Tag 1 in Erfurt

Leichtathletik-DM 2017: Storl holt 7. Titel in Folge, Schmidt bejubelt Sprint-Bronze

Für alle Leser Die 117. Titelkämpfe der deutschen Leichtathleten begannen am Samstag mit zwei Leipziger Medaillen. Im Erfurter Steigerwaldstadion dominierte erwartungsgemäß David Storl das Kugelstoßen und wurde schon zum siebenten Mal hintereinander Deutscher Meister. Etwas überraschend, dafür umso erfreulicher, war die Bronzemedaille für Roy Schmidt über 100 Meter. Bitter hingegen war das Fehlstart-Aus von Alexander John im Hürdenfinale.

Kugelstoßen: Der Serienmeister zeigt Konstanz, doch hat noch Luft nach oben
David Storl (DHfK), GOLD mit 20,98 Metern

„Es ist schon eine Konstanz da, in den letzen Wettkämpfen habe ich immer 21 Meter und darüber gestoßen. Aber es muss natürlich noch etwas passieren, es muss ein bisschen mehr Dynamik in die Bewegung kommen und auch mehr Sicherheit. Zur Zeit läuft mir der Oberkörper weg, und ich kann den Druck auf dem Bein gar nicht mitnehmen. Alles in allem würde ich diese Saison aber als nicht so schlecht betiteln.“

Für die WM in London verspricht David Storl: "Ich werde fit und konzentriert sein und auf jeden Fall weiter stoßen als heute". Foto: Jan Kaefer

Für die WM in London verspricht David Storl: „Ich werde fit und konzentriert sein und auf jeden Fall weiter stoßen als heute“. Foto: Jan Kaefer

100 Meter: Schmidt stellt Bestzeit ein und angelt sich erste Einzelmedaille
Roy Schmidt (DHfK), BRONZE mit 10,28 Sekunden (=PB)
Felix Straub (DHfK), 10,78 Sekunden im Vorlauf (ausgeschieden)

„Meine eigentliche Tagesaufgabe war es, mich für London anzubieten. Die Saison verlief bisher sehr gut, und mit der Finalteilnahme war es eigentlich sicher, dass ich mit nominiert werde. Mit der Medaille habe ich natürlich noch ein riesen Argument für mich gesammelt. Gerade hier auf der neuen Bahn, bei nicht optimalen Windbedingungen, meine Bestleistung einzustellen, war geil. Ich habe mir diese Bronzemedaille erkämpft – das waren Kampf und Wille. Das habe ich mir wirklich mal verdient.“

Roy Schmidt ersprintet sich seine erste "richtige" Einzelmedaille bei einer DM. Foto: Jan Kaefer

Roy Schmidt ersprintet sich seine erste „richtige“ Einzelmedaille bei einer DM. Foto: Jan Kaefer

3.000 Meter Hindernis: Der Wassergraben zog die Kraft aus den Beinen
Ronja Böhrer (DHfK), 6. Platz mit 10:25,25 Minuten

„Ich hatte die Top 8 als Ziel, aber es waren auch noch viel Schnellere gemeldet, von denen manche gar nicht am Start waren. Daher war heute von Platz 3 bis nach hinten alles möglich. Letztlich hätte es noch besser laufen können. Ich wäre gern an der Zweier-Verfolgungsgruppe drangeblieben, was ich vom Leistungsniveau her auch geschafft hätte – aber irgendwie haben heute die Beine nicht mitgemacht. Ich hatte die ersten vier Runden ganz schlechte Wassergräben, was ich sehr an der Kraft gemerkt habe. Dann musste ich abreißen lassen. Aber ich kann trotzdem zufrieden sein.“

Ronja Böhrer hat ihr Minimalziel - unter die besten Acht zu kommen - erreicht. Foto: Jan Kaefer

Ronja Böhrer hat ihr Minimalziel – unter die besten Acht zu kommen – erreicht. Foto: Jan Kaefer

110 Meter Hürden: Bitteres Aus nach Fehlstart im Finale
Alexander John (DHfK), im Finale disqualifiziert (Vorlauf: 13,86 Sekunden)

