Eine Ausstellung geht auf Wanderschaft: „Verlorene Orte. Braunkohleabbau und Strukturwandel im Delitzscher Revier“ ist vom 18. Juni bis zum 30. Oktober 2022 im Museum Barockschloss Delitzsch zu sehen. Erstmals hatte die über den Sächsischen Mitmach-Fonds gestaltete Sonderschau von Juli bis November 2021 auf Schloss Hartenfels in Torgau zahlreiche Besucher empfangen.

Im Zentrum der Ausstellung stehen die Geschichten und 3D-Modelle der sieben Dörfer südlich und nördlich von Delitzsch, die zwischen 1976 und 1992 dem Braunkohleabbau zum Opfer fielen: Grabschütz, Kattersnaundorf, Lössen, Schladitz, Werbelin, Paupitzsch und Seelhausen. Multimedial werden die Abbautechniken, die strukturellen Veränderungen und die mit der Umsiedlung verbundenen menschlichen Schicksale beleuchtet.

Der Braunkohleabbau führte in der Region zwischen Bitterfeld und Leipzig zu markanten Landschaftsveränderungen und hatte weitreichende wirtschaftliche und soziale Folgen. Die Tagebaue wurden nach 1990 geschlossen, die Renaturierung und Flutung der Restlöcher dauert bis heute an.

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