Die Kustodie zeigt in der Galerie im Neuen Augusteum noch bis 10. Februar Werke des Bildhauers und Restaurators Markus Gläser. Doch nicht nur im Galerieraum können seine Kunstwerke bestaunt werden.

Am kommenden Sonnabend, 20. Januar, findet ein Rundgang mit dem Bildhauer durch die Leipziger Innenstadt und den angrenzenden Ring statt, wo man auf Schritt und Tritt auf seine Arbeiten trifft: die Gedenkplatte zum 9. Oktober 1989 und die Nikolaisäule auf dem gleichnamigen Kirchhof, die Mädchenfigur auf dem Villersbrunnen am Tröndlinring, Skulpturen am Messepalast in der Peterstraße oder am IHK-Gebäude, das sind nur einige wenige Beispiele für seine zahlreichen Arbeiten!

Auch als dem Schiller-Denkmal in der Lenné-Anlage an der Schillerstraße die Nase abgeschlagen wurde, war es Markus Gläser, der die Ergänzung vornahm.

Der Künstler restauriert, konserviert und ergänzt historische Kunstwerke, aber holt auch verloren gegangene Werke durch einfühlsame Neu- und Nachschöpfungen in das Stadtbild zurück. Die Musenfiguren auf dem Schinkeltor (Standort heute Leibnizforum) schuf er nach historischen Vorlagen neu, ebenso die Figurengruppe am Froschbrunnen auf dem Rabensteinplatz oder den historischen Wappenstein der Moritzbastei.

„Für exponierte öffentliche Räume und Fassaden sehe ich architektonisch und stadtgestalterisch sinnvollen Bedarf an solchen Nachschöpfungen…Wir verzeichnen immer noch schmerzliche Verluste von Kunstwerken durch Krieg, politische Bilderstürmerei und Verfall…Grundsätzlich wünsche ich mir einen respektvollen Umgang mit jeder Art von Kunst.“, so Gläser über Nachschöpfungen.

Die Ausstellung in der Galerie im Neuen Augusteum gibt einen Überblick über Gläsers Schaffen als freiberuflicher Künstler und seine Arbeit als Restaurator.

Sie zeigt eigene Arbeiten des Bildhauers: Zeichnungen, Bilder, Grafiken, Plastiken und Skulpturen. Markus Gläsers freie Arbeiten kennzeichnet ein feinsinniger Humor. Sie spielen mit Redensarten, analysieren hintergründig die Tücken des Alltags, erzählen skurrile Geschichten oder fangen flüchtige Momente ein. „Die Themen liegen oft regelrecht ‚auf der Straße“, erklärt Gläser seine Inspirationsquellen, „Impulse erhalte ich durch das Verhalten meiner Mitmenschen …viele (oft liebenswerte) skurrile Macken werden da sichtbar.“

Nicht nur in der Galerie im Neuen Augusteum kann man derzeit seine Werke bestaunen. Der Künstler lädt auch zu zwei Stadtrundgängen zu den Orten seines Schaffens ein, bei denen er an ausgewählten Stationen Erläuterungen zu seinen Werken gibt.

Termin für den Stadtrundgang

Sonnabend, 20. Januar 2024, 11 Uhr (Treffpunkt Galerie im Neuen Augusteum).

Ausstellung

Markus Gläser – Figuren, Bilder, Restaurierungen

Galerie im Neuen Augusteum, Augustusplatz 10, 04109 Leipzig

27. Oktober 2023 – 10. Februar 2024

Öffnungszeiten:

Di–Fr 11–14.30 und 15–18 Uhr, Sa 11–14 Uhr

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