Bitter: Alexander John musste nach einem Fehlstart im Hürdenfinale alle Medaillenträume begraben. Foto: Jan Kaefer

Bitter: Alexander John musste nach einem Fehlstart im Hürdenfinale alle Medaillenträume begraben. Foto: Jan Kaefer

800 Meter: Hallenmeister qualifiziert sich sicher für das Finale
Robert Farken (DHfK), 1:50,89 Minuten im Vorlauf

Als amtierender Deutscher Hallenmeister ist Robert Farken im 800 Meter-Finale der Gejagte. Foto: Jan Kaefer

Als amtierender Deutscher Hallenmeister ist Robert Farken im 800 Meter-Finale der Gejagte. Foto: Jan Kaefer

1.500 Meter: Pflichtübung erfüllt – ins Finale eingezogen
Felix Rüger (DHfK), 3:55,00 Minuten im Vorlauf

Felix Rüger kann sich im Finale über 1.500 Meter für eine großartige Saison belohnen. Foto: Jan Kaefer

Felix Rüger kann sich im Finale über 1.500 Meter für eine großartige Saison belohnen. Foto: Jan Kaefer

3 x 1.000 Meter Staffel U20: Gleich zwei Leipziger Staffeln im Finale
SG Motor Gohlis-Nord (Netscher, Martin, König), 7:39,99 Minuten im Vorlauf
SC DHfK Leipzig I (Richter, Erdmann, Paul), 7:40,22 Minuten im Vorlauf
SC DHfK Leipzig II (Kreisel, Heyral, Baum), 7:53,06 Minuten im Vorlauf (ausgeschieden)

Das Kopf-an-Kopf-Rennen im Vorlauf zwischen der SG MoGoNo und dem SC DHfK verspricht aus Leipziger Sicht ein spannendes Finale. Foto: Jan Kaefer

Das Kopf-an-Kopf-Rennen im Vorlauf zwischen der SG MoGoNo und dem SC DHfK verspricht aus Leipziger Sicht ein spannendes Finale. Foto: Jan Kaefer

800 Meter: Am Ende einer langen Saison das Finale verpasst
Emma Stähr (MoGoNo), 2:11,60 Minuten im Vorlauf (ausgeschieden)

Emma Stähr studiert in den USA und nutzte die Semesterpause, um in der Heimat ein paar Wettkämpfe für ihre SG MoGoNo zu absolvieren. Foto: Jan Kaefer

Emma Stähr studiert in den USA und nutzte die Semesterpause, um in der Heimat ein paar Wettkämpfe für ihre SG MoGoNo zu absolvieren. Foto: Jan Kaefer

1.500 Meter: Verletzung zwingt Julia Klein zum Aufgeben
Julia Klein (DHfK), im Vorlauf aufgegeben

Julia Klein kam leider nicht ins Ziel. Foto: Jan Kaefer

Julia Klein kam leider nicht ins Ziel. Foto: Jan Kaefer

Leipziger Starter am Sonntag, 9. Juli:
13:34 Uhr Finale Kugelstoßen – mit Sara Gambetta (DHfK)
14:30 Uhr Finale 3 x 1.000 Meter Staffel mJ U20 – mit SG MoGoNo und SC DHfK I
14:44 Uhr Vorlauf 200 Meter – mit Felix Straub (DHfK)
17:10 Uhr Finale 3.000 Meter Hindernis – mit Nic Ihlow (DHfK)
17:45 Uhr Finale 1.500 Meter – mit Felix Rüger (DHfK)
18:20 Uhr Finale 800 Meter – mit Robert Farken (DHfK)

Mehr Infos zur Leichtathletik-DM:
www.leichtathletik.de

SC DHfK LeipzigMoGoNoErfurtDM
Print Friendly, PDF & Email
Leserbrief

Hinweise zum Leserbrief: Bitte beachten Sie, dass wir einen Leserbrief nur veröffentlichen, wenn dieser nicht anonym bei uns eintrifft. Außerdem möchten wir darauf hinweisen, dass eine Teilnahme an Verlosungen des L-IZ Leserclubs mit dem Leserbrief nicht möglich ist.

