SC DHfK Leipzig vs. Göppingen 22:25 – Ohne Tempotore kein Sieg

Für alle LeserVor der reduzierten Zuschauerzahl von 999 Menschen haben am Donnerstagabend die Leipziger Handballmänner ihre erste Heimniederlage der Saison eingesteckt. Damit gibt es nun keine ungeschlagenen Teams mehr in der Handball-Bundesliga. Entscheidend war die erste Hälfte, in der die Göppinger zu leicht zu ihren Torerfolgen kamen. Das Spiel hätte sonst auch für die an sich heimstarken Männer von André Haber ausgehen können.
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Zunächst zogen die Gäste den Leipzigern etwas den Zahn mit ihrer bekannt harten Verteidigung. Auch die Hausherren machten sich das Leben schwer, ein Offensivfoul und ein technischer Fehler nahmen den Schwung aus der Startphase. So lagen die Grün-Weißen in der 7. Minute mit 1:4 zurück. Bessere Angriffe kamen in der Folge zwar zustande, doch Göppingen fand über weite Strecken der ersten Hälfte stets einen freien Mann und kam zu nicht allzu schweren Toren. Daran änderte auch eine Auszeit in der 17.Minute nicht viel, doch zumindest wirkten André Habers Männer danach nicht so überhastet im Angriff.

Kristian Saeveras im Tor machte keine schlechte Partie, bekam jedoch weniger Unterstützung als Daniel Rebmann zwischen den anderen Pfosten. Dazu parierte dieser einen Siebenmeter und brach so Lukas Krzikallas Serie von der Linie. Im Verlauf des Spiels gelang das sogar noch einmal. Für die Torerfolge mussten die aktuellen Tabellenführer hart arbeiten oder kreativ werden. Ein schöner Treffer gelang Lukas Binder, nachdem er hinter der Abwehrreihe fast den gesamten Kreis abgelaufen war. Auf seiner Stammposition links außen stand er so schließlich frei und brachte den Ball sicher unter. Er hatte zudem die Ehre den Halbzeitstand von 9:12 herzustellen, nachdem der Rückstand auch schon 5 Tore betragen hatte.

Auch Martin Larsen bekam viel Gegenwehr zu spüren. Foto: Jan Kaefer

Auch Martin Larsen bekam viel Gegenwehr zu spüren. Foto: Jan Kaefer

So langsam schienen sich die Heim-Akteure auf das körperliche Spiel der Schwaben einzustimmen und so, wie Gregor Remke es unter der Woche formuliert hatte, „die Zweikämpfe anzunehmen“. So gingen die letzten fünf Minuten der ersten Hälfte klar für Leipzig aus. Ebenso führte der erste Ballbesitz nach Wiederanpfiff zum Erfolg.

Gregor Remke konnte sein Vorhaben vom Pressegespräch am Dienstag umsetzen und traf in der 41. und 42. Minute zweimal hintereinander: „Ich möchte einfach erfolgreicher werfen“, hatte er bei der Gelegenheit gesagt. Und ging mit einer 100-prozentigen Wurfquote vom Feld. Sicher wäre auch ihm der nächste Sieg lieber gewesen. „Doch heute haben wir einfach zu viel falsch gemacht, um die zwei Punkte zu verdienen“, gestand der unterlegene Trainer nach der Partie ein. Nicht ohne seinem zufriedenen Gegenüber eine tolle Leistung der Mannschaft zu bescheinigen.

Kraftvoller Einsatz von Marco Mamic. Foto: Jan Kaefer

Kraftvoller Einsatz von Marco Mamic. Foto: Jan Kaefer

Dass seine Mannschaft nach großen Rückständen noch eine Chance hatte, lag an einer Phase bärenstarker Abwehrarbeit. Ab der 44. Minute blieben die Schwaben achteinhalb Minuten torlos, der eingewechselte Joel Birlehm parierte unter anderem einen Siebenmeter. Eine kleine Vorentscheidung war vielleicht ein sehr langer Ballbesitz des Heimteams. Die Schiedsrichter hatten bereits den letzten Pass des Zeitspiels angezeigt.

Zwei Freiwürfe wurden ins Aus geblockt, was jeweils weitere „letzte Würfe“ nach dem Einwurf ermöglichte. In einer der Situationen wusste sich der Göppinger Sebastian Heymann nur noch mit einem Foul zu helfen, für das die Schiedsrichter eine Zwei-Minuten-Strafe verhängten. Diese hebt ein Zeitspiel auf, doch beim Angriff ohne Stress fing ein Verteidiger den Ball auf Rechtsaußen ab. Letzlich ging diese letzte Überzahl mit 0:2 verloren und die Niederlage war besiegelt, auch wenn sich keiner der Messestädter aufgab.

Erstmals in dieser Saison feierte in der Arena das Gästeteam einen Sieg. Foto: Jan Kaefer

Erstmals in dieser Saison feierte in der Arena das Gästeteam einen Sieg. Foto: Jan Kaefer

„Das Ergebnis passt in diese Woche der schlechten Nachrichten“, befand Karsten Günther, wobei auch 999 Zuschauer zeitweise euphorisiert für eine gefühlte Lautstärke sorgten, wie bei ausverkaufter Halle. Lukas Krzikalla machte noch als Grund aus, dass es nicht gelang, ein Tempospiel aufzuziehen und somit 1-0 Konter zu laufen.

Gäste-Trainer Hartmut Mayerhoffer offenbarte den anwesenden Journalisten genau dies als seinen Plan und war sehr glücklich über die Umsetzung. Am kommenden Donnerstag steht nun wieder ein Duell gegen einen schwäbischen Gegner an, die Auswärtsfahrt führt nach Stuttgart.

SC DHfK – Füchse Berlin 24:24: Spitzenspiel gespickt mit Fehlern

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