Romantischer Abend zum Valentinstag in der Hochzeitskirche von Clara und Robert Schumann

„Die Briefe müssen Antworten sein; es ist das nämliche, als säßen wir zusammen und Du sprichst kein Wort, und ich soll nun wissen, was Du gemeint hättest,“ schreibt Robert Schumann seiner geliebten Clara Wieck. In einer Zeit, in der das Liebespaar gesellschaftliche Widerstände, Irrungen und die Sehnsucht nach einem gemeinsamen Leben trieben, waren Briefe ihre einzige Möglichkeit, am Leben des Anderen teilzuhaben.

Mit romantischer Kammermusik, gespielt vom Julica-Klaviertrio, einer Lesung aus dem Briefwechsel zwischen Clara und Robert Schumann und Elementen eines Traugottesdienstes wollen wir am Valentinstag in der Schumann‘schen Hochzeitskirche an ihre Liebe denken. Zum Abschluss des Abends gibt es verschiedene Möglichkeiten, das eigene Leben mit der Liebesgeschichte von Leipzigs berühmtem Liebespaar zu verbinden: Entzünden von Kerzen, Anheften von Wünschen und Gebeten, ein persönlicher Segenszuspruch oder einfach das Genießen der Musik an diesem besonderen Ort.

„Für mich ist dieser Valentinsabend genau die richtige Mischung aus Musik, Hoffnung auf bedingungslose Liebe und ganz persönlichen Schicksalen, die an dem Abend mit den Besuchern durch den Kirchenraum fliegen“, meint Projektleiterin Luzie Teufel.

Clara und Robert Schumann machen es den Besuchern leicht, ihr eigenes Leben mit dem Schicksal der beiden berühmten Liebenden zu verbinden. Neben der romantischen Musik hilft dabei vor allem die sehnsuchtsvolle, ehrliche und berührende Sprache der beiden: „Meine Briefe an dich weiß ich oft gar nicht anzufangen, weil ich dir immer gleich mein ganzes Herz entgegentragen möchte und dich überschütten mit Küssen und schönen Liebeswünschen“, schwelgt Robert.

Dass auch Clara in der romantischen Sprache des Biedermeier ihrem Robert ihre Liebe gestand, hören die Besucher an diesem Abend eindrucksvoll. Doch auch, dass Missverständnisse und Zerwürfnisse durch den Briefwechsel entstanden, bevor es nach einem dreijährigen Kampf mit Hoffen und Bangen am 12. September 1840 endlich soweit war – Clara und Robert gaben sich in der Gedächtniskirche Leipzig-Schönefeld das Ja-Wort.

Auch für das Julica-Klaviertrio ist dieser Abend ein besonderer: „Gerade uns als jungen Musikern bereitet es uns eine besondere Freude, am Valentinstag in der Hochzeitskirche von Clara und Robert Schumann auftreten zu dürfen, dem wohl berühmtesten Liebespaar Leipzigs. Die Verbindung zwischen Wort und Musik hat schon das Ehepaar Schumann sehr inspiriert, weshalb wir bei der Auswahl der Stücke großen Wert darauf gelegt haben, einen Zusammenhang  zwischen den Texten und den dadurch entstehenden Emotionen herzustellen“, beschreibt die Cellistin Carmen Dreßler ihr Anliegen.

Konrad Taut, Pfarrer an der Gedächtniskirche, wünscht sich, dass an diesem Abend unvergessliche Momente entstehen und Werner Schneider, Initiator des Valentinsabends an diesem besonderen Ort, würde es sehr freuen, wenn eine Leipziger Tradition entstünde, den Valentinstag in der Hochzeitskirche von Clara und Robert Schumann zu feiern.

Die Veranstaltung beginnt am 14. Februar 2020 um 19:30 Uhr in der Gedächtniskirche Leipzig-Schönefeld, Ossietzkystraße 39. Sie wird gemeinsam getragen vom Notenspur Leipzig e.V. und der Matthäuskirchgemeinde Leipzig Nordost

Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

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