Handball-WM 2017: Deutschland erreicht Achtelfinale, doch verliert ersten Punkt

Für alle LeserDie DHB-Ladies haben am Dienstagabend den Einzug ins WM-Achtelfinale perfekt gemacht. Doch Jubel kam nur auf Seiten des Gegners aus Serbien auf. Denn keine handvoll Sekunden vor dem Ende erzielten diese in der Arena Leipzig den 22:22-Ausgleich und verteidigten damit vorerst ihre Tabellenführung in Gruppe D. Mit einem Kantersieg gegen das aktuelle Schlusslicht China, könnten sich die Deutschen jedoch bereits am Mittwoch den Platz an der Sonne ergattern.
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So ärgerlich dieser Punktverlust kurz vor Ultimo auch war, Nationaltrainer Michael Biegler legte auf der anschließenden Pressekonferenz großen Wert auf die Feststellung: „Meine Mannschaft hat den Sieg nicht aus der Hand gegeben“. Unrecht hat er damit nicht, denn sein DHB-Team hätte diese Partie auch ohne Probleme verlieren können.

Zwar starteten die bisher ungeschlagenen Deutschen eindrucksvoll und führten überraschend klar mit 5:1 (9.). Doch als die Serben mit einer offensiveren Deckungsvariante reagierten, bekamen die Gastgeber Probleme. Serbien holte auf und ging in der 23. Minute sogar erstmals in Führung (8:9). Zur Pause betrug der Abstand sogar minus Zwei (9:11).

Harter Schubser gegen Xenia Smits. Foto: Jan Kaefer

Harter Schubser gegen Xenia Smits. Foto: Jan Kaefer

In der zweiten Halbzeit waren „Die Ladies“ hauptsächlich damit beschäftigt, einem Rückstand hinterher zu laufen. Beim 14:17 (43.) betrug dieser auch schon mal drei Tore. Aber die Truppe gab sich nicht auf, zeigte Kampfgeist und blieb dran. So entwickelte sich ein für die 3.900 Zuschauer packendes Handballspiel.

Die beiden Schlussminuten trieben die Spannung auf die Spitze. Erst erzielte die frühere Markranstädterin Jenny Karolius (Bayer Leverkusen) mit ihrem 22:21 (59.) die erste deutsche Führung seit dem 7:6 (17.). Dann fischte das Team auch noch den serbischen Angriff weg und nahm rund 30 Sekunden vor dem Ende eine Auszeit, um den letzten – vielleicht entscheidenden Angriffszug – auszutüfteln.

Svenja Huber (6 Tore) wurde als beste Spielerin der Partie geehrt. Foto: Jan Kaefer

Svenja Huber (6 Tore) wurde als beste Spielerin der Partie geehrt. Foto: Jan Kaefer

Doch der geschmiedete Plan ging nicht auf. Die Ladies verloren den Ball, und Dragana Cvijic knallte ihn der Ex-HCL-Keeperin Katja Kramarczyk zum 22:22-Ausgleich in die Maschen. „Wir wollten gewinnen und haben einen Punkt geholt“, so die Torhüterin. „Doch wir sind jetzt im Achtelfinale, und das ist das Beste an diesem Tag“.

Viel Zeit zum Hadern bleibt sowieso nicht. Bereits am Mittwoch um 18 Uhr steht die nächste Partie gegen China an. Das Team aus Asien kassierte bisher drei saftige Niederlagen und weist ein Torverhältnis von -45 auf. Mit einem hohen Sieg könnte die DHB-Truppe an Serbien vorbei ziehen (aktuell 15 Tore Differenz), unabhängig davon, wie dieses sich – ebenfalls morgen – gegen die Niederlande aus der Affäre zieht.

Wie einen Sieg feierte Serbien den späten Ausgleichstreffer. Foto: Jan Kaefer

Wie einen Sieg feierte Serbien den späten Ausgleichstreffer. Foto: Jan Kaefer

Mehr Informationen zur WM:
http://germanyhandball2017.com
www.simplywunderbar.de

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