Ihr Name *

Ihre E-Mail-Adresse *

Betreff

Ihre Nachricht *

Bild/Datei hochladen

Wären Sie mit der Veröffentlichung als Leserbrief einverstanden? *

 

Kommentar schreiben



Schneller informiert mit dem L-IZ-Melder
Polizeibericht, 23. Oktober: Bombendrohungen per Telefonzelle, Schwerer Unfall, Transporter demoliert
In der Reihe „Eine neue Heimat“: Integration durch Bildung
Literarischer Herbst in der Stadtbibliothek: Von der europäischen Frauenliteratur bis zum tschechischen Abend
Conversations Out of Place – Premiere am 27. Oktober im Schauspiel Leipzig
Sachsens Regionalplaner tagen in Leipzig
Stadt Leipzig und Polizei beraten zum „Tag des Einbruchschutzes“
„Frühstück der Besten“ – Finanzminister gratuliert Jahrgangsbesten 2017 in der Steuerausbildung
Bürgerverein Gohlis lädt zu Vortragsabend zum Thema Einwanderung
Weitere Nachrichten:Bewegungsmelder | Wortmelder | Rückmelder | Sport | Polizei | Verkehr





Weitere aktuelle Nachrichten auf L-IZ.de

Debatte im TdjW: Demokratie? Schafft sich selbst ab
TdjW-Intendant Jürgen Zielinski zur Diskussionsveranstaltung am 4.11.2017. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserLZ/Ausgabe 48Die Bundestagswahl 2017 war eine „Zäsur“, da sind sich nun allmählich alle einig. Die SPD in der Opposition, die FDP nicht nur wieder im Bundestag, sondern womöglich direkt in Regierungsverantwortung und die CDU mit einem klaren Dämpfer. Ach, deshalb nicht? Richtig, da war ja noch etwas – die AfD mit rund 5,8 Millionen Wählerstimmen und einem Ergebnis von 12,6 Prozent. Gesamtdeutsch muss man aus sächsischer Sicht wohl dazuschreiben, denn hier holten die Rechtsausleger sagenhafte 27 Prozent, in Leipzig immerhin noch 18,3 und über 61.000 Wähler an die Urne.
Arme Menschen wissen, wie wichtig Freunde sind
Francisca Oye (links) und Anne Pisor während des Karnevals 2015. Foto: Anne Pisor

Foto: Anne Pisor

Für FreikäuferEigentlich sind wir Menschen zu vielem fähig. Eigentlich sogar geboren, denn wir sind allesamt fähig mit anderen Menschen zu kooperieren, selbst wenn die anders aussehen, andere Sprachen sprechen oder einer andere Kultur angehören. Wie wichtig Kooperation ist, um überall auf der Welt Freunde zu finden, das hat jetzt die Leipziger Forscherin Anne Pisor durch ein Experiment belegt.
Warum man zur Bewahrung rechten Gedankengutes keine Petitionen schreiben muss
Die Petition. Screenshot: L-IZ

Screenshot: L-IZ

Für alle LeserKommentarGunter Preuß ist wieder zurück aus der Toskana, kündigt schon mal sein neues Buch an, das als E-Book schon vorliegt: „Rügener Gesichter“. Aber daheim empfing ihn doch wieder nur so ein irgendwie seltsames Merkel-Deutschland. Und eine E-Mail von Schriftstellerkollegen, die Unterschriften sammeln für eine Petition. Die einem doch etwas seltsam vorkommt.
Nachklapp zum Fall Dhruv Patel: Eine Nachfrage beim Amt
Der Ort, wo Dhruv Patel am Dienstag, 5. September von der Polizei abgeholt wurde. Die Werkstatt von Auto Saxe. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserLZ/Ausgabe 48Und da rollt sie wieder, die Debatte rings um Abschiebungen, Duldungen, Familiennachzug und so manchen geplatzten Integrationstraum in Sachsen. Vor allem die Arbeit der Ausländerbehörden und die politischen Vorgaben rücken seit dem Bekanntwerden der Herausgabe von wertlosen Ersatzpapieren in Sachsen und Leipzig an Geflohene wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Mit allen Mitteln versucht man derzeit offenbar, Menschen loszuwerden, den Nachzug ihrer Familien zu verhindern, Integration letztlich unmöglich zu machen. Oft mit fragwürdigen Einziehungen von Pässen und dem Ausstellen von sogenannten „Identitätsbescheinigungen“.
Sollte das Forum am Matthäikirchhof nicht auch die Gefahren der Gegenwart thematisieren?
Stadträtin Ute Elisabeth Gabelmann. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle Leser Am Mittwoch, 18. Oktober, wurde in der Ratsversammlung auch über die „Entwicklungsoption Areal Matthäikirchhof – Etablierung eines ‚Forums für Freiheit und Bürgerrechte‘“ diskutiert. Die Mehrheit war eh dafür, dass es so ein Forum geben soll samt neuem Archiv für die Stasi-Unterlagen. Wirklich diskutiert wurde eigentlich nur über die künftige städtebauliche Lösung. Und der Inhalt? Da wurde es ein bisschen ironisch.
Sachsen-SPD stellt Bedingungen für die Wahl von Michael Kretschmer zum Ministerpräsidenten
Martin Dulig. Foto: SPD Sachsen

