokomotive Leipzig. Die Geschichte des Ersten Deutschen Meisters.“ Zusammengetragen, geschrieben und herausgegeben haben es mit Thomas Franke, Marko Hofmann und Matthias Löffler ebenfalls Leipziger. Und es bleibt festzustellen: Sie haben den mit 5.000 Euro dotierten Preis der Deutschen Akademie für Fußballkultur völlig zu Recht gewonnen.

    „‚125 Jahre‘ gewinnt als außergewöhnliches Fußballbuch, das in der Hall of Fame der Deutschen Fußball-Kulturpreise eine Lücke füllt: 30 Jahre nach dem Mauerfall steht erstmals der Osten der Republik im Mittelpunkt eines Siegertitels.“, gibt die Akademie in ihrer Pressemitteilung bekannt. „Das ‚Lok-Buch‘ überzeugt nicht nur durch seine außergewöhnlich gelungene Gestaltung – es gibt zudem tiefe Einblicke in die Geschichte der DDR Oberliga. (…) Dokumente, Objekte und Fotos wurden in mühevoller Recherche aufgespürt und grafisch liebevoll zusammengestellt. Inhaltlich gehen Thomas Franke, Marko Hofmann und Matthias Löffler anekdotisch und unterhaltsam vor.“

    Seit 2006 vergibt die Akademie diesen Preis und erstmals wurde jetzt ein Vereinsbuch ausgezeichnet. Das will was heißen, zumal die Konkurrenz namhaft war. Als prominentester Vertreter der zehn Mitbewerber ging der ehemalige Bundesliga-Profi und -Trainer Ewald Lienen mit seinem Werk „Ich war schon immer ein Rebell“ ins Rennen. Aber auch Titel wie: „Die goldene Ära des FC Bayern“ (Justin Kraft) oder „Der Fall Özil“ (Dietrich Schulze-Marmeling) waren alles andere als „Laufkundschaft“.

    Die Autoren und Herausgeber (v.l.n.r.): Marko Hofmann, Thomas Franke, Matthias Löffler. Foto: Swen Reichhold
    Die Autoren und Herausgeber (v.l.n.r.): Marko Hofmann, Thomas Franke, Matthias Löffler. Foto: Swen Reichhold

    Entsprechend waren die Leipziger Preisträger sowohl gerührt als auch ein bisschen geschüttelt: „Diese Auszeichnung ist für uns eine große Ehre und war im ersten Moment auch ein ziemlicher Schock – positiver Natur. Nach zwei Nominierungen mit Büchern, an denen wir drei mitgewirkt haben, freuen wir uns nun natürlich riesig über diesen Preis. Gerade in einer Zeit, in der die Fußballkultur sehr absurde Züge angenommen hat, ist es wichtig, die komplexe und weiter fortzuschreibende Geschichte des Ersten Deutschen Meisters zu erzählen. Vielen Menschen gilt unser Dank, vor allem den Zeitzeugen.“, so das offizielle Statement der Autoren.

    Seit dem Bekanntwerden ihrers Erfolges standen die Handys der Preisträger nicht mehr still. „Wir haben zahlreiche Glückwünsche erhalten, von Archivaren, ehemaligen Spielern, Arbeitskollegen und Freunden.“, berichtet Marko Hofmann, der auch seit vielen Jahren als Journalist für die Leipziger Internet Zeitung tätig ist. Lok-Präsident Thomas Löwe habe sogar „Gänsehaut bekommen, als er von dem Erfolg erfahren hat“, verriet Hofmann. „Er war darüber sehr glücklich, hat jeden Einzelnen von uns angerufen und gratuliert.“

    Auch wenn die Produktion dieses immerhin fünf Zentimeter dicken „Ziegels“ alles andere als stressfrei über die Bühne ging, erinnert sich Hofmann gern an die interessanten Recherche-Begegnungen mit jedem einzelnen Zeitzeugen.

    „Alle Zeitzeugen, die wir befragt hatten, waren absolut herzlich und offen für dieses Projekt. So haben wir zum Beispiel gleich dreimal bei Achim Steffens zu Hause gesessen und uns über die 1990er und 2000er unterhalten. Seine Frau war total rührig und hat uns aufgetischt. Bei Kaffee, Keksen und Schnittchen hat Achim Steffens dann die Anekdoten-Kiste geöffnet, so dass wir nie unter zwei Stunden wieder weg kamen.“

    Und auch andere große Namen unterstützten das Projekt von Herzen. „Torsten Kracht, der als Unternehmer sicherlich genügend anderes zu tun hat, nahm sich über eine Stunde Zeit für uns“, berichtet Hofmann. „Mit Rainer Lisiewicz haben wir sogar nach seiner Knie-Operation im Krankenhaus telefoniert. Und so zog sich das durch: René Heusel, Holger Krauß, Henning Frenzel, Wolfram Löwe und so weiter. Das hat echt riesen Spaß gemacht.“ Und einen riesen Spaß macht es jetzt auch, jede einzelne Seite des wunderbaren Preisträger-Buches durchzublättern.

    Das Siegerbuch:
    „125 Jahre. Vom VfB zum 1. FC Lokomotive Leipzig. Die Geschichte des Ersten Deutschen Meisters“; Autoren: Thomas Franke, Marko Hofmann, Matthias Löffler. 1. FC Lokomotive Leipzig (Hrsg.). 1. Auflage, 2019 MMT Verlag GbR, ISBN 978-3-00-060937-4, 528 Seiten, 39,90 Euro

    Pressemitteilung der Akademie:
    https://www.fussball-kultur.org/…

    Ein Meilenstein der Leipziger Fußball-Literatur

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