Foto: SPD Sachsen

Für alle LeserAuf dem Landesparteitag der SPD Sachsen am 21. Oktober hat der SPD Landesvorsitzende Martin Dulig in seiner Rede einen Initiativantrag des Landesvorstandes eingebracht. Darin geht es nicht nur um die Schlussfolgerungen aus der Bundestagswahl. Tatsächlich war es schon eine kleine Kampfansage an die dauerregierende CDU. Denn den von Stanislaw Tillich vorgeschlagenen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten will die SPD nicht bedingungslos mittragen.
Was die sächsische Heimattümelei mit der fehlenden politischen Gesprächskultur in Sachsen zu tun hat
Sachsen-Fahne in Himmelsblau. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserKommentar Quatsch aus Chemnitz, könnte man das nennen, was Sascha Aurich, Ressortleiter Newsdesk und Mitglied der Chefredaktion bei der „Freien Presse“ aus Chemnitz, am Wochenende als so eine Art Erwiderung auf einen Kommentar von Janko Tietz auf „Spiegel Online“ verfasste. Der hatte diese seltsame sächsische „Heimattümelei“ aufgespießt. Und Aurich: „Debatte über Rechte in Sachsen. Ist mal gut jetzt“. In Chemnitz braucht man wohl auch einen Wecker.
Ex-Spielerinnen kämpfen um ausstehende Zahlungen vom HC Leipzig e.V.
Alexandra Mazzucco (r.) führte den HC Leipzig zuletzt als Kapitänin an. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

LZ/Ausgabe 48Für FreikäuferDie ersten Pflichtspiele in der 3. Liga hat die Mannschaft des HC Leipzig e.V. bereits absolviert. Vor zwei Wochen begeisterte die im Durchschnitt nicht einmal 17 Jahre junge Truppe ihre Fans zudem im DHB-Pokalspiel gegen den Erstligisten VfL Oldenburg. Zwar schieden die Blau-Gelben mit 22:35 erwartungsgemäß aus, doch der couragierte Auftritt der Leipzigerinnen ließ die Stimmung in der „Brüderhölle“ hochkochen. Der Blick in die Zukunft scheint voller Hoffnung. Der Blick zurück wird gern vermieden.
Gastkommentar von Christian Wolff: Neuanfang in Sachsen?
Muntere Flagge für starkes Sachsen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserKommentarAm vergangenen Mittwoch hat er seinen Rücktritt angekündigt: Stanislaw Tillich, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen. Er war nach dem schlechten Abschneiden der sächsischen CDU bei den Bundestagswahlen am 24. September 2017 stark unter Druck geraten. Dass sich die als unschlagbar gerierende sächsische CDU, deren rechte Flanke immer weit geöffnet war, der völkisch-nationalistisch ausgerichteten AfD geschlagen geben musste, hat die Partei geschockt.
Gastmanns Kolumne: Erkennt euch!
Wenn ein harmloses Kompliment in den falschen Hals oder besser in falsche Ohren kommt, kann es zurzeit schiefgehen. Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserEs gibt bekanntlich Filme und es gibt Filmchen. Einer der besten der ersten Kategorie war im vergangenen Jahr unweigerlich der britische Film „Suffragette“. Dieser Tage erinnerte ich mich wieder daran. Ich weiß noch: Wir kamen aus dem Dunkel des Kinosaals, so ein bisschen verpeilt wie man immer ist, wenn man von der Welt der Bilder unvermittelt wieder in die tatsächliche Welt zurückgespült wird, die Augen noch ganz klein, mühsam die Gefühle ordnend wie man es mit Kleidern tut.
1. FC Lok Leipzig vs. Auerbach 1:1 – Ganz schwere Kost zum Sonntag
Marcel Trojandt (li.) gegen den Auerbacher Lukas Novy - in einer Partie mit nur raren spielerischen Leckerbissen. Foto: Jan Kaefer

Foto: Jan Kaefer

Für alle LeserDer 1. FC Lok Leipzig kann weiter nicht gegen den VfB Auerbach gewinnen. Am Sonntagnachmittag holten die Probstheidaer gegen den Tabellen-Drittletzten nur ein 1:1 (1:1). Die 2.606 Zuschauer bekamen nach einer zackigen ersten Halbzeit 45 Minuten schwere Kost geboten. Beide Mannschaft bekämpften sich auf Kosten des Fußballspielens. Maurer egalisierte nach neun Minuten die kuriose Gäste-Führung. Positiv: Lok bleibt auch im sechsten Spiel in Folge ungeschlagen.
Findet Sachsens CDU-Spitze bald aus ihren Denkblockaden zur billigen Braunkohle heraus?
Agora Energiewende (2017): Eine Zukunft für die Lausitz. Montage: L-IZ

Montage: L-IZ

Für alle LeserAm Donnerstag, 19. Oktober, wurde in Cottbus ein Strukturwandelkonzept für die Lausitz vorgestellt, das vom überparteilichen Berliner Energiepolitik-Thinktank Agora erarbeitet worden ist. Das war am selben Tag, an dem Siemens die mögliche Schließung seines Turbinenwerks in Görlitz ankündigte, worauf Sachsens Noch-Ministerpräsident Stanislaw Tillich mit einem Jammerstatement reagierte. Das kontrastierte deutlich mit dem Agora-Vorschlag.
Radfahrer sollen vorm Hauptbahnhof einen eigenen Radweg bekommen und die LVB planen einen dritten Haltestellenzugang
Situation vor der Westhalle des Hauptbahnhofs. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserNicht nur die Linksfraktion interessierte sich jetzt wieder für den konfliktreichen Verkehrsknotenpunkt vor dem Hauptbahnhof. Auch die CDU-Fraktion wurde wieder munter, nachdem am 14. August der erste Verkehrsunfallbericht der Stadt Leipzig veröffentlicht wurde. Darin tauchte auch der Hauptbahnhof als Unfallschwerpunkt auf.
Auch Gunter Weißgerber gesteht zu: Die Dokumentation zum Leipziger Denkmalswettbewerb hat Riesenlöcher
2013 zum neuen Sieger lanciert: Keine Gewalt. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDie Stiftung Friedliche Revolution und das Archiv Bürgerbewegung waren richtig stolz, als sie am 18. Oktober vermeldeten, es gebe jetzt – um die Diskussion um das Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal zu versachlichen – eine neue Dokumentation, erstellt vom ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Gunter Weißgerber. Und dann lasen wir die digitale Vorlage – und fanden einen Schweizer Käse vor.
Warum Dr. Karl Marx die Kaninchen erschreckt & „Die Elenden“ das Publikum mitreißen
Ermutigende Dreingabe zu zwei Packungen Äpfel. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDer wirklich einfältige Änderungsantrag der Leipziger CDU-Fraktion zum Linken-Antrag, 2018 auch Karl Marx in Leipzig zu würdigen, hat nicht nur sichtbar gemacht, wie schlecht die Fraktion in Geschichte bewandert ist. Er hat auch noch etwas anderes gezeigt, was den Grundkonsens der heutigen CDU ausmacht. Denn ihre Geschichtslosigkeit paart sich mit einer Verachtung für gesellschaftliche Träume.